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Medienschau : Tankan: Japans Unternehmen weniger pessimistisch

  • Aktualisiert am

RIM verfehlt Prognosen, Nokia erhält Milliarden-Auftrag aus China, Dai-ichi legt soliden Milliarden-IPO in Tokio hin, Lihir weist Milliarden-Übernahmegebot zurück, DIC Asset AG platziert Kapitalerhöhung, Ford will Schulden rasch begleichen, MAN will Sparkurs fortsetzen, Credit Suisse zahlt Managern Milliarden, AmEx schnappt Visa Partner weg, Deutschland: Einzelhandelsumsätze im Februar real gefallen, Chinas Einkaufsmanagerindizes legen im März weiter zu

          Unternehmen

          Blackberry-Hersteller RIM verfehlt Umsatz- und Absatzprognosen

          Research In Motion (RIM), Hersteller des Blackberry-Smartphones, hat am Mittwoch nach Börsenschluss in Nordamerika seine Zahlen zum vierten Quartal vorgelegt und dabei bei Umsatz und Absatz die Erwartungen des Marktes verfehlt. Außerdem erklärte der Konzern, die Gewinnmarge werde im laufenden Quartal sinken. Im nachbörslichen Handel verlor die Aktie rund ein Zehntel ihres Wertes. Die Zahlen im Einzelnen: Der Umsatz im Quartal, das am 27. Februar zu Ende ging, stieg zwar um 18 Prozent auf 4,08 Milliarden Dollar. Analysten waren jedoch von 4,31 Milliarden Dollar ausgegangen. Ausgeliefert wurden unterm Strich rund 10,5 Mill. Geräte, was unterhalb der Prognosen von Citigroup Inc. und Goldman Sachs Group Inc. lag. Der Gewinn stieg von 518,3 Mill. Dollar im Vorjahreszeitraum auf nun 710,1 Milliarden Dollar. „Investoren machen sich besonders um den Absatz in Nordamerika Sorgen“, sagte Analyst Nick Agostino von Mackie Research Capital Corp. in Toronto. „Der durchschnittliche Verkaufspreis ging im Quartal zurück. Das legt den Schluss nahe, sie haben mehr Geräte international verkauft und weniger in Nordamerika.“ (Bloomberg)

          Nokia erhält Milliarden-Auftrag aus China

          Der finnische Handyhersteller Nokia erhält einen Großauftrag von der chinesischen Telling Telecommunication Holding Co. In einer Absichtserklärung (MoU) sei vereinbart worden, dass Telling 2010 Handys im Wert von mindestens eine Milliarde Dollar bei Nokia kauft, teilte das chinesische Unternehmen mit. Die Vereinbarung sehe zudem vor, dass die beiden Unternehmen bei Produkten der dritten Mobilfunkgeneration (3G) sowie Geräten für ländliche Gebiete zusammenarbeiten könnten. (Dow Jones Newswires)

          Dai-ichi legt soliden Milliarden-IPO in Tokio hin

          Beim weltweit größten Börsengang seit zwei Jahren haben die Aktien des japanischen Lebensversicherers Dai-ichi Mutual Life zugelegt. Die Anteilsscheine kletterten bei ihrem Handelsdebüt am Donnerstag an der Tokioter Börse auf 155.900 Yen. Die Dividendenpapiere waren in der Mitte der Angebotsspanne zu 140.000 Yen (rund 1146 Euro) ausgegeben worden. Der zweitgrößte Lebensversicherer des Landes nahm bei seinem Sprung auf das Parkett umgerechnet 7,9 Milliarden Euro ein. Es ist der weltweit größte Börsengang seit zwei Jahren, als die amerikanische Kreditkartenfirma Visa ihr Debüt wagte. In Japan ist es der größte Börsengang seit dem IPO von NTT DoCoMo im Jahr 1998. Die Aktien des Versicherers waren dreifach überzeichnet. Unterstützung bei seinem IPO erhielt Dai-ichi von der derzeit guten Stimmung an der Tokioter Börse, die sich auf einem 18-Monats-Hoch befindet. Zudem wurden die Wertpapiere von Investmentfonds gekauft, die den Aktienindex Topix nachbilden. Die Aktie wird in diesen Börsenindex aufgenommen. Die langfristigen Aussichten für das Unternehmen bewerteten Experten dagegen skeptisch. Der Konzern sieht sich mit einer alternden Bevölkerung und sinkenden Einnahmen aus dem Lebensversicherungsgeschäft in Japan konfrontiert. Die Stimmung an den weltweiten Finanzmärkten hellt sich gegenwärtig wieder auf. Vor allem in Asien wagen sich große Unternehmen auf das Handelsparkett. In Südkorea steht sogar der größte Börsengang des Landes bevor. Der größte Lebensversicherer des Landes, Samsung Life Insurance, will dabei bis zu 3,3 Milliarden Euro einnehmen. Das Unternehmen will den Ausgabepreis am 27. April festlegen. Der Handelsstart ist für den 12. Mai vorgesehen. Es wäre der zweitgrößte IPO in Asien in diesem Jahr. Auch in Europa belebt sich der IPO-Markt allmählich. (Reuters)

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