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Medienschau : SocGen bittet Börsenaufsicht um Hilfe

  • Aktualisiert am

Salzgitter erhöht Jahresprognose, K+S bestätigt Jahresprognose, Lanxess mit Rekordquartal, Bilfinger Berger mit Gewinnzuwachs, Stada ist zuversichtlich, Celesio mit Verlust, Zurich profitiert von Sondererträgen, Solarworld mit Gewinn, Phoenix Solar - Verlust ausgeweitet, Cisco spart mehr Gewinn herbei, News Corp mit Gewinnplus, Preisdruck im deutschen Großhandel lässt im Juli auf sehr hohem Niveau nach, Südkoreas Zentralbank lässt Geldpolitik unverändert, Japans Maschinenbauaufträge steigen

          Unternehmensnachrichten

          SocGen bittet Börsenaufsicht um Prüfung der Marktgerüchte

          Die französische Großbank Societe Generale bittet die Börsenaufsicht AMF um Hilfe bei der Klärung von Marktgerüchten. Spekulationen über finanzielle Schwierigkeiten und eine mögliche Verstaatlichung hatten am Mittwoch zu Kurseinbrüchen geführt: Die SocGen-Aktie schloss mit einem Minus von 14,7 Prozent. Nun solle Frankreichs Börsenaufsicht den Gerüchten auf den Grund gehen, erklärte das Institut. Das Engagement in Staatsanleihen der Peripherie-Staaten der Euro-Zone sei gering, teilte die Bank weiter mit. Zudem betonte die Societe Generale erneut, man sei in der Lage, solide Unternehmensergebnisse zu erzielen. Die Monate Juli und August seien stark gewesen. (Reuters)

          K+S bestätigt nach gutem zweiten Quartal Jahresprognosen

          Der Düngemittel- und Salzanbieter K+S hat nach einem guten Geschäftsverlauf im zweiten Quartal seine Jahresprognosen bestätigt und zugleich präzisiert. Erwartet wird für 2011 weiterhin ein deutlich steigender Umsatz und eine kräftige Verbesserung des operativen Ergebnisses. Dank des anhaltend starken Düngemittelgeschäfts hat der Konzern aus Kassel im zweiten Quartal Umsatz und Ergebnis deutlich gesteigert. Getrieben von Preis- und Mengeneffekten legte der Umsatz im Quartal um 10,7 Prozent auf 1,050 Milliarden Euro zu und lag damit unter den Schätzungen von 1,115 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis Ebit I kletterte um 38,2 Prozent auf 192 Millionen Euro und traf damit die Schätzungen exakt. Das bereinigte Ergebnis nach Steuern ging erwartungsgemäß wegen einer notwendigen Wertberichtigung für das mittlerweile verkaufte Düngergeschäft Compo von 104 Millionen Millionen Euro zurück. Es fiel um 70 Prozent auf 29,2 Millionen Euro. Vorstandsvorsitzender Norbert Steiner zeigte sich trotz der Abschwächung der Preise für Agrarprodukte optimistisch für den weiteren Jahresverlauf. Nach der Normalisierung der Düngemittelnachfrage im Vorjahr sei 2011 mit einer weiter steigenden Nachfrage zu rechnen, erklärte er. Die Preise für Agrarprodukte lägen nach wie vor auf einem Niveau, so dass sie für Landwirte Anreiz böten, durch höheren Düngemitteleinsatz den Ertrag je Hektar zu steigern, sagte der Manager. Er präzisierte am Donnerstag auch die Jahresprognosen. Der Umsatz des Dax-Konzerns soll 2011 deutlich auf 5,00 Milliarden bis 5,30 Milliarden Euro steigen gegenüber 4,63 Milliarden Euro im Vorjahr. Das operative Ergebnis Ebit I wird in einer Bandbreite von 0,95 Milliarden bis 1,05 Milliarden Euro gesehen, nach 714,5 Millionen Euro in 2010. (Dow Jones Newswires)

