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Medienschau : Schuldenkompromiss nimmt Hürde im Kongress

  • Aktualisiert am

Media-Saturn bremst Metro, BMW fährt Rekordgewinn ein, Toyota - rote Zahlen, Fresenius setzt sich höhere Ziele, FMC bekräftigt Ausblick - Übernahme, Post hebt Prognose an, BNP Paribas spürt die Griechenlandkrise, Barclays-Gewinn fällt, Xstrata steigert Halbjahresgewinn um 27 Prozent, Gildemeister mit Auftragsflut, Wacker Chemie bestätigt Prognose, Pfeiffer Vacuum steigert Umsatz und Gewinn, Eon prüft angeblich die Kürzung der Dividende, Kirin expandiert in Südamerika, Google kauft Dealmap, Ford ruft 1,1 Millionen Pickups zurück, unveränderter Leitzins in Australien

          Unternehmensnachrichten

          Media-Saturn bremst Metro

          Deutschlands führender Handelskonzern Metro hat wegen der Probleme bei der Elektroniktochter Media-Saturn und der schwachen Konsumstimmung im zweiten Quartal weniger verdient als im Vorjahr. Unter dem Strich sank der Nettogewinn nach Minderheiten von 44 auf 40 Millionen Euro, wie Metro am Dienstag in Düsseldorf mitteilte. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) ging von 334 auf 306 Millionen Euro zurück. Der Umsatz hielt sich mit 15,7 Milliarden Euro trotz des in diesem Jahr späten Ostergeschäfts, das komplett ins zweite Quartal fiel, stabil. Neben der Schwäche bei Media-Saturn nannte die Metro ein schwaches Konsumklima als Belastungsfaktor. Die starke Verunsicherung der Verbraucher angesichts der Schuldenkrise in Europa sowie höhere Preise bei Lebensmitteln und Energie hätten die Stimmung getrübt. Trotz widriger Umstände habe sich die Metro gut behauptet, sagte Metro-Vorstandschef Eckhard Cordes laut Mitteilung. Im zweiten Halbjahr dürften Umsatz und Ergebnis bei Media-Saturn wieder deutlich anziehen. Im Konzern soll im Gesamtjahr das bereinigte Ebit um rund zehn Prozent steigen. Der Umsatz soll über Vorjahr ausfallen. Metro hatte vergangene Woche die Ergebnisprognose bestätigt und die Umsatzprognose gesenkt. (dpa-AFX)

          BMW fährt Rekordgewinn ein

          BMW hat im zweiten Quartal einen Rekordgewinn eingefahren und damit das beste erste Halbjahr der Konzerngeschichte verbucht. Unter dem Strich verdiente der Autobauer im Zeitraum April bis Juni 1,8 Milliarden Euro - mehr als doppelt so viel wie vor einem Jahr. Wie der Dax-Konzern am Dienstag mitteilte, kletterte der Umsatz um mehr als 16 Prozent auf 17,89 Milliarden Euro. Für die ersten sechs Monate steht damit ein Gewinn von 3,02 Milliarden Euro in den Büchern, 2010 waren es noch 1,16 Milliarden gewesen. BMW hatte vor kurzem die Prognose für 2011 angehoben und will nun weltweit mehr als 1,6 Millionen Autos verkaufen. Mit den Zahlen können die Münchner die Rivalen Daimler und Audi auf Distanz halten. Beide Nobelmarken hatten angesichts der ungebrochenen Nachfrage nach großen und teuren Autos ebenfalls gute Zahlen vorgelegt. (dpa)

