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Medienschau : Schwache Konjunkturdaten aus Japan

  • Aktualisiert am

Fiat darf jetzt doch bei Chrysler einstiegen, Heidelberger Druck erhält eine Landesbürgschaft, Heidelberg-Cement nimmt angeblich 310 Millionen Dollar durch Verkäufe in Indonesien ein. Ein italienischer Investor ist angeblich an einer künftigen Karstadt-Kaufhof-Kette interessiert.

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          Unternehmen

          Italiener an künftiger Karstadt/Kaufhof interessiert

          Nach der Insolvenz der Karstadt-Mutter Arcandor prüft Metro einem Zeitungsbericht zufolge bereits einen mittelfristigen Weiterverkauf des angestrebten neuen Warenhauskonzerns an einen ausländischen Käufer. Als Interessent für den von Metro geplanten Konzern aus der Tochter Kaufhof und Karstadt gelte der italienische Warenhaus-Unternehmer Maurizio Borletti, berichtete das „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe) unter Berufung auf Kreise zweier beteiligter Investmentbanken. Borletti solle dabei von einem Finanzinvestor unterstützt werden. „Es laufen derzeit Diskussionen, an denen wir uns beteiligt haben“, zitierte die Zeitung Borletti. „Aber angesichts der delikaten Lage ziehe ich es vor, nicht zu
          kommentieren.“

          Auch Metro gab sich zu einer möglichen Übernahme der geplanten Deutschen Warenhaus AG durch den Italiener bedeckt. „Uns liegt dazu nichts vor“, sagte ein Sprecher dem „Handelsblatt“. Er bestätigte aber, dass Metro die Warenhäuser zunächst einer
          ein- bis zweijährigen Umstrukturierung unterziehen wolle, um sie dann mehrheitlich abzugeben. Dabei sei auch ein Börsengang eine Option.

          Weg für Fiat-Einstieg bei Chrysler frei

          Das Oberste Gericht der Vereinigten Staaten hat Weg für den raschen Einstieg des italienischen Fiat-Konzerns beim insolventen Autobauer Chrysler frei gemacht. Der Supreme Court hob die am Vortag verfügte Blockade des Geschäfts wieder auf, die eine kleine Gruppe von Gläubigern beantragt hatte. Sie hätten nicht nachweisen können, dass eine solche Verzögerung gerechtfertigt sei, hieß es in der Begründung des Obersten Gerichts. Die Chrysler-Gläubiger wehren sich dagegen, dass ihre Forderungen nach bisherigen Planungen weitgehend verfallen sollen. (dpa-AFX)

          Landesbürgschaft für Heidelberger Druck

          Der angeschlagene Druckmaschinen-Hersteller Heidelberger Druck erhält eine Landesbürgschaft. Der Wirtschaftsausschuss hat am Dienstag staatliche Hilfe im Umfang von 229,02 Millionen Euro zugesagt, teilte der Landtag Baden-Württemberg am Dienstag mit. Es handele sich um den ersten Fall einer sogenannten Großbürgschaft über 50 Millionen Euro, hieß es. Der Weltmarktführer gehört zu den Unternehmen, denen die Wirtschaftskrise besonders zusetzt. Insgesamt hat Heidelberger Druck 850 Millionen Euro staatliche Hilfen beantragt. Dafür ist nach dem grünen Licht aus Stuttgart nun der Weg frei. (dpa-AFX)

          Heidelberg-Cement nimmt mit Verkauf 310 Millionen Dollar ein

          Der mit einem Schuldenberg kämpfende Baustoffkonzern Heidelberg-Cement hat Kreisen zufolge mit dem Verkauf von Anteilen an der indonesischen PT Indocement Tunggal Prakarsa rund 310 Millionen Dollar eingenommen. Durch die Transaktion reduziert sich der Anteil von Heidelberg-Cement an Indocement auf rund 51 Prozent von 65,1 Prozent, wie Reuters am Mittwoch von einer mit der Angelegenheit vertrauten Person erfuhr. Die 520,5 Millionen Aktien seien für 6000 Rupiah je Anteilschein an institutionelle Anleger verkauft worden und damit mit einem Abschlag von 12 Prozent auf den Indocement-Schlusskurs vom Dientag. HeidelbergCement versucht derzeit, seine Gläubiger von einem Restrukturierungsplan zu überzeugen. (Reuters)

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