          Salzgitter erhöht nach Gewinnzuwachs Jahresprognose

          Der zweitgrößte deutsche Stahlhersteller Salzgitter hat trotz der Marktturbulenzen seine Gewinnprognose angehoben. Nach einer kräftigen Erholung in der ersten Jahreshälfte erwarten die Niedersachsen nun im Gesamtjahr einen Vorsteuergewinn von rund 200 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Salzgitter mitteilte. Zuvor hatte der Konzern 150 Millionen Euro in Aussicht gestellt. In den ersten sechs Monaten erwirtschaftete Salzgitter einen Vorsteuergewinn von 130 Millionen Euro, vor einem Jahr stand an dieser Stelle noch ein Verlust von 5,1 Millionen Euro. Der Umsatz legte um 18 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro zu. Unter dem Strich blieben 93,7 Millionen Euro übrig, nach einem Verlust von 3,5 Millionen Euro in der ersten Hälfte 2010. Die Beteiligung am Kupferhersteller Aurubis steuerte 46,5 Millionen Euro zum Vorsteuergewinn bei. (dpa-AFX)

          Lanxess hebt nach Rekordquartal Jahresprognose an

          Der Spezialchemiekonzern Lanxess hat nach einem deutlich über den Erwartungen ausgefallenen Geschäftsverlauf im zweiten Quartal seine Ergebnisprognose für das Gesamtjahr angehoben. Erwartet werde nun eine Steigerung des Ebitda vor Sondereinflüssen um rund 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert von 918 Millionen Euro, kündigte der MDax-Konzern am Donnerstag an. Bislang war eine Zunahme um 10 Prozent bis 15 Prozent in Aussicht gestellt worden. Dank unvermindert florierender Geschäfte mit Synthesekautschuken und High-Tech-Kunststoffen legte der Umsatz im zweiten Quartal um 23 Prozent auf 2,243 Milliarden Euro zu und übertraf damit deutlich die Konsensschätzung, die auf 2,128 Milliarden Euro gelautet hatte. Die gestiegenen Rohstoffkosten seien in allen Segmenten vollständig an den Markt weitergegenen worden, hieß es. Überproportional um 26 Prozent legte im gleichen Zeitraum das Ebit vor Sondereinflüssen zu. Es stieg auf 339 Millionen Euro, geschätzt worden waren hier 318 Millionen Euro. Nach Steuern verdiente der Konzern mit 181 Millionen Euro im Quartal 38 Prozent mehr als in der Vergleichsperiode des Vorjahres, geschätzt worden waren 160 Millionen Euro. Eine Konjunkturabschwächung ist bei Lanxess derzeit nicht zu erkennen. „Die Nachfrage nach unseren Produkten ist weiterhin stark und unsere Produktionsanlagen sind sehr gut ausgelastet“, erklärte Vorstandsvorsitzender Axel C. Heitmann. Das Unternehmen rechnet allerdings in der zweiten Jahreshälfte mit weiteren Preissteigerungen für Rohstoffe und Energie. Zum Ausgleich werde das Unternehmen daher an seiner Preis-vor-Menge-Strategie weiter festhalten, erklärte Heitmann. (Dow Jones Newswires)

          Bilfinger Berger mit Gewinnzuwachs im Halbjahr - Konkreterer Ausblick

          Der Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger Berger hat im ersten Halbjahr deutlich mehr verdient als noch vor einem Jahr. Das operative Ergebnis (Ebit) sei um 16 Prozent auf 153 Millionen Euro gestiegen, teilte der MDax-Konzern am Donnerstag in Mannheim mit. Damit übertraf Bilfinger Berger leicht die Schätzungen der Analysten. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 264 Millionen Euro nach 118 Millionen Euro im Vorjahr. Experten hatten mit etwas weniger gerechnet. Die Leistung kletterte in den ersten sechs Monaten um sieben Prozent auf 4,028 Milliarden Euro. Zum Zuwachs hätten alle Geschäftsbereiche beigetragen, hieß es. Für das Gesamtjahr zeigte sich Bilfinger Berger weiterhin optimistisch und konkretisierte seine Prognosen. Demnach erwartet das Unternehmen für 2011 ein Ebit von 350 Millionen Euro und eine Leistung in Höhe von 8,2 Milliarden Euro. (dpa-AFX)

