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Medienschau : Südkorea will Devisenhandel beschränken

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Haushaltsdefizite und das Finanzsystem machen der BIZ Sorgen. Der neue Pharma-Prüfer hält den Großteil der Medikamente für überflüssig, Obama setzt BP unter Druck. Die Post plant angeblich einen radikalen Umbau der Briefsparte, RWE stellt die Investitionen in Frage.

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          Unternehmen

          Pharma-Prüfer: Großteil der Medikamente überflüssig

          Der neue oberste Pharmaprüfer Jürgen Windeler hält einen Großteil der auf dem deutschen Markt erhältlichen Medikamente für überflüssig. „Die Zahl von 50.000 Medikamentenvariationen könnte ohne Qualitätsverlust vielleicht auf ein Zehntel sinken, in jedem Fall auf unter 10.000“, sagte der künftige Leiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) dem Magazin „Focus“.

          „Nutzlose Behandlungen“ sollte man aus der Erstattungspflicht für die gesetzliche Krankenversicherung herausnehmen, sagte Windeler. Das verschaffe Raum für „wirkliche Fortschritte.“ Dem Bericht zufolge strebt der Pharmaprüfer eine Verringerung der Zahl der Medikamente über Einzelbewertungen und nicht mit generellen Maximalkosten pro Behandlung an. An konkreten Kosten orientierte Bewertungsmaßstäbe benachteiligten bestimmte Patientengruppen. (dpa-AFX)

          Obama nimmt BP in die Zange

          Amerikas Präsident Obama hat BP eine strenge Frist gesetzt: Zum Wochenbeginn soll ein überzeugender Plan zur Eindämmung des verheerenden Ölflusses ins Wasser des Golfes von Mexiko vorgelegt werden. Womöglich fließt derzeit viel mehr Öl in das Wasser, als BP annimmt. Der Ölmulti geht nach Aussagen der amerikanischen Küstenwache von weniger als 3.400 Tonnen Öl pro Tag aus. Neue offizielle Schätzungen gehen von bis zu 5.400 Tonnen aus. Obama zitierte wegen der Unzufriedenheit mit BP führende Vertreter des Konzerns ins Weiße Haus.

          Obama verlangte von BP auch, die anstehende Dividende an dessen Aktionäre wegen der Ölkatastrophe vorerst einzubehalten. Am Montag will der Konzern prüfen, ob die Milliarden-Zahlung für das zweite Quartal ausgesetzt wird, bestätigte ein BP-Sprecher. In einem Bericht der Zeitung „The Times“ hieß es, BP wolle seine Dividenden so lange zurückhalten, bis das volle Ausmaß des Schadens abzusehen sei. (dpa-AFX)

          Post plant radikalen Umbau der Briefsparte

          Die Deutsche Post bereitet nach einem Bericht der „Wirtschaftswoche“ das größte Sparprogramm in der Geschichte ihrer Briefsparte vor. Das Unternehmen wolle innerhalb eines Jahres eine Milliarde Euro einsparen. Das sei rund das Fünffache des bisher veranschlagten Betrags in Höhe von 180 Millionen Euro. Die Deutsche Post wollte den Bericht am Samstag nicht kommentieren. Im Briefbereich müsse die Post jede Möglichkeit der Kosteneinsparung prüfen, um am Markt zu bleiben.

          In dem Bericht heißt es, größere Einnahmen erhoffe sich Post-Vorstand Jürgen Gerdes durch den Verkauf der 350 Postfilialen, die der Konzern noch in Eigenregie betreibe. Zudem erwäge die Post, in ausgewählten Bezirken Pakete und Briefe gemeinsam zustellen zu lassen. Langfristig stehe auch das Netz der 82 Brief- und 33 Paketzentren auf dem Prüfstand. Auch bei der Zustellung könnte gespart werden. (dpa-AFX)

          RWE-Finanzchef stellt wegen Atomsteuer Investitionen in Frage

          RWE-Finanzchef Rolf Pohlig sieht im Fall der Einführung einer Brennelemente-Steuer deutliche Auswirkungen auf Finanzen und Investitionen seines Unternehmen. „Wenn die von der Bundesregierung geplante Brennelemente-Steuer käme, dann müssen wir geplante Investitionen massiv reduzieren oder Vermögenswerte und Beteiligungen veräußern, da wir anders die für die Märkte akzeptable Verschuldungsobergrenzen nicht halten können.“, sagte Pohlig der „Börsen-Zeitung“ (Samstagausgabe).

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