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Medienschau : UBS mit 1,4 Milliarden Franken Quartalsverlust

  • Aktualisiert am

Münchener Rück verbucht einen mit hohem Gewinn, Sony will im kommenden Quartal wieder welchen machen, FMC verzeichnet einen leichten Gewinnanstieg. Kuka erzielt erste Sparerfolge, Gildemeister wird pessimistischer und Demag Cranes steckt tief im Minus. Die Abwrackprämie sorgt für Aufwind an Amerikas Automarkt.

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          Unternehmen

          Münchener Rück dank Börsenerholung mit unerwartet hohem Gewinn

          Die Münchener Rück hat im zweiten Quartal 2009 von der Börsenerholung profitiert und ihren Gewinn deutlich gesteigert. Der Überschuss legte im Zeitraum April bis Juni um 14 Prozent auf 691 Millionen Euro zu, wie der weltgrößte Rückversicherer am Dienstag mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten nur mit 591 Millionen Euro gerechnet.

          Der Dax-Konzern steigerte sein Kapitalanlageergebnis um 38 Prozent auf 2,18 Milliarden Euro. Zuletzt hatten hohe Abschreibungen, vor allem auf Aktien, das Ergebnis immer wieder gedrückt. Trotzdem kam die Münchener Rück bislang ohne größere
          Blessuren durch die Krise. (Reuters)

          UBS mit 1,4 Milliarden Franken Quartalsverlust

          Die Schweizer Großbank UBS leidet weiterhin unter dem Abfluss von Kundengeldern und ihre Investmentbank hat nicht wie andere internationalen Geldhäuser vom Boom an den Kapitalmärkten profitieren können. Der Verlust des zweiten Quartals sank nach Angaben vom Dienstag auf 1,4 Milliarden Franken (0,9 Milliarden Euro) von knapp zwei Milliarden Franken im ersten Quartal und einem Rekordminus von rund 21 Milliarden Franken im Gesamtjahr 2008. Die Bank selbst hatte bereits früher vor roten Zahlen im zweiten Quartal gewarnt und Analysten hatten den Verlust auf etwa 1,1 Milliarden Franken geschätzt.

          Ein gewichtiger Verlustfaktor war die Neubewertung der eigenen Verbindlichkeiten, die in der Quartalsrechnung im Gegensatz zu früheren Quartalen mit einem Minus zu Buche schlugen, das sich auf 1,2 Milliarden Franken belief. Hinzu kamen Restrukturierungskosten und Goodwill-Wertberichtigungen, die sich auf noch einmal gut eine Milliarde Franken beliefen. (Reuters)

          Gildemeister wird pessimistischer fürs Gesamtjahr

          Der Werkzeugmaschinen-Hersteller Gildemeister blickt pessimistischer auf das restliche Jahr. Ein weiterer Rückgang des Geschäfts sei unvermeidbar, teilte das Unternehmen am Dienstag in Bielefeld mit. Gildemeister erwartet, dass der Auftragseingang bis zum Jahresende statt auf gut 1,3 auf 1,2 Milliarden Euro fällt und der Umsatz statt auf 1,4 auf rund 1,3 Milliarden Euro. Im Rekordjahr 2008 hatten beide Werte noch bei um die 1,9 Milliarden Euro gelegen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll dank der eingeleiteten Sparmaßnahmen und der Kooperation mit dem japanischen Wettbewerber Mori Seiki aber positiv ausfallen. (dpa-AFX)

          Demag Cranes wegen Stellenabbau tief im Minus

          Die Kosten für den groß angelegten Stellenabbau haben den Kranbauer Demag Cranes im dritten Geschäftsquartal tief in die roten Zahlen gedrückt. Unter dem Strich verloren die Düsseldorfer nach Angaben vom Dienstag 31,3 Millionen Euro, nachdem sie vor einem Jahr noch 26,0 Millionen Euro verdient hatten. „Der krisenbedingte Geschäftsrückgang in den letzten Monaten war dramatisch“, sagte der neue Vorstandschef Aloysius Rauen.
          Angesichts der seit Jahresbeginn immer weiter zurückgegangenen Bestellungen streicht der Vorstand 750 der ehemals 6200 Stellen, was mit 45,8 Millionen Euro an Kosten zu Buche schlug. Eine Bodenbildung ist bei Demag Cranes noch nicht in Sicht. Auch von April bis Juni schmolz der Auftragseingang weiter zusammen auf 174 Millionen Euro, halb so viel wie noch vor einem Jahr. Die Erlöse gingen um mehr als ein Viertel auf 221 Millionen Euro zurück. (dpa)