          Solarworld mit Gewinn - starkes amerikanisches Geschäft

          Das Photovoltaik-Unternehmen Solarworld hat im Gegensatz zu vielen Branchenvertretern dank eines starken amerikanische Geschäfts im ersten Halbjahr Gewinn gemacht. So konnte die Gesellschaft einen steigenden Preisdruck ausgleichen. An das starke Vorjahr reichte Solarworld jedoch erwartungsgemäß nicht heran. Der Umsatz ging in den ersten sechs Monaten von 608,4 auf 535,0 Millionen Euro zurück, wie das im TecDax notierte Unternehmen am Donnerstag in Bonn mitteilte. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag bei 68,1 Millionen Euro, nach 83,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich erzielte Solarworld einen Gewinn von 22,37 Millionen Euro Gewinn, im Vorjahreszeitraum waren es noch 34,77 Millionen Euro. Die Erwartungen der Analysten übertraf das Unternehmen beim Ebit, unter dem Strich hatten die Experten mehr erwartet. Zum Ausblick hieß es, aus heutiger Sicht werde Solarworld seine Erwartungen für das laufende Jahr erfüllen, erwartet dafür aber einen Anstieg der Nachfrage im zweiten Halbjahr. Eine Gefahr sei auch ein weiterer Preisverfall. Vorstandschef Frank Asbeck hatte bisher Umsatzsteigerungen in Aussicht gestellt, dies aber nicht näher konkretisiert. Eine Gewinnprognose gab er angesichts der unsicheren Preisentwicklung bisher nicht. (dpa-AFX)

          Jungheinrich erhöht aufgrund hoher Nachfrage Prognose für 2011

          Die Jungheinrich AG hat aufgrund der anhaltend hohen Gabelstaplernachfrage ihre Prognose für das laufende Jahr erhöht. So erwartet das Unternehmen 2011 eine Steigerung des weltweiten Marktvolumens um mehr als 20 Prozent auf über 960.000 Fahrzeuge, wie Jungheinrich am Donnerstag mitteilte. Bislang hatte der Konzern mit Sitz in Hamburg einen Anstieg von mehr als 10 Prozent erwartet. Der Auftragseingang soll auf mehr als 2,1 (bisherige Prognose: über 2) Milliarden Euro steigen, der Konzernumsatz auf deutlich über 2,0 (bisher: über 1,95) Milliarden Euro. Das operative Ergebnis wird bei mehr als 130 (bisher: über 120) Millionen Euro liegen. Im zweiten Quartal setzte Jungheinrich sein Wachstum fort. Der Umsatz erhöhte sich um 15 Prozent auf 515 Millionen Euro. Nahezu alle Geschäftsfelder trugen dazu, vor allem das Neugeschäft entwickelte sich stark. Das Ebit stieg auf 37,6 (25,7) Millionen Euro. Nach Steuern verdiente Jungheinrich 27,1 (16,5) Millionen Euro. (Dow Jones Newswires)

          Jenoptik mit Gewinnerholung - Nachfrage bleibt gut

          Der Technologiekonzern Jenoptik hat im ersten Halbjahr vor allem dank starker Nachfrage aus der Halbleiter- und der Automobilindustrie kräftig verdient. Der operative Gewinn (Ebit) sei von 8,9 Millionen Euro im Vorjahr auf 24,0 Millionen Euro, gestiegen, teilte die im TecDax notierte Gesellschaft am Donnerstag in Jena mit. Unter dem Strich betrug der Gewinn 14,5 Millionen Euro, nach nur 2,0 Millionen Euro im Vorjahr. Der Umsatz kletterte in den ersten sechs Monaten auf 256 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte der Technologiekonzern 221 Millionen Euro umgesetzt. Der Auftragseingang wuchs um knapp 30 Prozent auf 346 Millionen Euro. Den Ausblick für das Gesamtjahr bestätigte Jenoptik. Demnach peilt das Unternehmen für 2011 ein Ebit von 40 Millionen Euro an. Der Umsatz soll mindestens 510 Millionen Euro betragen. (dpa-AFX)

