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Medienschau : Toyota senkt Produktionskapazitäten

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Die Börsen NYSE Euronext und LSE wollen in Indien einsteigen, die HRE braucht weiter Milliardenhilfe, Philip Morris soll Millionenstrafen zahlen. Steinbrück will den Banken mehr Geld geben. Lateinamerikas Exporte sind eingebrochen und Amerikas Rohöllagerbestände gestiegen.

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          Unternehmen

          Toyota senkt Produktionskapazitäten

          Der weltgrößte Autobauer Toyota reduziert angesichts der global andauernden Nachfrageflaute seine Produktionskapazitäten. Wie ein Sprecher des Unternehmens am Mittwoch mitteilte, wird im heimischen Werk Takaoka ab kommenden Frühjahr eine Produktionslinie gestoppt und damit die Kapazitäten um 220.000 Einheiten gesenkt. Die Maßnahme gelte bis zur zweiten Hälfte 2011. Zu Medienberichten, wonach der Branchenprimus erwägt, die Kapazitäten der Gruppe gar um 700.000 bis 1 Million Fahrzeuge im Jahr zu senken, hieß es von Unternehmensseite lediglich, es sei bisher noch nichts entschieden.

          Den Medienberichten zufolge sind von den Kapazitätskürzungen auch einige Fabriken in Übersee betroffen. So werde Toyota in Kürze die Schließung des mit General Motors betriebenen Gemeinschaftsunternehmens New United Motor Manufacturing bekanntgeben. Zudem sei geplant, die Kapazitäten in einer britischen Fabrik um rund 150.000 Fahrzeuge zu senken. (dpa)

          Krones ist weiter auf dem Weg der Besserung

          Die Lage beim Getränkeabfüllanlagen-Hersteller Krones bessert sich zusehends. „Die Schockstarre hat sich in West- und Mitteleuropa gelöst“, sagte Finanzchef Hans-Jürgen Thaus der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. „In Summe betrachtet hat sich der Rückgang verlangsamt.“ Die Talsohle sei erreicht und die Entwicklung positiv, wenn auch auf niedrigem Niveau. „Wir sind so aufgestellt, dass wir 2010 wieder schwarze Zahlen schreiben werden.“ „Das Schlimmste ist überstanden“, sagte Konzernchef Volker Kronseder. Zu schaffen macht dem Unternehmen momentan vor allem der Preiskampf. (dpa-AFX)

          Medizintechnikfirma Pulsion offen für Finanzinvestor

          Der Münchner Medizintechnikhersteller Pulsion zeigt sich offen für eine Übernahme durch Finanzinvestoren. „Das würde hier passen“, sagte Finanzvorstand Frank Posnanski in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview der Nachrichtenagentur Reuters. Der Anbieter von Patientenüberwachungssystemen für Intensivstationen könne sich mit Hilfe eines Private-Equity-Unternehmens finanziell Freiraum verschaffen und seinen Vertrieb vor allem in den Vereinigten Staaten schneller ausbauen sowie technische Neuentwicklungen zügiger auf den Markt bringen. Erste Interessenten gebe es bereits. „EQT war schon hier, die haben schon angeklopft“, sagte Posnanski, der früher für den Kabelnetzbetreiber KabelBW arbeitete, der der schwedischen EQT gehört.

          Nach einem Gewinneinbruch im vergangenen Jahr sieht sich Pulsion nun wieder auf dem Wachstumspfad. „2008 war ein Grottenjahr“, räumte Posnanski ein. Der Umsatz sei wegen Fehlern im Vertrieb bei 28 Millionen Euro stagniert, der operative Gewinn (Ebit) sackte auf 0,6 Millionen Euro von 4,1 Millionen im Jahr zuvor ab. Mittelfristig werde Pulsion wieder zu jährlichen Wachstumsraten von über zehn Prozent zurückkehren, stellte Posnanski in Aussicht. (Reuters)

          Heineken trotz Krise optimistisch

          Der niederländische Braukonzern Heineken blickt trotz eines schwierigen ersten Halbjahrs optimistisch aufs Gesamtjahr. Der Bierkonsum werde zwar auch in der zweiten Jahreshälfte auf vielen Märkten zurückgehen. Dank Kostensenkungen werde das organische Wachstum des Nettogewinns aber eine hohe einstellige Prozentzahl erreichen, teilte der drittgrößte Bierbrauer am Mittwoch mit. Heineken sieht sich auf gutem Weg, in diesem Jahr 120 Millionen Euro einzusparen.

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