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Medienschau : Schuldenkompromiss nimmt Hürde im Kongress

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Australiens Notenbank hat den Leitzins am Dienstag nicht verändert. Damit verharrt der geldpolitische Schlüsselsatz den zehnten Monat in Folge bei 4,75 Prozent, wie die Reserve Bank of Australia (RBA) mitteilte. Unter Verweis auf konjunkturelle Schwächen bedingt durch niedrige Konsumausgaben sowie auf den hohen Wechselkurs des Australischen Dollar hatten Volkswirte hatten diese Entscheidung im Vorfeld prognostiziert. Allerdings hatte die Inflationsrate im zweiten Jahresviertel merklich zugelegt. Die Weltwirtschaft expandiere weiter das Wachstumstempo habe sich aber verlangsamt“, erklärte RBA-Gouverneur Glenn Stevens in einer Mitteilung zur Zinsentscheidung. „Die Abwärtsrisiken haben wegen gewachsener Sorgen über die Entwicklung der öffentlichen Finanzen sowohl in Europa als auch in den Vereinigten Staaten “ zugenommen, heißt es in der Mitteilung weiter. Die Jahresteuerung in Australien sollte sich zwar in nächster Zeit abschwächen, der Rat der RBA bleibe aber „besorgt über den mittelfristigen Inflationsausblick“. Unter diesen Umständen sei es „angemessen, dass die Geldpolitik ein gewisses Maß an Zurückhaltung“ ausübe, teilte Stevens mit. (Dow Jones Newswires)

Chinesische Staatszeitung - amerikanische Schuldenproblem nicht gelöst

In China stößt die Einigung im amerikanischen Schuldenstreit auf Skepsis. Zwar hielt sich die Regierung in Peking als größte Gläubigerin der Vereinigten Staaten mit einer offiziellen Reaktion zurück. In den Staatsmedien wurde der Kompromiss allerdings als halbherzig kritisiert. „Zwar haben die Vereinigten Staaten die Zahlungsunfähigkeit nun praktisch verhindert, aber ihre Schuldenprobleme sind weiterhin ungelöst“, urteilte am Dienstag die Zeitung „Renmin Ribao“, das Zentralorgan der KP. Das Problem sei im Endeffekt nur aufgeschoben worden. Es sei damit zu rechnen, dass der Schuldenberg der weltgrößten Volkswirtschaft weiter anwachse. „Dies wirft einen Schatten auf die Erholung der amerikanische Konjunktur und erhöht auch die Gefahren für die Weltwirtschaft.“ Die Abhängigkeit vom Dollar sei vorerst aber kaum zu verringern, erklärte das Blatt in dem kurzen Kommentar weiter. „Der Dollar bleibt eine harte Währung, die alle anderen Länder akzeptieren müssen.“ China hält rund 3,2 Billionen Dollar in ausländischen Staatsanleihen, wovon etwa 70 Prozent in die amerikanische Währung investiert sind. Damit schulden die Vereinigten Staaten keinem anderen Land in der Welt soviel Geld wie China. Der nach wochenlangem Ringen ausgehandelte Kompromiss zwischen Republikanern und Demokraten hatte zuvor die schwierigste Hürde im Kongress genommen. Im Repräsentantenhaus stimmten am Montagabend in Washington 269 Abgeordnete für den von den Parteispitzen ausgehandelten Plan, der eine Anhebung der Schuldenobergrenze und Ausgabenkürzungen in den kommenden zehn Jahren von mehr als zwei Billionen Dollar vorsieht. Der Senat soll noch am Dienstag darüber abstimmen. Sollte der Kompromiss dort wider Erwarten doch noch durchfallen, droht der weltgrößten Volkswirtschaft die Zahlungsunfähigkeit. Aber auch im Falle einer Zustimmung ist eine mögliche Herabstufung der Kreditwürdigkeit der Vereinigten Staaten noch nicht vom Tisch. Deswegen wird mit Spannung auf die Reaktion der Ratingagenturen gewartet, die wegen der hohen Schulden den Vereinigten Staaten damit gedroht haben, ihnen die AAA-Einstufung als Spitzenschuldner zu entziehen. (Reuters)

Fast jedes zweite Smartphone läuft mit Googles Android

Googles Betriebssystems Android setzt seinen Siegeszug stetig fort: Dem Marktforscher Canalys zufolge läuft bereits fast jedes zweite Smartphone weltweit mit der Software. Der Marktanteil liege bei 48 Prozent, teilte Canalys am Montag mit. In 35 von 56 Ländern sei Android Marktführer. Zum Vergleich: Apple ist mit 20,3 Millionen ausgelieferten iPhones und damit 19 Prozent am Markt abgeschlagener Zweiter. Android ist besonders im asiatisch-pazifischen Raum stark vertreten. Handyhersteller wie HTC, LG, Motorola und Samsung greifen auf das Google-Betriebssystem zurück, dass es seit 2008 für Handys gibt. Mit dem Erfolg von Android gehen jedoch auch Probleme einher. Der Software-Konzern Oracle verklagt Google wegen Patentverstößen im Zusammenhang mit Android. (Reuters)

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