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Medienschau : Übernahmegerüchte um Yahoo

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Mehrere Beteiligungsgesellschaften erwägen Kreisen zufolge eine Übernahme des Internetkonzerns Yahoo. Die Interessenten hätten in den vergangenen Wochen Gespräche über eine gemeinsame Offerte mit dem Yahoo-Rivalen AOL sowie dem Medienkonzern News Corp geführt, sagte eine mit den Verhandlungen vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch. Die Gespräche seien noch in einem frühen Stadium. Yahoo sei noch nicht kontaktiert worden. Ob es zu einer Offerte komme, hänge auch davon ab, ob sich Yahoo vorher von Vermögensanteilen in Asien - wie dem 40-Prozent-Anteil an der chinesischen Internet-Plattform Alibaba - trenne. Yahoo, AOL und News Corp lehnten eine Stellungnahme ab. Zu den interessierten Finanzinvestoren gehöre Silver Lake Partners, sagte ein anderer Insider. Auch Blackstone spiele mit dem Gedanken einer Yahoo-Übernahme, sei aber in die jüngsten Gespräche nicht involviert, sagte eine dritte Person. Der Marktwert von Yahoo beläuft sich derzeit auf mehr als 20 Milliarden Dollar. Der Verkauf von Vermögensanteilen in Asien würde den Gesamtwert schmälern und damit eine Übernahme für Beteiligungsgesellschaften attraktiver machen. Der Markt reagierte mit Kursgewinnen auf die Übernahmeberichte: Der Aktienkurs des Unternehmens schoss am Mittwoch (Ortszeit) nachbörslich 9,5 Prozent in die Höhe, nachdem er bereits mit einem Plus von sechs Prozent aus dem Handel gegangen war. An der Börse in Tokio legte Yahoo Japan rund fünf Prozent zu. An dem japanischen Ableger besitzt der amerikanische Mutterkonzern 35 Prozent. (Reuters)

LVMH mit Umsatzplus von 23 Prozent

Der französische Luxusgüterkonzern LVMH hat seinen Umsatz im dritten Quartal um 23 Prozent gesteigert und sich auch für das Gesamtjahr zuversichtlich gezeigt. Mit 5,11 Milliarden Euro fielen die Einnahmen deutlich besser aus als erwartet. Analysten hatten lediglich mit 4,83 Milliarden Euro gerechnet. Sämtliche Sparten des Konzerns wiesen eine zweistellige Wachstumsrate auf, wie der Konzern aus Paris am Donnerstag mitteilte. Das bisherige Abschneiden „bestätigt unsere Zuversicht für 2010“, hieß es von der LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton SA. Zu dem Unternehmen gehören unter anderem die Champagnermarken Moët & Chandon sowie Veuve Clicquot, der Cognachersteller Henessy, die Uhrenmarke TAG Heuer und der Lederwarenhersteller Louis Vuitton. (Dow Jones Newswires)

Kapitalerhöhung bei Colonia Real Estate

Der Immobilienkonzern Colonia Real Estate will sein Grundkapital um 10 Prozent erhöhen. Ausgegeben werden sollen gut 2,8 Millionen neue Aktien, wie das Kölner SDax-Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Auf Grundlage des aktuellen Aktienkurses von 3,98 Euro hat die angestrebte Kapitalerhöhung damit ein Volumen von gut 11 Millionen Euro. Die neuen Aktien sind ab dem 1. Januar 2010 voll dividendenberechtigt. Die neuen Aktien sollen im Wege eines beschleunigten Platzierungsverfahrens institutionellen Anlegern angeboten werden. Der Platzierungspreis und die Anzahl der auszugebenden Aktien sollen nach Abschluss dieses Verfahrens festgelegt werden. Die Mittel aus der Kapitalerhöhung will Colonia Real Estate in die Expansion und Akquisition von Wohnimmobilienportfolios fließen lassen sowie in Investitionen in bestehende Wohnimmobilienportfolios. Die Colonia Real Estate AG ist eine Immobilien-Investment- und -Dienstleistungsgesellschaft mit rund 19.000 Wohneinheiten und mehr als 2,1 Mrd Euro Assets under Management. (Dow Jones Newswires)

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