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Medienschau : Siemens verzeichnet Rekordwerte

  • Aktualisiert am

BASF verdoppelt das operative Ergebnis fast, Merck und Aixtron heben ihre Prognosen an, die Software AG verdient mehr. Lufthansa aber bleibt in den roten Zahlen und Bayer verdient weniger. Die Fed sieht die Wirtschaftserholung nicht mehr als robust an und der Wirtschaftsweise Bofinger keinen nachhaltigen Aufschwung.

          Unternehmensnachrichten

          BASF verdoppelt das operative Ergebnis fast

          Der weltgrößte Chemiekonzern BASF hat auch im zweiten Jahresviertel von einer kräftig anziehenden Nachfrage in fast allen Bereichen profitiert. Dabei übertraf das im Dax notierte Unternehmen bei allen Kennziffern deutlich die Schätzungen der Analysten. Nach bereits einem überraschend guten Auftaktquartal habe sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern (Ebit) und Sondereffekten im Zeitraum April bis Juni auf 2,206 Milliarden Euro nahezu verdoppelt, teilte BASF am Donnerstag in Ludwigshafen mit. Im Vorjahr hatte die Gesellschaft im Zuge der weltweiten Wirtschaftskrise 1,140 Milliarden Euro ausgewiesen. Unter dem Strich blieben in diesem Quartal 1,183 Milliarden Euro, nach 343 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

          Der Umsatz kletterte im zweiten Quartal um knapp 30 Prozent auf 16,214 Milliarden Euro. Für das laufende Jahr peilt BASF weiterhin einen deutlichen Zuwachs beim Ebit vor Sondereinflüssen und ein Plus beim Umsatz an. (dpa-AFX)

          Siemens verzeichnet Rekordwerte bei Ergebnis und Auftragbestand

          Siemens hat im vergangenen Quartal den operativen Gewinn der drei Kernsparten Industrie, Energie und Medizintechnik verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 40 Prozent auf 2,33 Milliarden Euro gesteigert. Der Umsatz legte um vier Prozent auf 19,17 Milliarden Euro zu, der Auftragseingang kletterte um 22 Prozent auf 20,87 Milliarden Euro. Mit den Werten ließ Siemens die Erwartungen der Analysten deutlich hinter sich.

          „Die starke Nachfrage hat zu einem Rekordauftragsbestand geführt. Gleichzeitig haben die Sektoren das beste Ergebnis aller Zeiten erzielt und werden das Vorjahr deutlich übertreffen“, sagte Vorstandschef Peter Löscher. Im vergangenen Geschäftsjahr 2008/09 (zum Ende September) hatte Siemens operativ 7,5 Milliarden Euro verdient. (Reuters)

          Merck hebt nach gutem zweiten Quartal Prognose erneut an

          Die hohe Nachfrage nach Flüssigkristallen für Flachbildschirm-Fernseher hat dem Pharma- und Chemiekonzern Merck einen kräftigen Gewinnsprung beschert. Der Gewinn kletterte im zweiten Quartal um 70 Prozent auf 187 Millionen Euro, wie das Darmstädter Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz stieg um 16 Prozent auf die Rekordsumme von 2,2 Milliarden Euro. Damit übertraf der Konzern die Erwartungen der Analysten deutlich.

          Für 2010 hob Merck seine Prognose das zweite Mal in diesem Jahr an. „Alle Zeichen stehen auf Fortsetzung des Aufwärtstrends, so dass das zweite Halbjahr das erste übertreffen sollte“, erklärte der Konzern. Einschließlich des übernommenen
          amerikanischen Laborausrüsters Millipore rechnet Merck 2010 mit einem bereinigten Umsatzwachstum von 55 Prozent. (Reuters)

          Gewinn von Bayer im zweiten Quartal gesunken

          Der Pharma -und Chemiekonzern Bayer hat im zweiten Quartal von der Geschäftserholung in seinem Kunststoffgeschäft profitiert. Dennoch sank der Konzerngewinn, und das Traditionsunternehmen lag mit seinen Zahlen etwas unter den Schätzungen der Analysten. Unter dem Strich stehe ein Überschuss von 525 Millionen Euro in den Büchern, ein Rückgang von 1,3 Prozent, teilte Bayer am Donnerstag mit. Analysten hatten mit einem Anstieg gerechnet. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie Sondereffekten sei dagegen um 8,6 Prozent auf 1,92 Milliarden Euro gestiegen. Analysten hatten im Schnitt 1,98 Milliarden Euro erwartet. Der Umsatz nahm um 14,6 Prozent auf 9,179 Milliarden Euro zu. (Reuters)

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