          Stada nach Gewinnplus weiter zuversichtlich - Umsatz in Deutschland rückläufig

          Der Arzneimittelhersteller Stada hat im ersten Halbjahr vor allem dank guter Geschäfte außerhalb des deutschen Heimatmarktes mehr verdient als im Vorjahr. In Deutschland wies das Unternehmen vor allem wegen des anhaltenden Preis- und Margendrucks in seinem Kerngeschäft mit Nachahmermedikamenten (Generika) erneut einen rückläufigen Umsatz aus. Angetrieben vom internationalen Geschäft stieg der Umsatz in den ersten sechs Monaten um sieben Prozent auf 829,7 Millionen Euro. Das operative Ergebnis verbesserte sich um neun Prozent auf 107,6 Millionen Euro, wie der Sandoz und Ratiopharm-Konkurrent am Donnerstag in Bad Vilbel mitteilte. Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) hatte Stada 153,5 Millionen Euro in den Büchern stehen - ein Plus von sieben Prozent. Damit übertraf das im MDax notierte Unternehmen die Erwartungen des Marktes. Unter dem Strich wiesen die Bad Vilbeler einen Gewinn von 56,1 Millionen Euro aus. Ein Plus von 12 Prozent. Konzernchef Hartmut Retzlaff zeigte sich weiter zuversichtlich und bestätigte die Erwartungen für 2011, 2012 sowie die Langfristziele für 2014. (dpa-AFX)

          Celesio mit Verlust

          Die Celesio AG ist im zweiten Quartal aufgrund hoher Abschreibungen in die roten Zahlen gerutscht. Der Nettoverlust betrug 86,9 Millionen Euro, nach einem Gewinn von 50,3 Millionen Euro im Vorjahr, wie der Stuttgarter Gesundheitsdienstleister am Donnerstag mitteilte. Bereinigt sank das Nettogewinn auf 39,7 Millionen Euro. Ende Juli hatte der Konzern Abschreibungen auf Großhandelsgeschäfte in Dänemark und Portugal sowie auf den Dienstleister Pharmexx von insgesamt 116,3 Millionen Euro angekündigt, die das Ergebnis nun belasten. Der Konzern kämpft zudem mit einem schwächeren Marktumfeld und Belastungen aus staatlichen Sparmaßnahmen im öffentlichen Gesundheitssektor, die sich durch die Schuldenkrise in verschiedenen europäischen Staaten noch verschärft haben. Das Ebitda sank in folge dessen um 16,3 Prozent auf 130,2 Millionen Euro. Für das erste Halbjahr verzeichnete Celesio die Belastung aus den staatlichen Maßnahmen auf rund 64 Millionen Euro. Der Umsatz ging auf 5,763 (5,84) Milliarden Euro zurück. Die Zahlen lagen unter den Erwartungen der Analysten. Schon Mitte Juni hatte Celesio mit einer Gewinnwarnung die Aktienmärkte schockiert, da die Kürzungen der Gesundheitsetats größere Ausmaße annahmen als erwartet. Mit lediglich rund 600 Millionen Euro Ebitda rechnet das Unternehmen noch für 2011. Die Belastungen aus den staatlichen Sparmaßnahmen auf das Ebitda prognostiziert Celesio für dieses Jahr weiterhin auf 120 Millionen Euro. Im wichtigen britischen Geschäft Lloydspharmacy wurde unterdessen die Neuausrichtung gestartet. Produktsortimente sollen bereinigt, eine Preisoffensive gestartet, die Öffnungszeiten verlängert und eine neue Internetseite für den Versandhandel erstellt werden. Die Investitionen werden das Ergebnis mit rund 20 Millionen Euro im Jahr 2011 belasten. (Dow Jones Newswires)

          Deutsche EuroShop bekräftigt Jahresprognose

          Der Einkaufszentren-Investor Deutsche EuroShop hat im ersten Halbjahr weiter gute Geschäfte gemacht. Das Konzernergebnis stieg auf 32,3 (Vorjahr: 26) Millionen Euro, wie das Unternehmen mit Sitz in Hamburg am Donnerstag mitteilte. Das Ebit erhöhte sich auf 78,4 (60,8) Millionen Euro. Die Umsätze legten um 29 Prozent auf 91,1 Millionen Euro zu. Die Deutsche Euroshop will weiter expandieren und prüft derzeit verschiedene Investitionsmöglichkeiten im In- und Ausland. „Bei einem deutschen Shoppingcenter sind wir in einem fortgeschrittenen Stadium des Bieterprozesses. Das Objekt wäre eine attraktive Ergänzung unseres Portfolios“, erklärte Claus-Matthias Böge, Sprecher des Vorstands. Die Prognose für das laufende Jahr bekräftigte das Unternehmen. Der Umsatz soll bei 184 Millionen bis 188 Millionen Euro liegen, das Ebit bei 157 Millionen bis 161 Millionen Euro. Zudem zeigte sich die Deutsche Euroshop weiter zuversichtlich, für 2011 eine stabile Dividende von 1,10 Euro je Aktie ausschütten zu können. (Dow Jones Newswires)