          Toyota rutscht wegen Erdbeben in die roten Zahlen

          Der japanische Autobauer Toyota hat wegen der Erdbebenkatastrophe erstmals seit zwei Jahren einen Quartalsverlust verzeichnet. Der Weltmarktführer wies am Dienstag einen operativen Verlust von 108 Milliarden Yen (rund 982 Millionen Euro) für den Zeitraum von April bis Juni aus. Vor einem Jahr hatte Toyota noch einen Quartalsgewinn von 211,7 Milliarden Yen verbucht. Mit seinem Verlust übertraf das Unternehmen allerdings immer noch die Erwartungen der Analysten, die durchschnittlich mit einem Minus von 190 Milliarden Yen gerechnet hatten. Wegen der Produktionsausfälle im Zuge der Erdbeben-, Tsunami- und Atomkatastrophe ging der Umsatz im ersten Geschäftsquartal um knapp 30 Prozent auf 3,44 Billionen Yen zurück, wie Toyota weiter mitteilte. Als weiteren Grund für das schwierige Geschäftsumfeld nannte das Unternehmen den starken Yen, der seine Fahrzeuge für Kunden im Ausland verteuert. Für das gesamte Geschäftsjahr bis Ende März 2012 hob Toyota seine Prognose für den Betriebsgewinn auf 450 Milliarden Yen an. Damit blieb das Unternehmen unter den Erwartungen der Analysten, die mit einem Betriebsgewinn 2011/2012 von knapp 530 Milliarden Yen gerechnet hatten. (Reuters)

          Fresenius setzt sich erneut höhere Ziele

          Der Gesundheitskonzern Fresenius schraubt seine Gewinnprognose zum zweiten Mal in diesem Jahr nach oben. Das Konzernergebnis solle 2011 währungsbereinigt um 15 bis 18 Prozent steigen statt wie bisher in Aussicht gestellt um 12 bis 16 Prozent, teilte das Unternehmen aus dem hessischen Bad Homburg am Dienstag mit. Beim Umsatz rechnet der Konzern weiter mit einem währungsbereinigten Zuwachs um sieben bis acht Prozent. Im ersten Halbjahr stieg der Umatz um vier Prozent auf acht Milliarden Euro, der Gewinn um 20 Prozent auf 363 Millionen Euro. „Fresenius hat im ersten Halbjahr 2011 die hervorragende Geschäftsentwicklung der vergangenen Jahre fortgesetzt.“, sagte Firmenchef Ulf Schneider. Besonders hervorzuheben ist das ausgezeichnete Wachstum von Fresenius Kabi in Nordamerika und in den Wachstumsmärkten, insbesondere in China. Bereits im Mai hatte der Konzern seine Prognose für 2011 angehoben. (Reuters)

          Fresenius Medical Care bekräftigt nach Gewinnplus Ausblick für 2011 - Übernahme

          Der zum Medizinkonzern Fresenius gehörende Dialysespezialist Fresenius Medical Care hat mit einem Umsatz- und Gewinnanstieg im zweiten Quartal an die gute Entwicklung in den ersten drei Monaten angeschlossen. Unter dem Strich ist der Überschuss von April bis Juni um fünf Prozent auf 261 Millionen amerikanische Dollar gestiegen, teilte der im Leitindex Dax notierte Konkurrent des amerikanische Konzerns DaVita am Dienstag mit. Das operative Ergebnis (Ebit) verbesserte sich auf 510 Millionen Dollar - ein Plus von neun Prozent. FMC traf damit punktgenau die Erwartungen von Analysten. Wie FMC weiter mitteilte, kletterte der Umsatz auf 3,194 Milliarden Dollar. Ein Anstieg von acht Prozent. Unternehmenschef Ben Lipps bekräftigte die Prognose für 2011. Im laufenden Geschäftsjahr soll der Umsatz des weltweit führende Anbieters von Produkten und Dienstleistungen rund um die Nierenwäsche auf mehr als 13 Milliarden amerikanische Dollar (9,07 Milliarden Euro) steigen. Beim Überschuss wird ein Anstieg auf 1,070 bis 1,090 Milliarden Dollar erwartet. Wie FMC mit den Quartalszahlen mitteilte, will sich die Gesellschaft auf dem wichtigsten Markt, den Vereinigten Staaten , mit der Übernahme von Liberty Dialysis verstärken. (dpa-AFX)

