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Medienschau : Trichet fordert Verbesserung des Euro-Rettungsfonds

  • Aktualisiert am

Porsche denkt über eine Produktion in China nach, Bechtle will die Dividende erhöhen. Mehrere Opec-Länder lehnen eine höhere Förderung ab, Fitch senkt Griechenlands Bonitätsnote auf Ramschniveau.

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          Unternehmensnachrichten

          Porsche denkt über Produktion in China nach

          Der Stuttgarter Sportwagen-Hersteller Porsche erwägt, Fahrzeuge auch in China produzieren. Der geplante kleine Geländewagen Cajun könnte in China am selben Standort gebaut werden wie der technisch ähnliche Audi Q5. (dpa-AFX)

          Bechtle will Dividende erhöhen

          Der IT-Händler Bechtle will seine Aktionäre mit einer höheren Ausschüttung erfreuen. „Angesichts der guten Entwicklung kann ich mir für 2010 einen Dividendenerhöhung vorstellen, wenn die Hauptversammlung zustimmt“, sagte Unternehmenschef Thomas Olemotz. Im abgelaufenen Jahr werde das Unternehmen „mit Sicherheit“ einen Rekordumsatz geschafft haben. Das Ergebnis hingegen werde das Rekordniveau von 2008 wohl nicht wieder erreichen, auch wenn Bechtle zum Vorjahr deutlich gewachsen sei. (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung)

          Apotheker will HP neu ausrichten

          Der neue HP-Chef Léo Apotheker will den Computerkonzern laut einem Zeitungsbericht stärker auf profitablere Bereiche wie Software, Netzwerke und Speichergeschäft ausrichten. Außerdem stünden personelle Veränderungen in den oberen Management-Rängen an, berichtete das „Wall Street Journal“ am Wochenende unter Berufung auf informierte Personen. So werde Technik-Chef Randy Mott wohl gehen. Außerdem habe Apotheker als Kommunikationschef den SAP-Sprecher Bill Wohl zu Hewlett-Packard geholt. Dem Bericht zufolge will er HP auch stärker auf das Cloud Computing ausrichten, bei dem Software und Daten aus dem Netz abgerufen werden. (dpa-AFX)

          Erneut isländische Bank-Manager in Haft

          Islands Polizei hat abermals frühere Bank-Spitzenmanager wegen des Verdachts auf betrügerische Aktionen vor der Finanzkrise 2008 festgenommen. Wie der Rundfunksender RUV am Freitag in Reykjavik berichtete, wurde auf Betreiben des Sonderanklägers für die Banken unter anderem Untersuchungshaft für den Ex-Chef der früheren Landsbanki, Ingvar Gudjonsson, verhängt. Die Ermittler werfen ihm vor, 2008 den Aktienkurs der vom Zusammenbruch bedrohten Bank durch Scheinverkäufe von Aktien sowie Scheinkredite manipuliert zu haben.

          Im vergangenen Jahr waren vorübergehend auch Ex-Spitzenmanager von Kaupthing in Untersuchungshaft. In diesem Jahr soll ein vom Parlament eingesetztes Sondergericht gegen Ex-Ministerpräsident Geir Haarde verhandeln. Ihm wird vorgeworfen, nichts gegen den sich abzeichnenden Zusammenbruch der Banken unternommen zu haben. (dpa-AFX)


          Wirtschaftsnachrichten

          Mehrere Opec-Länder lehnen trotz Preissprung höhere Förderung ab

          Ungeachtet des anziehenden Ölpreises sehen mehrere Opec-Länder bislang keinen Anlass für eine Ausweitung der Förderung. Nach Venezuela und Libyen machte auch der Iran deutlich, dass er den aktuellen Preis von nicht weit unter 100 Dollar als unproblematisch betrachte. Das nächste turnusmäßige Treffen der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist nicht vor dem 2. Juni. Ein Sondertreffen müsste der Iran, der derzeit die Opec-Präsidentschaft innehat, mit dem Opec-Sekretariat in Wien abstimmen. (Reuters)

          Trichet fordert Verbesserung des Euro-Rettungsfonds

          EZB-Chef Jean-Claude Trichet hat sich abermals für eine Aufstockung des Euro-Rettungsfonds ausgesprochen. In der Europäischen Zentralbank (EZB) sei man der Ansicht, dass der Schirm sowohl quantitativ als auch qualitativ verbessert werden müsse, sagte Trichet am Sonntagabend dem französischen Radiosender RTL. „Was unter Quantität zu verstehen ist, wissen wir. Mit Blick auf die Qualität muss der Fonds die größtmögliche Flexibilität und Beweglichkeit bei seinem Einsatz haben“, fügte er hinzu. Die Finanzminister der Euro-Gruppe treffen sich am Montag in Brüssel, um über eine Stärkung des 440-Milliarden-Fonds EFSF zu beraten. Deutschland ist dagegen, den Milliarden-Hilfetopf für hoch verschuldete Euro-Staaten zum jetzigen Zeitpunkt aufzufüllen. (Reuters)

          Fitch senkt Griechenlands Bewertung auf Ramschniveau

          Die Ratingagentur Fitch hat Griechenland mit einer Herabstufung die Kreditwürdigkeit auf Ramschniveau gesenkt. Das Rating wurde von bislang „BBB-“ auf „BB+“ herabgesetzt, teilte die Ratingagentur am Freitag in Athen mit. Fitch ist damit die dritte Ratingagentur, die die Kreditwürdigkeit Griechenlands auf Ramschniveau senkt. Die beiden anderen Ratingagenturen Standard & Poor's (S&P) und und Moody's hatten in den vergangenen Monaten die Kreditwürdigkeit bereits weiter gesenkt.

          Die griechische Regierung kritisierte die aktuelle Herabstufung deutlich: „Die heutige Entscheidung von Fitch zeigt einmal mehr, wie nötig eine europäische Ratingagentur auf europäischer Ebene notwendig geworden ist“, teilte das Finanzministerium mit. Alle europäischen Gremien hätten bislang wiederholt erklärt, das Land habe Fortschritte erzielt. (dpa-AFX)

          Bank klagt gegen Abgabe für Krisenfonds

          Gegen die Zwangsabgabe für den deutschen Rettungsfonds will eine Genossenschaftsbank aus Nordrhein-Westfalen klagen. Die Abgabe sei unangemessen, weil Volksbanken aus ihrer Struktur heraus nicht aus dem zu schaffenden Fonds profitieren können, sagte der Vorstandsvorsitzende der Volks- und Raiffeisenbanken Westmünsterland, Wolfgang Baecker. „Wir sind systemrelevant, aber nur im Westmünsterland.“ (dpa-AFX)

          Bundesregierung rechnet mit bis zu 2,4 Prozent Wachstum

          Die Bundesregierung erhöht Medienberichten zufolge ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr. Erwartet werde ein Plus von bis zu 2,4 Prozent, berichten „Spiegel“, „Focus“ und „Süddeutsche Zeitung“ (Samstag) übereinstimmend unter Berufung auf Regierungskreise. Dabei helfe der Konjunktur neben dem Export auch die wachsende Inlandsnachfrage. Für 2012 werde ein Wachstum in der Spanne von 1,6 bis 1,9 Prozent prognostiziert. Die genaue Vorhersage will das Wirtschaftsministerium Anfang der Woche festlegen und am Mittwoch (19.1.) veröffentlichen. (dpa-AFX)

          Topmeldungen

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