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Medienschau : Societe Generale von Abschreibungen deutlich belastet

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Der Baustoffkonzern Heidelbergcement hat mit zwei Anleihen 1,4 Milliarden Euro eingesammelt. Mit dem Emissionserlös will der Zementhersteller seine Schulden bei Banken begleichen. Für die bis 2015 laufenden Tranche seien 650 Millionen Euro gezahlt worden, teilte Heidelbergcement am Dienstagabend mit. Mit der zweiten Anleihe mit 10 Jahren Laufzeit seien noch einmal mehr als 750 Millionen Euro eingesammelt worden. Damit wurden die Erwartungen des Unternehmens weit übertroffen. HeidelbergCement hatte nur mit einem Erlös von jeweils einer halben Milliarde Euro gerechnet.

Die Anleihen werden mit 6,5 Prozent für fünf Jahre und 7,5 Prozent für zehn Jahre verzinst. Die Schuldverschreibungen haben jeweils einen Nennbetrag von 1.000 Euro. Die Ausgabekurse lägen bei 98,8561 und 98,2192 Prozent, damit ergäben sich Renditen von 6,75 beziehungsweise 7,75 Prozent ergeben.

Bereits im vergangenen Oktober hatten die Heidelberger drei Anleihen mit Laufzeiten zwischen fünf und zehn Jahren und einem Gesamtemissionsvolumen von 2,5 Milliarden Euro platziert. Heidelbergcement will die Bankverbindlichkeiten bis Ende 2011 auf fünf Milliarden Euro reduzieren. Die Nettoverschuldung lag nach Angaben des Unternehmens von Mitte November bei 8,6 Milliarden Euro. Der Schuldenberg stammt überwiegend aus dem 14 Milliarden Euro teuren Kauf des britischen Wettbewerbers Hanson vor zwei Jahren. (dpa-AFX)

Permira steigt vollständig aus Freenet aus

Die vom Finanzinvestor Permira kontrollierte Telco Holding trennt sich von ihrem verbliebenen Anteil am Mobilfunkanbieter Freenet. Die 12,9 Millionen Aktien entsprechend einem Anteil von 10,1 Prozent würden von Goldman Sachs und UBS platziert, teilte Permira am Dienstag in Frankfurt mit. Die Papiere würden in einem beschleunigten Bookbuildingverfahren angeboten. Der Verkaufspreis, dessen Ermittlung bereits angelaufen sei, werde nach Abschluss des Verfahrens bekanntgeben. Permira selbst bezifferte den Wert der zu veräußernden Anteile in der Mitteilung auf etwa 119 Millionen Euro. (dpa-AFX)

Amerikanischer Richter friert Reserven der argentinischen Zentralbank ein

Ein amerikanischer Richter hat wegen einer Klage von Anleihegläubigern Reserven der argentinischen Zentralbank in Höhe von 1,7 Millionen Dollar eingefroren. Nach Angaben von Argentiniens Wirtschaftsminister Amado Boudou wurde die Klage von Gläubigern eingereicht, die 2005 eine Neuverhandlung der Schulden des südamerikanischen Landes abgelehnt hatten. Insgesamt könnten sogar bis zu 15 Millionen Dollar des argentinischen Auslandsvermögens in den Vereinigten Staaten betroffen sein, sagte Boudou am Dienstag (Ortszeit) zu Journalisten. Die Zentralbank will das Urteil anfechten.

Obwohl der Betrag klein ist, reagierten Investoren besorgt auf den Richterentscheid. Die Zweifel dürften damit wachsen, ob Argentinien in den nächsten Monaten wie geplant an die Kapitalmärkte zurückkehren kann, von denen es jahrelang ausgeschlossen war. Zudem befindet sich Argentinien wegen eines Streits über die Absetzung des Zentralbankpräsidenten derzeit in einer Staatskrise. (Dow Jones)

Ferrero bietet nicht mit Hershey für Cadbury

Der italienische Schokoladenhersteller Ferrero hat sich offenbar gegen ein Gebot für den britischen Süßwarenhersteller Cadbury entschieden. Wie eine mit der Angelegenheit vertraute Person sagte, hat sich die Ferrero SpA aus den Gesprächen mit dem amerikanischen Schokoladenkonzern Hershey über ein gemeinsames Gebot für Cadbury zurückgezogen. Eine solche Offerte hätte nicht in die Strategie des italienischen Familienkonzerns gepasst, so die Begründung. Ferrero war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. (Dow Jones)

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