          Deutsche Post hebt Ergebnisprognose an

          Die Deutsche Post hat nach einem Gewinnsprung im zweiten Quartal ihre Prognose für das Gesamtjahr erhöht. Der Konzern erwarte nun einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) am oberen Ende der bisherigen Prognose von 2,2 bis 2,4 (Vorjahr: 1,83) Milliarden Euro, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Dank Zuwächsen bei der Tochter DHL und im deutschen Paketgeschäft sei der Umsatz im zweiten Quartal um 0,3 Prozent auf 12,8 Milliarden Euro gestiegen. Das Ebit habe sich auf 562 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Analysten hatten im Durchschnitt mit Erlösen von 13,275 Milliarden Euro gerechnet und das Ebit auf 542 Millionen Euro taxiert. (Reuters)

          Griechenland-Abschreibung verhagelt BNP Paribas die Bilanz

          Wegen ihres Engagements in Griechenland hat die französische Großbank BNP Paribas im vergangenen Quartal überraschend wenig verdient. Der Nettogewinn stieg um rund einen Prozent auf 2,13 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Dienstag vor Börsenbeginn in Paris mitteilte. Analysten hatten für das zweite Quartal unter dem Strich mit einem Plus von 2,23 Milliarden Euro gerechnet. Ein Grund für das unerwartet schlechte Ergebnis war unter anderem eine Abschreibung von 534 Millionen Euro im Zuge der Beteiligung an dem zweiten Hilfsprogramm für Griechenland. Die Einnahmen gingen den Angaben zufolge um 1,7 Prozent auf 10,9 Milliarden Euro zurück, was ebenfalls unter den Erwartungen der Analysten von 11,2 Milliarden Euro lag. Die harte Kernkapitalquote (Core Tier 1) bezifferte BNP Paribas mit 9,6 Prozent nach 8,4 Prozent im Vorjahreszeitraum. (Reuters)

          Barclays-Gewinn fällt nicht so stark wie befürchtet

          Der Gewinn der britischen Großbank Barclays ist wegen eines schwachen Investmentbankings und Rechtsstreitigkeiten im ersten Halbjahr deutlich gesunken. Der Überschuss ging um 38 Prozent auf 1,5 Milliarden Pfund (1,7 Milliarden Euro) zurück, wie das Institut am Dienstag in London mitteilte. Analysten hatten allerdings mit einem noch stärkeren Rückgang gerechnet. Vor allem die Belastungen aus Rückstellungen für faule Kredite gingen deutlich zurück. Dagegen musste Barclays bereits im ersten Quartal eine Milliarde Pfund für mögliche Schadensersatzzahlungen wegen Falschberatungen bei sogenannten Restschuldversicherungen (PPI) zurücklegen. (dpa-AFX)

          Xstrata steigert Halbjahresgewinn um 27 Prozent

          Xstrata hat den Gewinn im ersten Halbjahr um 27 Prozent gesteigert. Der Nettogewinn stieg auf 2,92 Milliarden Dollar, nach 2,29 Milliarden Dollar ein Jahr zuvor, teilte der im schweizerischen Zug ansässige Bergbaukonzern am Dienstagmorgen mit. Angeschoben wurde das Ergebnis von den steigenden Rohstoffpreisen. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen verbesserte sich zwar um 30 Prozent auf 5,82 Milliarden Dollar. Er verfehlte jedoch die durchschnittliche Analystenschätzung von 5,93 Milliarden Dollar aus einer Bloomberg-Umfrage. Des weiteren teilte Xstrata mit, dass sie zwei kanadische Nickel-Projekte mit einem Gesamtvolumen von 649 Mill. Dollar genehmigt habe. Die Entwicklung des 530 Mill. Dollar schweren Ausbauprojekts Raglan im Norden Quebecs und des 119 Mill. Dollar schweren Projekts Fraser Morgan in Sudbury, Ontario werde nun vorangehen, schrieb die Gesellschaft in einer separaten Erklärung. (Bloomberg)

