https://www.faz.net/-gv6-6njhe

Medienschau : UBS mit 1,4 Milliarden Franken Quartalsverlust

  • Aktualisiert am

Die übrigen rund 15 Millionen Aktien sollen Apollo angeboten werden. Dies würde etwa 1,4 Prozent des neuen Infineon-Grundkapitals ausmachen. Infineon erwartet von Apollo eine Entscheidung bis zum Dienstagnachmittag, ob sie sich mit diesem kleinen Aktienpaket zufrieden geben. (dpa-AFX)

Chip-Hersteller Elpida an Qimondas DRAM-Sparte interessiert

Der japanische Chip-Hersteller Elpida ist an der Grafikspeicher-Sparte der insolventen Infineon-Tochter Qimonda interessiert. Das Unternehmen führe Gespräche über einen Kauf der Grafik-DRAM-Geschäfte, teilte Elpida am Dienstag mit. Allerdings seien der Preis und weitere Einzelheiten noch Gegenstand der Verhandlungen.

Elpida ist Japans einziger DRAM-Hersteller und wurde in der Wirtschaftskrise von Regierung sowie Banken mit Milliardenhilfen gestützt. Das Unternehmen ist hochverschuldet und hinkt technologisch Rivalen wie Samsung Electronics oder Hynix
Semiconductor hinterher. Qimonda fiel Anfang des Jahres dem harten Wettbewerb in der Branche zum Opfer und ging pleite. (Reuters)

Qimonda/Centrosolar-Werk in Portugal geht in die Insolvenz

Das portugiesische Solarzellenwerk des Speicherchipherstellers Qimonda folgt diesem nun doch in die Insolvenz. Der Qimonda-Partner Centrosolar konnte sich nach eigener Auskunft nicht mit einer Gruppe von portugiesischer Investoren, die den Qimonda-Anteil von 51 Prozent übernehmen wollten, über eine Fortführung des Werkes einigen. Daher sollte die Werksgesellschaft Itarion noch am Montag Insolvenz anmelden.

Die Münchner Solarfirma, die die restlichen 49 Prozent an dem Joint Venture hält, teilte mit, die mit dem Konsortium beratene Lösung zur Rettung von Itarion sei für sie mit zu hohen Risiken verbunden gewesen. Negative Auswirkungen auf das operative Geschäft erwartet Centrosolar durch die Entscheidung nicht. Das Unternehmen gehe für 2009 weiterhin von einem Umsatz auf Vorjahresniveau und einem rückläufigen operativen Gewinn aus.

Nach der Insolvenz des portugiesischen Werkes schreibt Centrosolar seine Beteiligung daran in Höhe von 10,1 Millionen Euro völlig ab. Zudem hafte sie gemeinsam mit Qimonda für die Nettofinanzschulden des Werkes über 16,5 Millionen Euro. „Mit den finanzierenden Banken konnte eine Rückführung dieses Betrages in Raten bis Mitte 2011 vereinbart werden, wodurch eine Fortsetzung des Wachstums im Kerngeschäft ermöglicht wurde“, teilte Centrosolar mit.

Die Entscheidung von Centrosolar wirkt sich auch auf das Ergebnis der Centrotec Sustainable aus, die rund 31 Prozent an Centrosolar hält. Centrotec erwartet nach eigenen Angaben eine Belastung des Vorsteuerergebnisses über 8,2 Millionen Euro. (Reuters)

Wirtschaft

Australiens Notenbank belässt Leitzins bei 3,00 Prozent

Die australische Zentralbank hat am Dienstag ihre Geldpolitik wie erwartet unverändert gelassen. Der Leitzins verharrt damit auf dem tiefsten Stand seit 49 Jahren von 3,00 Prozent, wie der Geldpolitische Rat im Anschluss an seine Beratungen mitteilte. Dieser Beschluss war an den Finanzmärkten allgemein erwartet worden.

Angesichts der beträchtlichen Konjunkturprogramme in aller Welt stabilisiere sich die Weltwirtschaft nach dem scharfen Einbruch, hieß es in einem Begleittext zum Zinsbeschluss. Zudem erweise sich die Wirtschaft in Australien stärker als noch vor
einigen Monaten angenommen.

Weitere Themen

Das verrückte zweite Börsenquartal

Scherbaums Börse : Das verrückte zweite Börsenquartal

Erst kam der Corona-Crash, dann ging es temporeich auf den Gipfel zurück, wobei Anleger mit Aktien wie Tesla ein Vermögen machen konnten. Dadurch wächst die Gefahr zu hoher Erwartungen.

Topmeldungen

In seinen seltenen Interviews gab sich der ehemalige Wirecard-Chef analytisch und sachorientiert.

Wirecard-Skandal : Der Unsichtbarmacher

Markus Braun war Mr. Wirecard und der reichste Dax-Chef. Nun ist er in einen beispiellosen Bilanzskandal verstrickt. Irgendwo zwischen der Utopie unsichtbaren Geldes und der Wirklichkeit unregelmäßiger Zahlen hat er sich verzettelt.

Corona-Medikament für Europäer : Eine Zwangslizenz für Remdesivir?

Die EU hat das erste Medikament gegen Covid-19 zugelassen – doch vorerst liefert der Hersteller Gilead nur nach Amerika. In Brüssel wird Druck aufgebaut: Notfalls könne man Remdesivir auch gegen den Willen von Gilead für Europa herstellen lassen.

Newsletter

Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.