          Gesco startet schwungvoll ins Jahr 2011/12 - Prognose bestätigt

          Der Mittelstands-Investor Gesco hat im ersten Quartal 2011/12 ein lebhaftes Geschäft verzeichnet. Der Konzernumsatz legte um knapp 30 Prozent auf 99,7 Millionen Euro zu, wie das im SDax notierte Unternehmen mit Sitz in Wuppertal am Donnerstag mitteilte. Das Ergebnis profitierte von der Senkung der Fixkosten und stieg daher überproportional. Das Ebit wurde auf 9,4 (Vorjahr: 4,6) Millionen Euro verdoppelt, das Nettoergebnis erreichte 5,4 (2,4) Millionen Euro. Die Prognose bestätigte das Unternehmen: Sie sieht einen Konzernumsatz von 390 Millionen Euro und ein Nettoergebnis von 19 Millionen Euro vor. Gegenwärtig sei dabei nicht abzusehen, welche Folgen die Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten für die Realwirtschaft haben. In der Gesco-Gruppe gebe es derzeit jedoch keine konkreten Anzeichen für einen konjunkturellen Einbruch. (Dow Jones Newswires)

          CeWe Color grenzt Verluste ein und bestätigt Prognose

          Die Fotolaborgruppe CeWe Color hat im ersten Halbjahr von einer stärkeren Nachfrage nach Fotobüchern, Foto-Grußkarten und Wanddekorationsprodukten profitiert. Nach Angaben vom Donnerstag grenzte das SDax-Unternehmen den Nettoverlust auf 6,4 (Vorjahr: 10,6) Millionen Euro ein. Der operative Verlust verringerte sich auf 4,5 (5,9) Millionen Euro, während der Umsatz um 3,3 Prozent auf 186 (180) Millionen Euro stieg. Für den weiteren Jahresverlauf gibt sich das Oldenburger Unternehmen optimistisch und bekräftigt den Ausblick. „Aufgrund der zunehmenden Saisonalität erreichen wir die Gewinnzone im dritten Quartal und werden bis zu 90 Prozent des Jahresgewinns im vierten Quartal erwirtschaften“, sagte der Vorstandsvorsitzende Rolf Hollander. Für 2011 erwartet CeWe ein Umsatzwachstum um bis zu 3 Prozent auf 447 bis 460 Millionen Euro. Das Ebit soll sich auf 28 Millionen bis 31 Millionen Euro belaufen, das entspricht einem Plus von bis zu 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Beim Jahresüberschuss peilen die Oldenburger einen Anstieg von bis zu 39 Prozent auf 16 Millionen bis 19 Millionen Euro an. Zum Umsatz- und Ertragswachstum sollen vor allem der Bereich Fotobuch und die weiteren digitalen Produkte des Unternehmens beitragen. (Dow Jones Newswires)

          InBev verfehlt trotz Gewinnsteigerung im die Erwartungen

          Der Brauereikonzern Anheuser-Busch InBev hat im zweiten Quartal zwar von Kostensenkungen in den Vereinigten Staaten und Preiserhöhungen auf dem brasilianischen Markt profitiert. Gewinn und Umsatz verfehlten jedoch die Erwartungen der Analysten, zudem hat das Unternehmen mit Absatzrückgängen auf den wichtigen Märkten zu kämpfen. Das Nettoergebnis kletterte um 26 Prozent auf 1,45 (Vorjahr: 1,15) Milliarden Dollar, wie der belgisch-brasilianisch-amerikanische Konzern am Donnerstag mitteilte. Für das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ging es um 11,7 Prozent auf 3,75 Milliarden Dollar nach oben. Der Umsatz legte um 3,7 Prozent auf 9,95 Milliarden Dollar zu. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten jedoch mit Erlösen von 10 Milliarden Dollar und einem Gewinn von 1,5 Milliarden Dollar gerechnet. Auf dem größten Markt Vereinigten Staaten machten dem Konzern das schlechte Wetter und höhere Energiepreise zu schaffen. Der Absatz in Nordamerika sank um 1,9 Prozent. In Brasilien, üblicherweise der Wachstumstreiber für Anheuser-Busch InBev, gingen die Absätze um 2,6 Prozent zurück. (Dow Jones Newswires)