          Gildemeister mit Auftragsflut - hebt Jahresprognose für Bestellungen

          Der Werkzeugmaschinenbauer Gildemeister hat auch im zweiten Quartal von der boomenden Nachfrage nach seinen Maschinen profitiert und rechnet nun mit einem höheren Auftragseingang im Gesamtjahr. Die Bestellungen dürften den Wert von 1,8 Milliarden Euro übersteigen, teilte das MDax-Unternehmen am Dienstag in Bielefeld mit. Damit wurde die alte Prognose um 100 Millionen Euro angehoben. Der Umsatz soll weiterhin bei mehr als 1,6 Milliarden Euro herauskommen. Zudem will Gildemeister für das Geschäftsjahr 2011 eine Dividende zahlen. Für das kommende Jahr erwartet das Unternehmen eine „insgesamt positive Entwicklung“. Zwischen April und Juni sprang der für Maschinenbauer wichtige Auftragseingang um mehr als 50 Prozent auf 525,7 Millionen Euro. Der Umsatz legte um 40 Prozent auf 397,2 Millionen Euro zu. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) schnellte von 1,8 Millionen Euro vor einem Jahr auf 22,1 Millionen nach oben. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 1,2 Millionen Euro, nach einem Verlust von 4,3 Millionen Euro vor einem Jahr. Während Auftragseingang, Umsatz und der Gewinn vor Zinsen und Steuern die Schätzungen von Analysten übertrafen, lagen die Erwartungen für den Überschuss noch etwas höher. (dpa-AFX)

          Wacker Chemie bestätigt nach Umsatz- und Gewinnsprung Ergebnisprognose

          Der Halbleiter-Zulieferer und Chemiekonzern Wacker Chemie bleibt trotz Anzeichen einer Abschwächung auf Wachstumskurs. Im zweiten Quartal kletterte der Umsatz insbesondere wegen höherer Absatzmengen um 10,3 Prozent auf 1,326 Milliarden Euro, wie der Konzern am Dienstag in München mitteilte. Unter dem Strich erwirtschaftete der MDax-Konzern einen Gewinn von 142,7 Millionen Euro, nach 135,4 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Deutlich höhere Rohstoffkosten hätten im Berichtszeitraum die Ergebnisentwicklung gebremst, hieß es. Die Erwartungen der Analysten wurden damit leicht verfehlt. Die Prognosen für das Gesamtjahr bestätigte der Konzern. Für das Gesamtjahr werde weiter mit einem Umsatz von mehr als 5 (Vorjahr: 4,75) Milliarden Euro gerechnet. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) dürfte über dem Vorjahreswert von 1,19 Milliarden Euro liegen. Im zweiten Quartal kletterte das operative Ergebnis um 5,2 Prozent auf 324,8 Millionen Euro. „Wir haben in allen Märkten und Segmenten von der robusten Verfassung der Weltwirtschaft profitiert“, sagte Konzernchef Rudolf Staudigl. Auch wenn sich das Wirtschaftswachstum im zweiten Halbjahr wahrscheinlich etwas abschwäche, haben der Konzern gute Voraussetzungen, um weiter profitabel zu wachsen. (dpa-AFX)