          Sony will im kommenden Quartal wieder Gewinn machen

          Der japanische Elektronikkonzern Sony will im Zeitraum Oktober bis Dezember wieder schwarze Zahlen schreiben. Gelänge dies, wäre es der erste Gewinn innerhalb von fünf Quartalen. Ziel bleibe es, für das Geschäftsjahr 09/10 (31. März) einen operativen Gewinn auszuweisen, sagte CFO Nobuyuki Oneda am Dienstag in einem Interview mit der japanischen Zeitung „Nikkei“.

          Mit einem operativen Verlust von 25,7 Milliarden Yen (umgerechnet rund 187 Millionen Euro) fiel das Minus im Zeitraum April bis Juni deutlich geringer aus als von Analysten erwartet. Dabei hätten sich Wechselkurseffekte und Restrukturierungsmaßnahmen positiv bemerkbar gemacht, sagte Oneda. (Dow Jones)

          Fresenius verdient mehr und bestätigt Konzernausblick

          Der Medizinkonzern Fresenius hat in den ersten sechs Monaten von den jüngsten Zukäufen profitiert und mehr verdient als im Vorjahr. Der Jahresüberschuss sei bereinigt um Sondereffekte um 13 Prozent auf 240 Millionen Euro gestiegen, teilte die im Dax-notierte Fresenius SE am Dienstag in Bad Homburg mit. Das operative Ergebnis (Ebit) verbesserte sich in den Monaten Januar bis Juni um 26 Prozent auf 985 Millionen Euro.

          Von dpa-AFX befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Anstieg auf 983,5 Millionen Euro gerechnet. Beim Umsatz wies Fresenius dank der Zukäufe sowie der Entwicklung bei dem Dialysespezialisten FMC und der zweitgrößten Sparte Kabi ein Wachstum von 21 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro aus. Konzernchef Ulf Schneider zeigte sich weiter zuversichtlich für 2009 und bestätigte für Fresenius Medical Care und Kabi sowie die Konzernmutter Fresenius die Umsatz- und Ergebnisziele für das Geschäftsjahr. Die Ziele für die Sparten Helios und Vamed wurden erhöht. (dpa-AFX)

          Fortis-Geschäft verhilft BNP Paribas zu Gewinnzuwachs

          Die größte französische Bank BNP Paribas hat dank eines guten Geschäfts der übernommenen Teile des belgisch-niederländischen Finanzkonzerns Fortis im zweiten Quartal mehr verdient. Der Nettogewinn stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,6 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro, wie das Geldhaus am Dienstag mitteilte. Der Betriebsgewinn erhöhte sich um mehr als 44 Prozent auf 4,06 Milliarden Euro. Analysten hatten lediglich mit 3,67 Milliarden Euro gerechnet.

          Nach Angaben der Bank hat das Geschäft mit Fortis 261 Millionen Euro zum Gewinn beigetragen. Man sei gut aufgestellt, um mit den Schwierigkeiten der derzeitigen Wirtschaftslage gut umzugehen, teilte BNP Paribas weiter mit.

          BNP Paribas hat als erste große französische Bank ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Die heimischen Konkurrenten Societe Generale wie auch Credit Agricole und Natixis präsentieren ihre Zahlen am Mittwoch beziehungsweise Ende des Monats. (Reuters)