          Zurich profitiert von Sondererträgen

          Der Versicherer Zurich Financial Services hat in den ersten sechs Monaten dank eines guten Geschäfts im Bereich General Insurance und eines Buchgewinns mehr verdient als erwartet. Der Business Operating Profit (BOP) erreichte nach Angaben der Schweizer vom Donnerstagmorgen 2,1 (2,29) Milliarden Dollar. Der Reingewinn nach Steuern lag bei 1,965 (1,642) Milliarden Dollar. Mit dem Ergebnis übertraf Zurich die Prognosen der Analysten. CEO Martin Senn erklärte: „Wir haben erneut eine solide Leistung erbracht, die den Erfolg unserer Strategie deutlich unterstreicht. Wir halten an unserer Preis- und Portfoliodisziplin fest. Dies ist sowohl bei General Insurance als auch bei Global Life sichtbar und spiegelt sich in der von Farmers erwirtschafteten soliden Marge.“ Im Dreimonatszeitraum wies das Züricher Unternehmen ein Nettoergebnis von 1,328 (0,707) Milliarden Dollar und ein BOP von 1,283 (1,027) Milliarden Dollar aus. Der den Aktionären zurechenbare Gewinn im zweiten Quartal wurde durch realisierte Gewinne im Umfang von 441 Millionen Dollar (vor Steuern) aus dem bereits mitgeteilten Verkauf von Anteilen an New China Life Insurance begünstigt. Im Bereich General Insurance erhöhten sich in dem Sechsmonatszeitraum die Bruttoprämien und Policegebühren auf 18,88 (17,94) Milliarden Dollar. Der BOP der Sparte ermäßigte sich um 20 Prozent auf 1,12 Milliarden Dollar. Den Rückgang führte der Konzern in erster Linie auf die unübliche Häufung und Schwere von Schadensereignissen in den ersten drei Monaten des Jahres zurück. In dieser Periode verursachten die Erdbeben in Japan und Neuseeland sowie die Unwetterereignisse in Australien einen Gesamtschaden von mehr als 500 Millionen Dollar. Im zweiten Quartal hätten erhebliche wetterbedingte Ereignisse in den Vereinigten Staaten , darunter mehrere Tornados und Hagelstürme, einen Gesamtschaden von 200 Millionen Dollar verursacht, erklärte der Versicherer. Zur Expansionstrategie erklärte der Versicherer, man werde die Vereinbarung mit der Deutschen Bank die bereits existierenden Distributionsverträge für Lebens- und Schadenversicherungsprodukte in Deutschland bis zum 31. Dezember 2022 verlängern. (Dow Jones Newswires)

          Phoenix Solar wegen schwacher Nachfrage Verlust ausgeweitet

          Das Photovoltaik-Unternehmen Phoenix Solar hat wegen einer schwachen Nachfrage und Lagerbestandsabwertungen seinen Verlust ausgeweitet. Der Umsatz brach in den ersten sechs Monaten im Vergleich zu einem starken Vorjahresquartal um 61 Prozent auf 140,8 Millionen Euro ein, teilte das TecDax -Unternehmen aus Sulzemoos (Bayern) am Mittwoch mit. Phoenix Solar ist Großhändler und baut als Projektgesellschaft große Solarparks. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag mit 26,3 Millionen Euro im Minus (Vorjahr: plus 26,96 Millionen Euro). Unter dem Strich stand ein Verlust von 21,1 Millionen Euro, nach zuvor plus 18,74 Millionen Euro. Mit seinem Ergebnis lag Phoenix Solar etwas unter den Erwartungen der Analysten. Für das Gesamtjahr erwartet Phoenix einen leicht rückläufigen Umsatz. Aufgrund von Unsicherheiten am Markt will das Unternehmen bisher noch keine verlässliche Ebit-Prognose abgeben. Vor dem Hintergrund der bisher aufgelaufenen Verluste werde es jedoch herausfordernd sein, ein positives Ergebnis zu erzielen, hieß es. Für das zweite Halbjahr erwartet Phoenix jedoch eine deutliche Marktbelebung mit einem Anziehen der Nachfrage im September und einer Jahresendrallye im vierten Quartal. (dpa-AFX)

