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Medienschau : Schaeffler-Familie findet trotz intensiver Suche keine Investoren

  • Aktualisiert am

Bild: FAZ.NET-Jan Bazing

Die Schaeffler-Familie sucht und findet keine Investoren, derweil Infineon noch sucht. Auch die HSH Nordbank braucht angeblich eine weitere Kapitalspritze noch im Februar. Eon will sparen, Metro Cash&Carry wieder auf Vordermann bringen.Die RBS plant trotz Rekord-Verlust die Auszahlung von Milliarden-Boni, derweil Finanzminister Steinbrück den Verzicht auf Dividendenzahlungen fordert und Großbritannien eine Sonderuntersuchung zum Banken-Management ankündigt.MAN weist einen Zeitungsbericht über weitere Produktionskürzung zurück, Rio Tinto sagt den Führungswechsel im Direktorium ab, Voith will größer bei SGL einsteigen und in Amerika gehen wieder drei Banken Pleite, derweil der Bankenrettungsplan verschoben wird.Die EU will massive Abschreibungen auf Wertpapiere vor ihrer Entsorgung, während das Haushaltsdefizit in Europa auf fast 5 Prozent steigt.

          Unternehmen

          RBS plant trotz Rekord-Verlust Milliarden-Boni

          Die teilverstaatlichte britische Royal Bank of Scotland will einem Zeitungsbericht zufolge Boni in Milliarden-Höhe an ihre Mitarbeiter auszahlen. Wie der „Sunday Telegraph“ am Sonntag berichtete, plante das Institut trotz eines Rekord-Verlustes Sonderausschüttungen von etwa einer Milliarde Pfund. Um die Regierung zu besänftigen, solle die Bar-Obergrenze allerdings bei 25.000 Pfund liegen. Hinzu könnten aber Vergütungen in Form von Aktienpaketen kommen. Die Bank traf nach eigenen Angaben noch keine Entscheidung über die Ausschüttung der Boni. Finanzminister Alistair Darling kündigte in der gleichen Ausgabe der Zeitung die Überprüfung des Managements und der Prämienzahlungen bei Banken an.

          Nach dem größten Jahresverlust eines Unternehmens in der britischen Wirtschaftsgeschichte von mehr als 20 Milliarden Pfund musste die Regierung der RBS vor wenigen Wochen abermals unter die Arme greifen, um sie vor dem Zusammenbruch zu bewahren. Die RBS befindet sich mittlerweile zu etwa 70 Prozent in staatlicher Hand. (Reuters)

          Auch Steinbrück fordert Verzicht auf Dividendenzahlungen

          Auch Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hat die deutschen Unternehmen aufgefordert, in diesem Jahr auf Dividendenzahlungen zu verzichten. Mögliche Gewinne müssten stattdessen in den Erhalt von Arbeitsplätzen investiert werden, sagte Steinbrück der Zeitung „Bild am Sonntag“. In der Union stieß der Vorschlag des Ministers auf Ablehnung.

          Steinbrück sagte, Unternehmen hätten in dieser Krise eine besondere Verantwortung gegenüber ihren Beschäftigten. Sie sollten, wenn sie 2009 überhaupt Gewinne machten, diese nicht als Dividenden ausschütten, sondern in erster Linie nutzen, um ihre Unternehmen zu stabilisieren. Es gehe jetzt darum, in erster Linie Arbeitsplätze und ganze Unternehmen zu erhalten und nicht Aktionäre zu befriedigen, sagte Steinbrück.
          Unionsfranktionsvize Michael Meister sagte der „Welt“, der Vorschlag von Steinbrück sei „ideologisch motivierter Klassenkampf“.

          Der Vorschlag sorge dafür, „dass wir in der Krise noch mehr Probleme bei der Unternehmensfinanzierung bekommen“, sagte der CDU-Finanzpolitiker. Denn damit werde es uninteressanter, in Deutschland Eigenkapital in Unternehmen einzubringen. Wenn Arbeitgeber einen Arbeitsplatz erhalten wollten, brauchten sie dauerhaft eine Aufgabe für diesen Arbeitsplatz. Ein einmaliger Verzicht auf die Dividendenzahlung nütze da nichts.

          Die 30 Dax-Unternehmen planen nach Analystenschätzungen für das Geschäftsjahr 2008 Ausschüttungen von mehr als 20 Milliarden Euro. Im Jahr 2008 erzielten die meisten Dax-Konzerne aber auch noch üppige Gewinne. (AFP)

          Großbritannien kündigt Sonderuntersuchung zum Banken-Management an

          Mit einer unabhängigen Sonderuntersuchung will Großbritannien das Management der angeschlagenen Banken auf den Prüfstand stellen. Dabei sollen auch die umstrittenen Bonuszahlungen unter die Lupe genommen werden, kündigte Finanzminister Alistair
          Darling an. Es solle auch untersucht werden, wie Banker mit finanziellen Anreizen zu risikoreichen Geschäften verleitet würden. „Es ist nicht falsch, wenn Boni für Erfolg gezahlt werden. Aber es ist alles falsch daran, Boni für Versagen zu zahlen“, sagte der Schatzkanzler am Sonntag. Er verstehe, dass die Menschen über die Maßlosigkeit bei Banken-Boni verärgert seien. Details der Untersuchung sollen in den nächsten Tagen bekanntgegeben werden. (dpa-AFX)

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