          Pfeiffer Vacuum steigert Umsatz und Gewinn dank adixen-Übernahme

          Die Pfeiffer Vacuum Technology AG hat Umsatz und Gewinn im zweiten Quartal vor allem wegen der Übernahme des Vakuumtechnikspezialisten adixen deutlich gesteigert. Das Nettoergebnis kletterte um 81 Prozent auf 15,4 (Vorjahr: 8,5) Millionen Euro, wie der Konzern aus dem hessischen Aßlar am Dienstag mitteilte. Der Umsatz wurde mit 141,4 (49,9) Millionen Euro nahezu verdreifacht, das Betriebsergebnis auf 23,2 (11,4) Millionen Euro verdoppelt. Aufs Halbjahr gesehen belief sich der Umsatz auf 285 (99,5) Millionen Euro, wobei sich die Erlöse in Asien mehr als versechsfachten. Von Januar bis Juni stand zudem ein Nettoergebnis von 29,1 (17,8) Millionen Euro zu Buche. Der Auftragseingang stieg auf 293 (103) Millionen Euro. Vor allem die Berücksichtigung der adixen-Auftragseingänge sorgte für diesen deutlichen Zuwachs. Aber auf die Aufträge aus dem bisherigen Pfeiffer-Vacuum-Konzern legten um 20 Prozent zu. Bei den Margen führten Effekte aus der Übernahme jedoch zu einem leichten Rückgang. So sank die Rohertragsmarge im Halbjahr auf 33,9 Prozent (45,9 Prozent). Die operative Marge fiel auf 15,3 Prozent (22,8 Prozent). Pfeiffer hatte adixen im vergangenen Jahr vom französischen Konzern Alcatel-Lucent gekauft und im ersten Quartal erstmals konsolidiert. Den Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr bekräftigte der Vorstandsvorsitzende Manfred Bender. „Unser Umsatzziel von etwa 550 Millionen Euro für das laufende Geschäftsjahr halten wir im aktuellen Marktumfeld für realistisch“, so der Manager. Das gleiche gelte für die anvisierte Ebit-Marge von etwa 15 Prozent. Ferner kündigte Pfeiffer Vacuum an, einen kleinen Teil des adixen-Geschäfts weiter zu veräußern. Käufer der auf Wasserstofflecksucher spezialisierten adixen Skandinavia AB mit rund 20 Mitarbeitern ist das schweizerische Unternehmen Inficon. Zum Kaufpreis macht Pfeiffer Vacuum keine Angaben. Der Verkauf diene der Konzentration auf das Kerngeschäft als Anbieter von Vakuumlösungen. (Dow Jones Newswires)

          ABB erhält Rekordauftrag im Stromnetz-Geschäft - 1 Milliarde Dollar

          Der schweizerisch-schwedische Elekrotechnik-Konzern ABB hat im Stromnetz-Geschäft den größten Auftrag seiner Unternehmensgeschichte erhalten. Der niederländisch-deutsche Netzbetreiber Tennet erteilte dem Konzern einen Auftrag im Wert von rund 1 Milliarden Dollar, wie ABB am Dienstag mitteilte. Dabei geht es um die Stromleitung, die Offshore-Windparks in der Nordsee mit dem Stromnetz auf dem Festland verbinden soll. (Bloomberg)

          Eon prüft angeblich die Kürzung der Dividende

          Der Energieversorger Eon zieht einem Zeitungsbericht zufolge die Kürzung der Dividende in Betracht. Bei Beratungen des Aufsichtsrates über die Strategie des Konzerns am Montag werde es auch um eine Reduzierung der bislang versprochenen Dividende von 1,30 Euro je Aktie gehen, berichtet die „Rheinische Post“ (Dienstagsausgabe) unter Berufung auf Gewerkschaftskreise. Von Eon war kurzfristig keine Stellungnahme zu bekommen. Überdies wolle der Konzernbetriebsrat den Vorstandsvorsitzenden Johannes Teyssen zu Informationen über einen geplanten Stellenabbau zwingen. Für Freitag habe der Betriebsrat eine Sondersitzung des Wirtschaftsausschusses nach 106 Betriebsverfassungsgesetz einberufen, wie die Rheinische Post weiter berichtet. Danach muss ein Unternehmen seinen Wirtschaftsausschuss rechtzeitig und umfassend über Auswirkungen auf das Personal unterrichten. (Dow Jones Newswires)

          Japanischer Brauereikonzern Kirin expandiert in Südamerika

          Der japanische Brauereikonzern Kirin hat sich für umgerechnet etwa 1,8 Milliarden Euro die Mehrheit an dem brasilianischen Getränkehersteller Schincariol gesichert. Kirin teilte am Dienstag mit, sämtliche ausgegebene Aktien von Aleadri-Schinni Participacoes e Representacoes S.A. gekauft zu haben. Das Unternehmen hält 50,45 Prozent an Schincariol, Brasiliens zweitgrößter Bier- und drittgrößter Softdrinkhersteller. (Reuters)