          Cisco will sich mehr Gewinn ersparen

          Der amerikanische Netzausrüster Cisco Systems hat in seinem vierten Geschäftsquartal zwar erneut deutlich weniger verdient als im Vorjahreszeitraum, jedoch gute Fortschritte im laufenden Restrukturierungsprogramm und einen positiven Umsatzausblick vermeldet. Das Unternehmen hatte bereits im Mai angekündigt, die Kosten mit einem strikten Sparprogramm jährlich um eine Milliarde Dollar zu senken. Nach Angaben vom Mittwochabend sank das Nettoergebnis aufgrund von Restrukturierungsaufwendungen per 30. Juli auf 1,2 (Vorjahr: 1,9) Milliarden Dollar oder 0,22 (0,33) Dollar je Aktie. Auf bereinigter Basis belief sich das Ergebnis je Anteilsschein auf 0,40 (0,43) Dollar. Die Bruttomarge ging auf 63,3 Prozent (62,7 Prozent) nach unten, während der Umsatz um 3,3 Prozent auf 11,2 Milliarden Dollar stieg. Das Sparprogramm, das einen Abbau von 6.500 Stellen oder 9 Prozent der Belegschaft umfasst, läuft nach Angaben von CEO John Chambers besser als erwartet. So wurde die Verwaltungsstruktur deutlich verschlankt, 17 Prozent des Managements musste bislang den Hut nehmen. Damit übertraf Cisco das selbstgesteckte Ziel von 15 Prozent. Ferner wird das Unternehmen das Produktportfolio eindampfen und eine Fabrik in Mexiko verkaufen, in der 5.000 Mitarbeiter beschäftigt sind. Für das laufende Quartal kündigte Cisco ein Umsatzwachstum von 1 Prozent bis 4 Prozent und eine Bruttomarge von 61 Prozent bis 61,5 Prozent an. Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll sich auf 0,38 bis 0,41 Dollar belaufen. Hoffnung macht laut Chambers vor allem der Auftragseingang, der im abgelaufenen Vierteljahr um 11 Prozent stieg. Im nachbörslichen Handel kletterte der Kurs der Cisco-Aktie um knapp 7 Prozent auf 14,65 Dollar. (Dow Jones Newswires)

          News Corp dank starken Kinofilmen mit Gewinnplus

          Der amerikanische Medienkonzern News Corp hat im vierten Quartal dank guter Geschäfte seiner diversen Kabelsender und des Filmstudios „20th Century Fox“ seinen Gewinn ausgebaut. Das vom Medienmogul Rupert Murdoch kontrollierte Unternehmen verzeichnete ein Plus im fortlaufenden Geschäft von knapp neun Prozent auf 982 Millionen Dollar. Wie News Corp am Mittwoch nach Börsenschluss mitteilte, stieg der Umsatz dank florierender Werbeeinnahmen um elf Prozent auf 8,96 Milliarden Dollar. Zuletzt stand News Corp vor allem wegen des britischen Abhörskandals in der Öffentlichkeit, der auch ein Nachfolgeproblem offenbarte. Analysten fragen sich, ob der 80-jährige Murdoch trotz der umfangreichen Vorwürfe den Konzern weiter leiten wird. Murdoch versicherte am Mittwoch, der Aufsichtsrat stehe hinter ihm. Zugleich betonte der Australier, er wolle die Dinge in Bezug auf die jüngst eingestellte britische Boulevardzeitung „News of the World“ gerade rücken. Im Zusammenhang mit der Affäre hatte News Corp von der vollständigen Übernahme des britischen Bezahlsenders BSkyB abrücken müssen. Murdoch nannte diese Entwicklung enttäuschend. Mit seinem Kabelgeschäft, zu dem auch Sky Deutschland gehört, verdiente News Corp operativ im vierten Quartal zwölf Prozent mehr. Der Gewinn des Kino-Geschäfts kletterte dank der Erfolge von „Black Swan“, „Die Chroniken von Narnia“ und „Rio“ um 53 Prozent. „Das sind ziemlich gute Zahlen“, urteilte Analyst Thomas Eagan von Collins Stewart. (Reuters)