          Kuka erzielt erste Sparerfolge - Zahl der Mitarbeiter sinkt

          Der von der Wirtschaftskrise hart getroffene Roboter- und Anlagenbauer Kuka hat erste Früchte seines Sparprogramms geerntet. Bis zur Jahresmitte habe das Unternehmen 23 Millionen Euro mehr in der Kasse übrig behalten, teilte der Konzern am Dienstag in Augsburg mit. Insgesamt will Kuka nach früheren Angaben im laufenden Jahr 50 Millionen Euro einsparen und in den Folgejahren, wenn das Programm voll gegriffen hat, 70 Millionen Euro.
          Kuka war im zweiten Quartal noch tiefer in den Strudel der weltweiten Autoflaute geraten. Ein anhaltend schwacher Auftragseingang aus der für die Augsburger entscheidenden Industrie führte zu tiefroten Zahlen, wie das Unternehmen bereits berichtet hatte. Kuka kippte in der Folge seine Jahresprognose und rechnet nun mit einem „deutlichen“ Jahresverlust vor Zinsen und Steuern.
          Mit Kurzarbeit und Gehaltseinschnitten versucht die Konzernführung, die Situation zu entschärfen. Viele Leiharbeiter mussten bereits gehen, zwei Werke in Frankreich mit zusammen 144 Mitarbeitern sollen geschlossen werden. Von Ende März bis Ende Juni sank die Zahl der Mitarbeiter schon von gut 6.100 auf knapp 5.900. (dpa-AFX)

          Dialysespezialist FMC mit leichtem Gewinnanstieg im Quartal

          Der Dialysespezialist Fresenius Medical Care (FMC) hat im zweiten Quartal seinen Nettogewinn leicht gesteigert. Der Überschuss sei binnen Jahresfrist um fünf Prozent auf 221 Millionen Dollar geklettert, teilte der Anbieter von Produkten und Dienstleistungen zur Behandlung chronisch Nierenkranker am Dienstag mit. Analysten hatten im Schnitt nur 217 Millionen Dollar erwartet. Der operative Gewinn (Ebit) fiel jedoch überraschend um drei Prozent auf 418 Millionen Dollar. Der Umsatz zog um vier Prozent auf 2,764 Milliarden Dollar an. Für das laufende Jahr rechnet FMC unverändert mit einem Überschuss von 850 bis 890 Millionen Dollar. Der Umsatz soll auf mehr als 11,1 Milliarden Dollar steigen. (Reuters)

          BASF-Konkurrent DSM mit Gewinneinbruch im zweiten Quartal

          Der niederländische Chemiekonzern DSM NV hat im zweiten Quartal einen herben Gewinneinbruch erlitten. Das Vorsteuerergebnis (Ebit) fiel mit 79 Millionen Euro 71 Prozent niedriger aus als vor einem Jahr, wie der BASF-Konkurrent am Dienstag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 77 Millionen Euro gerechnet. Im Vergleich zum ersten Quartal sei das Ergebnis aber deutlich gestiegen. Allerdings rechne der Konzern nicht mit einer weiteren kurzfristigen Verbesserung der Marktbedingungen.(Reuters)

          Amerikanische Abwrackprämie sorgt für kräftigen Schub am Automobilmarkt

          Deutlich höhere Verkaufszahlen auf dem amerikanischen Automarkt dank der Abwrackprämie nach deutschem Vorbild: Erstmals seit fast zwei Jahren hat Ford im Juli wieder mehr Autos verkauft als ein Jahr zuvor. Ford steigerte den Absatz gegenüber dem Vorjahresmonat um mehr als 2 Prozent, GM dämmte den Absatzrückgang auf 19 Prozent ein, bei Chrysler fielen die Verkäufe zum Vorjahr lediglich noch um etwas mehr als 9 Prozent.

          Volkswagen legte ganz leicht um 0,7 Prozent zu. Bei Daimler, BMW, Audi und Porsche ging es dagegen bergab. Daimler verkaufte rund 24 Prozent weniger, der Absatz der Marken BMW und Mini sank im Vergleich zum Vorjahresmonat um insgesamt fast 27 Prozent. Bei Audi ging es um knapp 6 Prozent nach unten . der Absatz beim Sportwagenbauer Porsche brach erneut um 47 Prozent ein nach sogar minus 62 Prozent im Juni. Toyota verkaufte 11 Prozent weniger, hatte im Juni aber noch mehr als ein Drittel nachgegeben.

          Praktisch alle Hersteller erlebten den bisher verkaufsstärksten Monat des Jahres. Für den gesamten amerikanischen Markt schraubten Analysten am Montag ihre Prognosen für das laufende Jahr nun spürbar auf klar über 10 Millionen Stück hoch. Im vergangenen Jahr waren es noch gut 13 Millionen.