          Ford ruft 1,1 Millionen Pickups in den Vereinigten Staaten zurück

          Der amerikanische Automobilbauer Ford ruft 1,1 Millionen Fahrzeuge in den Vereinigten Staaten wegen Problemen mit dem Benzintank zurück. Betroffen seien die Pickup-Modelle F-150 der Baujahre 1997 bis 2004, F-250 der Jahre 1997 bis 1999 und Lincoln Blackwoods aus 2002 bis 2003, teilte die Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA am Montag mit. Angaben von Ford zufolge könnten Chemikalien in Streusalz die Riemen der Benzintanks zersetzen und aus ihrer Verankerung lösen. Dadurch könnten die Tanks herunterfallen und auch Brände auslösen. (Dow Jones Newswires)

          Google kauft Schnäppchenportal The Dealmap

          Google wächst im Online-Markt für Schnäppchenangebote. Der weltgrößte Suchmaschinen-Anbieter kaufte nach eigenen Angaben am Montag das amerikanische Portal The Dealmap. Kaufpreis sowie andere Details wurden nicht veröffentlicht. Das Geschäft mit Online-Rabatten boomt. Auf dem Markt tummeln sich mehr als 400 Anbieter. Laut dem Marktforscher BIA/Kelsey könnte die Industrie bis 2015 bis zu 6,1 Milliarden Dollar umsetzen. Groupon ist vor LivingSocial Nummer eins der Branche. Google, die ursprünglich selbst Interesse an einem Kauf von Groupon hatten, war in diesem Jahr mit dem eigenen Dienst „Google Offers“ in das Geschäft eingestiegen. The Dealmap wurde im Mai 2010 gegründet und hat seither mehr als zwei Millionen Nutzer gewonnen. Die mobile Anwendung des Unternehmens ist mehr als eine Million Mal auf den iPhones von Apple und Android-Handys heruntergeladen worden. (Reuters)

          Zeitung - RWE prüft Verkauf von deutschen Vertriebstöchtern

          Der Vorstand des Stormkonzerns RWE prüft im Zuge der Energiewende einem Zeitungsbericht zufolge den Verkauf mehrerer Tochterfirmen für den Vertrieb von Strom und Gas. Im Mittelpunkt der Überlegungen stünden die Frankfurter Süwag Gruppe, der Saarbrücker Versorger VSE und die Koblenzer Elektrizitätswerke, berichtete die „Financial Times Deutschland“ vorab aus ihrer Dienstagausgabe ohne präzise Nennung von Quellen. 2010 hätten die Töchter zusammen rund 3,2 Milliarden Euro Umsatz erzielt, was etwa einem Sechstel des inländischen Vertriebsgeschäfts von RWE entspreche. Ein RWE-Sprecher habe die Informationen nicht kommentieren wollen. Vorstandschef Jürgen Großmann wolle dem Aufsichtsrat bei einer außerordentlichen Sitzung am kommenden Montag seine Pläne präsentieren, berichtete die Zeitung. „Ein möglicher Verkauf von Süwag ist eine der Optionen“, zitierte das Blatt eine mit den Vorgängen vertraute Person. Allein dieses Geschäft könne RWE einen dreistelligen Millionenbetrag bringen. (Reuters)

          Bafin: Schuldenkrise macht deutsche Banken 'verwundbar'