          Hypo Real Estate (HRE) mit Vorsteuergewinn im zweiten Quartal

          Die verstaatlichte Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) hat im dritten Quartal in Folge einen Vorsteuergewinn verbucht. Befreit von den milliardenschweren Lasten riskanter Wertpapiere erwirtschaftete der Konzern zwischen April und Juni 53 Millionen Euro vor Steuern. Bereits im Auftaktviertel und im vierten Quartal 2010 hatte die Bank vor Steuern schwarze Zahlen geschrieben. „Nach dem erfolgreichen Abschluss des EU-Beihilfeverfahrens konzentrieren wir uns nunmehr vollständig auf den Markt und unsere Kunden“, teilte Vorstandschefin Manuela Better am Donnerstag in München mit. Better war am Mittwoch für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt worden. Auch für das Gesamtjahr strebt die Bank an, wieder profitabel zu werden. Im Markt tritt der Konzern mittlerweile unter seiner Marke Deutsche Pfandbriefbank (pbb) auf. Der Neustart der in der Finanzkrise vom Staat geretteten HRE war im Herbst erfolgt. Im Oktober wurden Risikopapiere im Wert von 173 Milliarden Euro in eine „Bad Bank“ ausgelagert, für deren Verluste am Ende der Steuerzahler haftet. Bereits in den ersten Monaten bis Dezember hatte die FMS Wertmanagement Verluste von gut 3 Milliarden Euro verbucht und wird noch auf Jahre hinaus mit dem Abbau der Papiere beschäftigt sein. (dpa-AFX)


          Wirtschaftsnachrichten

          Preisdruck im deutschen Großhandel lässt im Juli aus sehr hohem Niveau nach

          Der Preisdruck im deutschen Großhandel hat im Juli nachgelassen. Das Preisniveau sank im Vergleich zum Vormonat um 0,6 Prozent, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag berichtete. Auch im Juni waren die Großhandelspreise in diesem Ausmaß zurückgegangen. Die Jahresteuerung belief sich im Juli auf 8,2 Prozent. Im Juni waren die Preise um 8,5 Prozent auf Jahressicht gestiegen. Die Preisentwicklung im Großhandel schlägt in der Regel mit Verzögerung auf den Einzelhandel durch. Nur bei einem starken Konkurrenzdruck sind die Unternehmen oft nicht in der Lage, höhere Preise auf die Endverbraucher überzuwälzen. (Dow Jones Newswires)

          Südkoreas Zentralbank lässt Geldpolitik unverändert

          Die südkoreanische Notenbank hat am Donnerstag ihre Geldpolitik wie erwartet unverändert gelassen. Der Leitzins verharrte damit den zweiten Monat in Folge bei 3,25 Prozent, was die meisten Volkswirte erwartet hatten. Wenige Tage vor der Zinsentscheidung hatten allerdings viele Experten ihre Prognose revidiert, nachdem Standard & Poor's (S&P) das Rating der Vereinigten Staaten abgestuft und damit weltweite Schockwellen an den Finanzmärkten auslöst hatte. Die meisten Ökonomen waren davor von einer Zinserhöhung ausgegangen. Da die Inflation in Korea weiter über dem Zielwert der Bank of Korea (BoK) von 2 Prozent bis 4 Prozent liegt, erwartet jedoch eine Minderheit der Experten, dass eine Zinserhöhung bereits im nächsten Monat folgen wird. (Dow Jones Newswires)

          Japans Maschinenbauaufträge steigen im Juni überraschend stark

          Die Auftragseingänge der japanischen Maschinenbauunternehmen sind im Juni in der Kernberechnung (ohne Berücksichtigung von Kraftwerksanlagen und Schiffbau) überraschend stark gestiegen. Wie das Kabinettsbüro der Regierung am Donnerstag mitteilte, wurde gegenüber dem Vormonat saisonbereinigt ein Plus von 7,7 Prozent verzeichnet. Analysten hatten im Mittel nur einen Anstieg um 1,7 Prozent erwartet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lagen die Auftragseingänge um 17,9 Prozent höher. Der Ordereingang im Maschinenbau wird von Volkswirten als vorlaufender Indikator für die Entwicklung der Ausgaben der Unternehmen für langfristige Sachanlagen gewertet. Ökonomen äußerten sich skeptisch über den Ausblick: „Es gibt wachsende Besorgnisse über eine Abschwächung der globalen Wirtschaft“, sagte Satoshi Osanai, Volkswirt beim Daiwa Institute of Research. Außerdem sei angesichts der politischen Lage in Japan unsicher, wie hoch die Mittel sein werden, die die Regierung für den Wiederaufbau nach der Katastrophe vom 11. März aufbringen wird. (Dow Jones Newswires)

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