          Ob die Verkaufsanreize den Markt aber dauerhaft stabilisieren, ist offen. Auch in Deutschland hat die Abwrackprämie mitten in der Krise einen Boom beschert. Allerdings droht 2010 nach Auslaufen der Prämie wegen der vielen vorgezogenen Käufe ein harter Absturz. (dpa-AFX)

          Infineon-Kapitalerhöhung stößt auf großes Interesse

          Die Kapitalerhöhung des angeschlagenen Halbleiter-Konzerns Infineon Technologies ist am Kapitalmarkt gut angekommen. Die vorläufige Bezugsquote liege bei 96,7 Prozent, wie die TecDax-Gesellschaft am Montag mitteilte. Mindestens 322 Millionen Aktien würden damit zu einem Bezugspreis von 2,15 Euro an die Bezugsrechteinhaber ausgegeben. Infineon fließen damit 692 Millionen Euro frisches Geld zu. Der geplante Einstieg des amerikanischen Finanzinvestors Apollo könnte damit vom Tisch sein. Die neuen Aktien sollen am Freitag gehandelt werden.

          Die übrigen rund 15 Millionen Aktien sollen Apollo angeboten werden. Dies würde etwa 1,4 Prozent des neuen Infineon-Grundkapitals ausmachen. Infineon erwartet von Apollo eine Entscheidung bis zum Dienstagnachmittag, ob sie sich mit diesem kleinen Aktienpaket zufrieden geben. (dpa-AFX)

          Chip-Hersteller Elpida an Qimondas DRAM-Sparte interessiert

          Der japanische Chip-Hersteller Elpida ist an der Grafikspeicher-Sparte der insolventen Infineon-Tochter Qimonda interessiert. Das Unternehmen führe Gespräche über einen Kauf der Grafik-DRAM-Geschäfte, teilte Elpida am Dienstag mit. Allerdings seien der Preis und weitere Einzelheiten noch Gegenstand der Verhandlungen.

          Elpida ist Japans einziger DRAM-Hersteller und wurde in der Wirtschaftskrise von Regierung sowie Banken mit Milliardenhilfen gestützt. Das Unternehmen ist hochverschuldet und hinkt technologisch Rivalen wie Samsung Electronics oder Hynix
          Semiconductor hinterher. Qimonda fiel Anfang des Jahres dem harten Wettbewerb in der Branche zum Opfer und ging pleite. (Reuters)

          Qimonda/Centrosolar-Werk in Portugal geht in die Insolvenz

          Das portugiesische Solarzellenwerk des Speicherchipherstellers Qimonda folgt diesem nun doch in die Insolvenz. Der Qimonda-Partner Centrosolar konnte sich nach eigener Auskunft nicht mit einer Gruppe von portugiesischer Investoren, die den Qimonda-Anteil von 51 Prozent übernehmen wollten, über eine Fortführung des Werkes einigen. Daher sollte die Werksgesellschaft Itarion noch am Montag Insolvenz anmelden.

          Die Münchner Solarfirma, die die restlichen 49 Prozent an dem Joint Venture hält, teilte mit, die mit dem Konsortium beratene Lösung zur Rettung von Itarion sei für sie mit zu hohen Risiken verbunden gewesen. Negative Auswirkungen auf das operative Geschäft erwartet Centrosolar durch die Entscheidung nicht. Das Unternehmen gehe für 2009 weiterhin von einem Umsatz auf Vorjahresniveau und einem rückläufigen operativen Gewinn aus.

          Nach der Insolvenz des portugiesischen Werkes schreibt Centrosolar seine Beteiligung daran in Höhe von 10,1 Millionen Euro völlig ab. Zudem hafte sie gemeinsam mit Qimonda für die Nettofinanzschulden des Werkes über 16,5 Millionen Euro. „Mit den finanzierenden Banken konnte eine Rückführung dieses Betrages in Raten bis Mitte 2011 vereinbart werden, wodurch eine Fortsetzung des Wachstums im Kerngeschäft ermöglicht wurde“, teilte Centrosolar mit.