          Der oberste Bankenaufseher der Finanzaufsicht Bafin, Raimund Röseler, hat sich vor dem Hintergrund der Schuldenkrise besorgt gezeigt. „Ich halte den deutschen Bankenmarkt nach wie vor für verwundbar“, sagte der neue Exekutivdirektor in einem Gespräch mit dem „Handelsblatt“ (Dienstag). Die Tatsache, dass die zwölf größten deutschen Banken den jüngsten Stresstest der europäischen Bankenaufsicht bestanden hätten, sei kein Anlass, sich beruhigt zurückzulehnen. „Womöglich wird die nächste Krise nicht in einem Geschäftsfeld ausgelöst, das wir gerade unter die Lupe genommen haben.“ Die derzeit größten Sorgen bereiten dem Bankenaufseher die sogenannten Länderrisiken. Auch nach dem neuen Rettungspaket für Griechenland bestehe die Ansteckungsgefahr für andere hoch verschuldete Staaten der Eurozone. Würde nur ein einzelnes Land der Peripheriestaaten zahlungsunfähig werden, wären die direkten Belastungen für die deutschen Banken verkraftbar, sagte Röseler. Nicht kalkulierbar wären aber die „potenziellen Ansteckungsketten“. Zum Beispiel könnten andere europäische Banken Probleme bekommen und sie auf deutsche Institute übertragen. In der Schuldenkrise sieht Röseler die Bankenaufsicht als „weitgehend machtlos“ an. „Wir können an der Krise nichts ändern, wir können nur dazu beitragen, dass die Folgen der Krise beherrschbar sind“, sagt der Exekutivdirektor. Sehr aufmerksam verfolge die Aufsicht aber die Refinanzierungssituation der Institute. „Wir sehen, dass Banken in relativ kurzer Zeit sehr viel Kapital benötigen, etwa weil sie ausstehende Anleihen haben, die fällig werden und verlängert werden müssen.“ Gleichzeitig gebe es Signale aus der Versicherungswirtschaft, dass dort manche Unternehmen ihre hohen Engagements bei Banken verringern wollen. „Banken, die bonitätsmäßig nicht zur ersten Garde gehören, könnten dabei ins Hintertreffen geraten“, befürchtet der Experte. (dpa-AFX)

          Wirtschaftsnachrichten

          Schuldenkompromiss nimmt Hürde im amerikanischen Kongress

          Der nach wochenlangem Ringen ausgehandelte Kompromiss zwischen Republikanern und Demokraten zur Lösung des amerikanische Schuldenstreits hat die schwierigste Hürde im Kongress genommen. Im Repräsentantenhaus stimmten am Montagabend in Washington 269 Abgeordnete für den von den Parteispitzen ausgehandelten Plan, der eine Anhebung der Schuldenobergrenze und Ausgabenkürzungen in den kommenden zehn Jahren von mehr als zwei Billionen Dollar vorsieht. 161 Abgeordnete lehnten das Paket ab. Voraussichtlich am Dienstag (Ortszeit) steht nun das Votum im Senat an. Dann läuft auch die Frist zur Erhöhung des Schuldenlimits von derzeit 14,3 Billionen Dollar ab. Sollte der Kompromiss im Senat wider Erwarten doch noch durchfallen, droht der weltgrößten Volkswirtschaft die Zahlungsunfähigkeit. Aber auch im Falle einer Zustimmung ist eine mögliche Herabstufung der Kreditwürdigkeit der Vereinigten Staaten noch nicht vom Tisch. Deswegen wird mit Spannung auf die Reaktion der Ratingagenturen gewartet, die wegen der hohen Schulden den Vereinigten Staaten damit gedroht haben, ihnen die AAA-Einstufung als Spitzenschuldner zu entziehen. (Reuters)

          Australiens Zentralbank hält an Leitzins von 4,75 Prozent fest

          Australiens Notenbank hat den Leitzins am Dienstag nicht verändert. Damit verharrt der geldpolitische Schlüsselsatz den zehnten Monat in Folge bei 4,75 Prozent, wie die Reserve Bank of Australia (RBA) mitteilte. Unter Verweis auf konjunkturelle Schwächen bedingt durch niedrige Konsumausgaben sowie auf den hohen Wechselkurs des Australischen Dollar hatten Volkswirte hatten diese Entscheidung im Vorfeld prognostiziert. Allerdings hatte die Inflationsrate im zweiten Jahresviertel merklich zugelegt. Die Weltwirtschaft expandiere weiter das Wachstumstempo habe sich aber verlangsamt“, erklärte RBA-Gouverneur Glenn Stevens in einer Mitteilung zur Zinsentscheidung. „Die Abwärtsrisiken haben wegen gewachsener Sorgen über die Entwicklung der öffentlichen Finanzen sowohl in Europa als auch in den Vereinigten Staaten “ zugenommen, heißt es in der Mitteilung weiter. Die Jahresteuerung in Australien sollte sich zwar in nächster Zeit abschwächen, der Rat der RBA bleibe aber „besorgt über den mittelfristigen Inflationsausblick“. Unter diesen Umständen sei es „angemessen, dass die Geldpolitik ein gewisses Maß an Zurückhaltung“ ausübe, teilte Stevens mit. (Dow Jones Newswires)

