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Medienschau : SAP übernimmt Sybase

  • Aktualisiert am

Telefonica steigert den Gewinn um zwei Prozent, Cisco: Robustes Ergebnis - warnt vor zuviel Optimismus, Thomas Cook: Umsatzrückgang und höherer Verlust, Sony verringert den Nettoverlust, Credit Agricole profitiert von Basiseffekt, restliche Ergo-Aktionäre werden zwangsabgefunden, HTC klagt auf Verkaufsstopp von iPad, iPhone und iPod, „NYT“: Untersuchungen gegen acht Banken wegen Betrugsverdachts, Japan: Leistungsbilanzüberschuss auf Zweijahreshoch, Hinweise auf neue Ölfunde vor Brasiliens Küste

          6 Min.

          Unternehmen

          SAP übernimmt Sybase

          Wenige Monate nach einem Führungswechsel hat der deutsche Softwarekonzern SAP zu einer Großakquisition ausgeholt - und verschärft damit die Konkurrenz zu dem amerikanischen Erzrivalen Oracle. Nach einer Mitteilung vom Mittwochabend will SAP für 5,8 Milliarden Dollar (rund 4,6 Milliarden Euro) in bar das amerikanische Softwareunternehmen Sybase kaufen (siehe auch: Software: SAP wagt Milliardenübernahme).

          Cisco: Robustes Ergebnis - warnt vor zuviel Optimismus

          Der weltgrößte Netzwerkausrüster Cisco profitiert merklich von der Erholung der Weltwirtschaft. Der Gewinn im dritten Geschäftsquartal sei binnen Jahresfrist um mehr als zwei Drittel auf 2,2 Milliarden Dollar gestiegen, teilte das Unternehmen am Mittwoch nach amerikanische Börsenschluss mit. Ohne Sonderposten verdiente Cisco je Aktie 42 Cent und damit drei Cent mehr als von Analysten erwartet. Trotz der Zuwächse warnte Cisco-Chef John Chambers vor zuviel Euphorie. „Da die Konjunkturerholung unsicher ist, raten wir den Investoren, zunächst weitere Wirtschaftsdaten abzuwarten, bevor sie zu optimistisch werden,“ sagte Chambers bei einer Telefonkonferenz. Der Umsatz kletterte um 27 Prozent auf 10,4 Milliarden Dollar. Analysten hatten lediglich mit 10,2 Milliarden Dollar gerechnet. Viele Unternehmen und Behörden rüsten im Zuge der Wirtschaftserholung ihre Netzwerke auf und kurbeln so die Geschäfte bei Cisco an. Der amerikanische Konzern stellt Geräte für den Datenverkehr her, sogenannte Router und Switches. Für das laufende Geschäftsquartal prognostiziert Cisco ein Umsatzwachstum von 25 bis 28 Prozent. An der Wall Street wird mit einem Umsatz von 10,68 Milliarden Dollar gerechnet, was einem Anstieg von 25 Prozent entspricht. Cisco-Aktien gaben nachbörslich drei Prozent nach. Der weltgrößte IT-Dienstleister IBM blickt indes zuversichtlich in die Zukunft. Der Konzern hatte am Mittwoch angekündigt, in den kommenden fünf Jahren seinen Gewinn mehr als verdoppeln und zudem über 20 Milliarden Dollar für Zukäufe ausgeben zu wollen. Das Ergebnis je Aktie, das sich 2009 auf 10,01 Dollar belief, soll im laufenden Jahr mindestens 11,20 Dollar betragen, bekräftige IBM-Chef Sam Palmisano frühere Prognosen. Für das Jahr 2015 rechnet er mit einem Gewinn von „mindestens 20 Dollar“ je Anteilsschein. (Reuters)

          Telefonica steigert den Gewinn um zwei Prozent

          Der spanische Telekommunikationsriese Telefonica konnte den Nettogewinn im ersten Quartal im Vergleich mit dem Vorjahr um zwei Prozent auf 1,656 Milliarden Euro steigern. Der Umsatz legte um 1,7 Prozent auf 13,903 Milliarden Euro zu. In Spanien selbst gingen die Erlöse um 5,7 Prozent zuzück. (Bloomberg)

          Thomas Cook: Umsatzrückgang und höherer Verlust

          Der Reisekonzern Thomas Cook hat im Winterhalbjahr eines Umsatzrückgang hinnehmen müssen und höhere Verluste geschrieben. Allerdings falle das Finanzergebnis trotz der weltweiten Rezession solide aus, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Für den Sommer werde eine robuste Nachfrage erwartet. Die Folgen der Aschewolke würden Thomas Cook mit etwa 70 Millionen Pfund belasten. Zudem sei man mit einer zunehmenden wirtschaftlichen Unsicherheit konfrontiert. Unter Ausklammerung der Auswirkungen der Aschewolke sei der Konzern aber auf gutem Weg, seine Ziele zu erreichen. Für das erste Halbjahr (per Ende März) wies Thomas Cook am Donnerstag einen Umsatz von rund 3,31 Milliarden Pfund (knapp 3,9 Milliarden Euro) aus, was einem Rückgang von fünf Prozent entspricht. Hier hätten sich die geplanten Reduzierungen der Kapazitäten bemerkbar gemacht, hieß es. Im operativen Geschäft stieg der Verlust um 15,1 Prozent auf 130,2 Millionen Pfund. (Reuters)

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