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Medienschau : Übernahmegerüchte um Yahoo

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Beim Modekonzern Hugo Boss wächst nach einem kräftigen Gewinnsprung im dritten Quartal die Zuversicht. Dank steigender Umsätze im Einzelhandel sowie hoher Nachfrage aus Schwellenländern wie China hob das Unternehmen aus Metzingen am Donnerstag seine Prognose für das Gesamtjahr an. Demnach soll der Betriebsgewinn (Ebitda) vor Sondereffekten um rund 20 (bisherige Prognose: zehn bis 12) Prozent zulegen, der Umsatz um fünf (drei bis fünf) Prozent. Im dritten Quartal baute der Konzern, der seit 2007 dem Finanzinvestor Permira gehört, den Umsatz um knapp ein Fünftel auf 538 Millionen Euro aus. Dazu trugen unter anderem der Ausbau der eigenen Läden sowie die erstmalige Konsolidierung des Joint Ventures mit dem größten chinesischen Franchise-Partner Rainbow Group bei. Das Ebitda stieg im Quartal um 42 Prozent auf 150 Millionen Euro. (Reuters)

Bericht - Anglo-Irish-Gläubiger wollen nicht für Rettung zahlen

Eine Gruppe von Gläubigern der angeschlagenen Anglo Irish Bank wehrt sich einem Bericht zufolge dagegen, sich an den Rettungskosten für das Geldhaus zu beteiligen. Die Investoren besäßen rund 500 Millionen Euro oder und ein Fünftel der risikoreichsten Papiere, berichtete das „Wall Street Journal“ am Dienstag auf seiner Internetseite unter Berufung auf eine mit dem Vorgang vertraute Person. Irlands Finanzminister Brian Lenihan zufolge könnten die Kosten für die Rettung der Banken des Landes die Marke von 50 Milliarden Euro reißen. Die Regierung erwartet, dass nachrangige Geldgeber der Anglo Irish sowie der ebenfalls angeschlagenen Irish Nationwide Building Society einen Beitrag zur Rettung leisten. (Reuters)

Wirtschaftsnachrichten

Singapur strafft Geldpolitik

Die monetäre Behörde in Singapur hat am Donnerstag überraschend die Geldpolitik gestrafft, um dem steigenden Inflationsdruck Einhalt zu gebieten, der sich aus den hohen Kapitalzuflüssen ergibt. Wie die Monetary Authority of Singapore (MAS) mitteilte, wird das handelsgewichtete Währungsband „leicht“ erweitert. Außerdem will die MAS eine etwas stärkere Aufwertung der Landeswährung gegenüber einem Währungskorb zulassen. „Die Steigung des Politikbandes wird leicht erhöht“, erklärte die Behörde. „Das Politikband wird zugleich wegen der Volatilität an den internationalen Finanzmärkten leicht erweitert.“ Die Politik einer „moderaten und schrittweisen Aufwertung“ der Landeswährung werde in Zukunft fortgesetzt. Zur Begründung verwies die MAS auf sich abzeichnende Inflationsrisiken. Die Regulierung der Währung gegenüber den Handelspartnern ist das wichtigste geldpolitische Instrument der MAS. Die Bandbreite des Währungsbands ist offiziell nicht bekannt. Beobachtern zufolge will die monetäre Behörde mit diesem Schritt die hohen Kapitalzuflüsse in das Land eindämmen. „Mit all dem Gerede über einen Währungskrieg, den weiteren geldpolitischen Lockerungen in den wichtigsten Volkswirtschaften, wird dies Singapur helfen, die Zuflüsse besser zu absorbieren“, sagte DBS-Ökonom Irvin Seah. (Dow Jones Newswires)

Singapurs Wirtschaft schrumpft

Singapurs Wirtschaftsaktivität ist im dritten Quartal eingebrochen, nachdem in den beiden Vorquartalen noch hohe Wachstumsraten verzeichnet worden waren. Wie das Ministerium für Handel und Industrie am Donnerstag mitteilte, fiel das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwischen Juli und September saisonbereinigt und annualisiert um 19,8 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Ökonomen hatten ein Minus von 17,5 Prozent erwartet. Im zweiten Quartal war das BIP des Inselstaats revidierten Angaben zufolge um annualisiert 27,3 Prozent zum Vorquartal gestiegen, nach einem Wachstum um 45,9 Prozent im ersten Jahresviertel. Trotz des Wachstumseinbruchs im dritten Quartal hielt die Regierung an ihrer Prognose fest, dass die Wirtschaft im Gesamtjahr 2010 zwischen 13 Prozent und 15 Prozent expandieren wird. Binnen Jahresfrist stieg Singapurs BIP im dritten Quartal erwartungsgemäß um 10,3 Prozent. Besonders kräftig wuchs binnen Jahresfrist das verarbeitende Gewerbe (plus 12,1 Prozent), gefolgt vom Dienstleistungsgewerbe (plus 10,2 Prozent) und Bausektor (plus 6,7 Prozent). (Dow Jones Newswires)

Schwacher Dollar - Goldpreis auf Rekordhoch

Der Goldpreis hat am Donnerstag im asiatisch dominierten Handel vor dem Hintergrund des schwach tendierenden Dollars ein neues Rekordhoch ereicht. In der Spitze wurden für eine Feinunze des Edelmetalls 1.380 Dollar bezahlt. Am Vorabend in New York war es noch mit rund 1.372 Dollar umgegangen. Händler sprechen von einer beeindruckenden Fortsetzung der Rally. Getrieben werde sie von immer noch auf den Zug aufspringenden Marktteilnehmern und Anschlusskäufen. Zunächst skeptische Investoren, die mit einem rascheren Auslaufen der Rally gerechnet hätten, änderten vielfach ihre Meinung und träten dem Lager der Gold-Bullen bei, heißt es. Das nächste Ziel liege bei 1.400 Dollar. (Dow Jones Newswires)

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