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Medienschau : Stimmung der deutschen Verbraucher wird schlechter

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Wacker Chemie sieht einen leichten Aufwärtstrend, aber Merck und Kontron verdienen deutlich weniger. Die ING spaltet sich auf und EZB-Ratsmitglied Noyer übt scharfe Kritik an der Geschäftspolitik einiger Banken.

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          Unternehmen

          Merck verdient deutlich weniger

          Der Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck hat im dritten Quartal deutlich weniger verdient. Mit seinen Zahlen traf Merck allerdings fast punktgenau die Schätzungen der Analysten. Der operative Gewinn sank im Zeitraum Juli bis September binnen Jahresfrist um 28,2 Prozent auf 222,2 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Montag in Darmstadt mitteilte. Analysten hatten im Schnitt 222 Millionen Euro erwartet. Merck kam im dritten Quartal auf Gesamterlöse von 1,944 Milliarden Euro, ein Plus von 2,7 Prozent.

          Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern nun mit einem Wachstum der Gesamterlöse von zwei Prozent bei einer bereinigten operativen Umsatzrendite von 17 Prozent.Bisher war ein Umsatzplus von bis zu fünf Prozent und eine bereinigte Umsatzrendite von 15 bis 20 Prozent in Aussicht gestellt worden. (Reuters)

          ING spaltet sich auf und plant massive Kapitalerhöhung

          Der niederländische Finanzkonzern ING hat am Montag überraschend seine Aufspaltung bekanntgegeben. ING werde in eine Bank- und eine Versicherungssparte aufgeteilt, erklärte das Institut. Zugleich kündigte ING an, mit einer Kapitalerhöhung über 7,5 Milliarden Euro die Hälfte seiner vom Staat erhaltenen Hilfen zurückzuzahlen. Die übrigen fünf Milliarden an Staatshilfen sollten „relativ schnell“ zurückgezahlt werden. Eine Vereinbarung mit der Regierung dazu gebe es aber noch nicht. Die niederländische Regierung hatte dem in Schieflage geratenen Konzern im Oktober 2008 mit zehn Milliarden Euro unter die Arme gegriffen.

          Analysten hatten mit einer Aufspaltung von ING gerechnet - allerdings erst in einigen Jahren. Der Konzern hat bereits das Management für das Banken- und Versicherungsgeschäft voneinander getrennte. Aufspaltungspläne dementierte ING bislang aber immer.

          Im dritten Quartal stieg der Gewinn vor Sonderposten von 229 Millionen Euro im zweiten Quartal auf 750 Millionen Euro gestiegen, teilte das Unternehmen am Montag mit. Im dritten Quartal 2008 hatte der Konzern noch einen Verlust vor Sonderposten von 568 Millionen Euro erlitten. Inklusive aller Sonderposten wie Belastungen aus der Finanzkrise und Erlösen aus Verkäufen von Sparten verdiente ING im dritten Quartal rund eine halbe Milliarden Euro. (Reuters, dpa)

          Kontron verzeichnet Rückgang von Umsatz und Ergebnis

          Kontron hat im dritten Quartal 2009 bei Umsatz und Ergebnis einen Rückgang verzeichnet. Der Umsatz ging auf 116 Millionen Euro von 123,8 Millionen Euro im Vorjahresquartal zurück, wie der TecDax-Konzern mit Sitz in Eching bei München am Montagmorgen mitteilte. Damit erreichte der Hersteller eingebetteter Rechnersysteme dennoch seinen bislang höchsten Umsatz im laufenden Geschäftsjahr, nach 111 Millionen Euro im zweiten Quartal und 106,6 Millionen Euro Umsatz im Auftaktquartal 2009.

          Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) der Kontron AG ist im dritten Quartal erwartungsgemäß deutlich von einem Sondereffekt belastet worden. Der Konzern musste wegen einer verlorenen zollrechtlichen Klage 3 Millionen Euro nachzahlen, sein Ebit schrumpfte auf 4,8 Millionen Euro nach 12,6 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Der Periodenüberschuss lag bei 3,1 Millionen Euro.

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