          Die Entscheidung von Centrosolar wirkt sich auch auf das Ergebnis der Centrotec Sustainable aus, die rund 31 Prozent an Centrosolar hält. Centrotec erwartet nach eigenen Angaben eine Belastung des Vorsteuerergebnisses über 8,2 Millionen Euro. (Reuters)

          Wirtschaft

          Australiens Notenbank belässt Leitzins bei 3,00 Prozent

          Die australische Zentralbank hat am Dienstag ihre Geldpolitik wie erwartet unverändert gelassen. Der Leitzins verharrt damit auf dem tiefsten Stand seit 49 Jahren von 3,00 Prozent, wie der Geldpolitische Rat im Anschluss an seine Beratungen mitteilte. Dieser Beschluss war an den Finanzmärkten allgemein erwartet worden.

          Angesichts der beträchtlichen Konjunkturprogramme in aller Welt stabilisiere sich die Weltwirtschaft nach dem scharfen Einbruch, hieß es in einem Begleittext zum Zinsbeschluss. Zudem erweise sich die Wirtschaft in Australien stärker als noch vor
          einigen Monaten angenommen.

          Seit dem Kollaps der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers hat die RBA ihren Leitzins um 425 Basispunkte zurückgefahren. Jüngste Anzeichen einer Stabilisierung - vor allem bei den Einzelhandelsumsätzen und der Bautätigkeit - haben die RBA veranlasst, vorerst eine abwartende Haltung einzunehmen. Vor der Zinsentscheidung war an den Terminmärkten eine Zinserhöhung im Dezember vollständig eingepreist worden. (Dow Jones)

          Vereinigte Staaten sichern China weitere Emission von TIPS zu
          Die amerikanischen Regierung hat nach Angaben aus informierten Kreisen der chinesischen Regierung beim strategischen Dialog in der vergangenen Woche zugesichert, an der Emission von inflationsgeschützten Anleihen festzuhalten. Derzeit überprüfe die amerikanischen Regierung ihre Emissionspolitik, um die optimale Mischung von Treasury Inflation Protected Securities (TIPS) und übrigen Wertpapieren festzustellen, sagte eine mit der Situation vertraute Person am Dienstag zu Dow Jones Newswires. Die Ansichten von Marktteilnehmern würden dabei berücksichtigt.

          China hat sich zuletzt besorgt über die Sicherheit seiner Vermögensanlagen in den Vereinigten Staaten geäußert und fürchtet insbesondere eine steigende Inflation in den Vereinigten Staaten sowie einen schwachen Dollar. China ist der größte Besitzer von Treasury-Papieren, ein Status, den das Land erst kürzlich von Japan übernommen hat. Derzeit beläuft sich der Wert der gehaltenen Papiere auf rund 800 Milliarden Dollar. Außerdem verfügt China mit etwa 2 Billionen Dollar über die weltweit größten Devisenreserven. Es wird geschätzt, dass rund zwei Drittel davon in amerikanischen Dollar gehalten werden.

          Analysten sagten, die Zusicherung der Vereinigten Staaten dürfte die Sorgen in Peking zu einem gewissen Grad besänftigen, zugleich könnte sich aber damit an den Finanzmärkten die Erwartung über ein vermehrtes Angebot von TIPS auf lange Sicht verfestigen. Wegen dieser „Marktsensitivität“ sei diese Zusicherung nicht ins offizielle Kommuniqué aufgenommen worden, hieß es aus den informierten Kreisen.

          In den vergangenen Monaten hatte die Regierung in Peking die Vereinigten Staaten aufgefordert, ihre Glaubwürdigkeit aufrechtzuerhalten, ihre Verpflichtungen zu erfüllen und die Sicherheit der chinesischen Vermögenswerte zu garantieren. Die Vereinigten Staaten blieben die größte Volkswirtschaft der Welt und China beobachte genau die Auswirkungen der Schritte, die die Regierung von Präsident Barack Obama unternehme, hatte Ministerpräsident Wen Jiabao gesagt.

          Der frühere amerikanischen Finanzminister Henry Paulson hatte im Jahr 2008 einen „strategischen und wirtschaftlichen Dialog“ zwischen den Vereinigten Staaten und China ins Leben gerufen. In regelmäßigen Anständen treffen sich Regierungsvertreter aus Washington und Peking und erörtern strategische und wirtschaftliche Fragen. (Dow Jones)

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