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Medienschau : Strauss-Kahn warnt vor zweiter Rezession

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Janukowitsch führt in Ukraine mit 37 Prozent

Der ukrainische Oppositionsführer Viktor Janukowitsch hat ersten Ergebnissen zufolge bei der Präsidentenwahl 37 Prozent der Stimmen erreicht. Ministerpräsidentin Julia Timoschenko habe 24 Prozent erhalten, teilte die Wahlkommission am Montag nach Auszählung der Hälfte der Stimmen mit. Der frühere Zentralbankchef Sergej Tigipko lag demnach auf dem dritten Rang mit 13 Prozent der Stimmen. Seine Anhänger könnten bei einer Stichwahl den Ausschlag geben. Nachwahlbefragungen hatten einen knapperen Abstand zwischen Janukowitsch und Timoschenko erwarten lassen. Die Stichwahl ist für den 7. Februar geplant. (Reuters)

Medien - Milliardär Pinera liegt bei Stichwahl in Chile vorn

In Chile zeichnet sich eine historische Zäsur ab: Bei der Stichwahl um das Präsidentenamt liegt der rechtskonservative Milliadär Sebastian Pinera ersten Prognosen zufolge leicht vorn. Sollte sich der Trend am Sonntagabend bestätigen und der 60-jährige Unternehmer die Wahl für sich entscheiden, wäre dies nicht nur eine herbe Niederlage für das seit 20 Jahren ununterbrochen regierende Mitte-Links-Bündnis der Concertacion. Es wäre vor allem das erste Mal seit dem Ende der Diktatur von Augusto Pinochet 1990, dass die Chilenen einen Politiker der Rechten wieder an die Macht lassen würden. Nach Angaben des Fernsehsenders Canal 13 kann der Harvard-Absolvent Pinera mit 52 Prozent der Stimmen rechnen, während der Regierungskandidat und Ex-Präsident Eduardo Frei auf 48 Prozent kommt. Mit seinen Nachwahlbefragungen lag der Sender bereits bei der ersten Abstimmungsrunde im Dezember sehr dicht am richtigen Ergebnis. Ein Radiosender prognostizierte für Pinera 51,3 Prozent der Stimmen. Die Auszählung der Stimmen lief auf vollen Touren. Mit ersten offiziellen Ergebnisse wurde gegen Mitternacht (MEZ) gerechnet. Die in der Bevölkerung äußerst beliebte Präsidentin Michelle Bachelet durfte gemäß Verfassung nicht unmittelbar für eine zweite Amtszeit antreten. (Reuters)

Chavez kündigt Enteignung von Supermarktkette an

Die sozialistische Regierung in Venezuela will die Supermarktkette Exito wegen Preiserhöhungen enteignen. Exito, mehrheitlich im Besitz des französischen Konzerns Casino, werde wegen „zahlreicher Verletzungen der Gesetze“ künftig der Republik gehören, kündigte Präsident Hugo Chávez am Sonntag an. Er habe eine Untersuchung angeordnet und warte nun, dass das neue Gesetz gegen Preisspekulation bald verabschiedet werde, um Exito enteignen zu können. Chávez hatte die Landeswährung Bolivár abgewertet und danach den Einzelhandel vor Preiserhöhungen gewarnt. „Plünderern des Volkes“ drohe die Enteignung ihrer Läden. Seit Abwertung der Währung am 8. Januar gilt in Venezuela ein System mit zwei Wechselkursen: Für Grundversorgungsmittel wurde der Wechselkurs auf 2,60 Bolívar je Dollar herabgestuft, für andere Güter auf 4,30 Bolivár. Präsident Chávez ließ bereits mehr als 600 Geschäfte wegen Preiserhöhungen vorübergehend schließen. Die Inhaber müssen zudem Geldstrafen zahlen. Wirtschaftsexperten warnen, dass durch die neuen Wechselkurse die Inflation in Venezuela weiter ansteigen wird. Im vergangenen Jahr lag die Teuerungsrate bereits bei 25 Prozent. Kritiker des Präsidenten werfen Chávez zudem vor, durch den Schritt vor den Wahlen im September die öffentlichen Ausgaben aufblähen zu wollen. Seit seinem Amtsantritt griff Chávez wiederholt in die Wirtschaft seines Landes ein und verstaatlichte unter anderem Banken und ausländische Industrieunternehmen. (AFP)

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