          Chinesische Staatszeitung - amerikanische Schuldenproblem nicht gelöst

          In China stößt die Einigung im amerikanischen Schuldenstreit auf Skepsis. Zwar hielt sich die Regierung in Peking als größte Gläubigerin der Vereinigten Staaten mit einer offiziellen Reaktion zurück. In den Staatsmedien wurde der Kompromiss allerdings als halbherzig kritisiert. „Zwar haben die Vereinigten Staaten die Zahlungsunfähigkeit nun praktisch verhindert, aber ihre Schuldenprobleme sind weiterhin ungelöst“, urteilte am Dienstag die Zeitung „Renmin Ribao“, das Zentralorgan der KP. Das Problem sei im Endeffekt nur aufgeschoben worden. Es sei damit zu rechnen, dass der Schuldenberg der weltgrößten Volkswirtschaft weiter anwachse. „Dies wirft einen Schatten auf die Erholung der amerikanische Konjunktur und erhöht auch die Gefahren für die Weltwirtschaft.“ Die Abhängigkeit vom Dollar sei vorerst aber kaum zu verringern, erklärte das Blatt in dem kurzen Kommentar weiter. „Der Dollar bleibt eine harte Währung, die alle anderen Länder akzeptieren müssen.“ China hält rund 3,2 Billionen Dollar in ausländischen Staatsanleihen, wovon etwa 70 Prozent in die amerikanische Währung investiert sind. Damit schulden die Vereinigten Staaten keinem anderen Land in der Welt soviel Geld wie China. Der nach wochenlangem Ringen ausgehandelte Kompromiss zwischen Republikanern und Demokraten hatte zuvor die schwierigste Hürde im Kongress genommen. Im Repräsentantenhaus stimmten am Montagabend in Washington 269 Abgeordnete für den von den Parteispitzen ausgehandelten Plan, der eine Anhebung der Schuldenobergrenze und Ausgabenkürzungen in den kommenden zehn Jahren von mehr als zwei Billionen Dollar vorsieht. Der Senat soll noch am Dienstag darüber abstimmen. Sollte der Kompromiss dort wider Erwarten doch noch durchfallen, droht der weltgrößten Volkswirtschaft die Zahlungsunfähigkeit. Aber auch im Falle einer Zustimmung ist eine mögliche Herabstufung der Kreditwürdigkeit der Vereinigten Staaten noch nicht vom Tisch. Deswegen wird mit Spannung auf die Reaktion der Ratingagenturen gewartet, die wegen der hohen Schulden den Vereinigten Staaten damit gedroht haben, ihnen die AAA-Einstufung als Spitzenschuldner zu entziehen. (Reuters)

          Fast jedes zweite Smartphone läuft mit Googles Android

          Googles Betriebssystems Android setzt seinen Siegeszug stetig fort: Dem Marktforscher Canalys zufolge läuft bereits fast jedes zweite Smartphone weltweit mit der Software. Der Marktanteil liege bei 48 Prozent, teilte Canalys am Montag mit. In 35 von 56 Ländern sei Android Marktführer. Zum Vergleich: Apple ist mit 20,3 Millionen ausgelieferten iPhones und damit 19 Prozent am Markt abgeschlagener Zweiter. Android ist besonders im asiatisch-pazifischen Raum stark vertreten. Handyhersteller wie HTC, LG, Motorola und Samsung greifen auf das Google-Betriebssystem zurück, dass es seit 2008 für Handys gibt. Mit dem Erfolg von Android gehen jedoch auch Probleme einher. Der Software-Konzern Oracle verklagt Google wegen Patentverstößen im Zusammenhang mit Android. (Reuters)

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