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Medienschau : Steigende Überkapazitäten in Chinas Autoindustrie

  • Aktualisiert am

Bild: FAZ Helfert

K+S stellt eine höhere Dividende in Aussicht, Bayer erhält die Zulassung für sein Augenmedikament in den Vereinigten Staaten, die Post-Billigtochter First Mail steht vor dem Aus. Moody’s sieht den stabilen Ausblick von Frankreichs Rating unter Druck, nicht aber dieses selbst. EU-Kommissionspräsident Barroso will drei Varianten für Euro-Bonds vorstellen, Japans Exporte fallen überraschend stark und die Renditen von Lebensversicherungen werden dies wohl auch tun.

          Unternehmensnachrichten

          Auto-Experte warnt vor Überkapazitäten in China

          Durch das langsamere Wachstum auf dem chinesischen Automarkt drohen Überkapazitäten und ein schärferer Wettbewerb. „Alle erweitern in China, eröffnen neue Werke, weiten ihre Modellangebote aus“, sagte der Direktor des Centers Automotive Research (CAR), Ferdinand Dudenhöffer, zum Auftakt der internationalen Automesse am Montag im südchinesischen Kanton (Guangzhou) der Nachrichtenagentur dpa. „Die Überkapazitäten wachsen in China deutlich.“ Das Geschäft auf dem größten Neuwagenmarkt der Welt werde im nächsten Jahr riskanter, warnte der Professor.

          Volkswagen, General Motors, Ford, Nissan-Renault, Hyundai-Kia, Toyota sowie die chinesischen Hersteller seien eifrig dabei, neue Werke und Modelle zu bauen. Besonders bei den kleinen kommerziellen Fahrzeugen gebe es heute schon „verdeckte Überkapazitäten“. Ein weiteres Beispiel sei der chinesischen Hersteller BYD (Build Your Dreams), der mit Mercedes bei der Entwicklung von Elektroautos kooperiert. „Das Unternehmen ist als Adler gestartet und ist derzeit als Hühnchen im Sinkflug.“ Dudenhöffer nannte BYD „einen der größten Flops in China“. Es zeige, dass Fabrikkapazitäten nicht ausreichten, um erfolgreich zu sein.

          Die Gefahr durch überschüssige Kapazitäten gelte auch für den Premiumbereich, der bisher noch starke Zuwächse verbuchen konnte. „Audi, BMW, Mercedes werden den Gegenwind im nächsten Jahr auch zu spüren bekommen“, sagte Dudenhöffer. „Die Konjunktur verdirbt die Preise, die Wettbewerber kommen mit Kaufanreizen. Die Gewinne in China werden in 2012 sinken.“ (dpa)

          K+S stellt höhere Dividende in Aussicht

          Der Düngemittel- und Salzhersteller K+S stellt seinen Aktionären mehr Dividende in Aussicht. „Wenn wir in diesem Jahr einen höheren Gewinn ausweisen als im Vorjahr, wovon wir derzeit ausgehen, sollte das eine gute Grundlage sein für die Gespräche zwischen Vorstand und Aufsichtsrat über eine höhere Dividende“, sagte Vorstandschef Norbert Steiner der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Der Konzern schütte zwischen 40 und 50 Prozent des bereinigten Konzerngewinns an seine Anteilseigner aus. In der neuen Wintersaison hat K+S bereits gute Geschäfte gemacht. Die Städte hätten mehr Streusalz gekauft als im vorigen Jahr. Damals war vielerorts das Salz knapp geworden. (dpa-AFX)

          Renditen von Lebensversicherungen werden weiter sinken

          Die Renditen auf Kapitalanlagen der Lebensversicherer werden einer Studie zufolge weiter sinken. In Berechnungen für die „Wirtschaftswoche“ errechnete der Wiener Finanzwissenschaftler Jörg Finsinger eine künftige Rendite von 3,7 Prozent auf Kapitalanlagen. Dies wäre ein weiterer Rückgang, nachdem die Lebensversicherer im vergangenen Jahr noch einen Nettozins auf Kapitalanlagen von 4,3 Prozent erzielt hatten, wie die „Wirtschaftswoche“ schreibt. Im Durchschnitt sicherten sie den Kunden demnach 3,3 Prozent Garantierendite auf Beiträge abzüglich Kosten zu. Verbraucherschützer empfehlen Kleinanlegern, das eigene Vermögen nicht in eine Anlageform zu stecken und möglichst breit zu streuen. (dpa-AFX)

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