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Medienschau : SAP-Gewinn enttäuscht

  • Aktualisiert am

Die Deutsche Bank rutscht wegen der Postbank tief ins Minus, Kontron übertrifft leicht die Erwartungen, Michelin steigert den Umsatz weiter, ST Micro erwartet das und Air France-KLM hebt die Gewinnprognose an. Die amerikanischen Rohstoff-Terminmärkte sollen stärker überwacht werden.

          8 Min.

          Unternehmensnachrichten

          SAP-Gewinn enttäuscht

          Der Umsatz des Softwarekonzerns SAP mit Software-Lizenzen und -Wartung ist im dritten Quartal deutlich um 20 Prozent auf 2,316 Milliarden Euro gestiegen. Damit traf der Weltmarktführer für Unternehmens-Software die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten. Der Betriebsgewinn und der Überschuss wuchsen jedoch nicht so schnell wie von den Börsenexperten erwartet.

          Für das Gesamtjahr bestätigte SAP seinen Geschäftsausblick. Danach sollen die Umsätze bei konstanten Wechselkursen um neun bis elf Prozent zulegen. Das umsatzträchtigste und ertragsreichste Vierteljahr des Geschäftsjahres liegt noch vor SAP, da in den Monaten Oktober bis Dezember traditionell die meisten Software-Geschäfte abgeschlossen werden. (Reuters)

          Deutsche Bank rutscht wegen Postbank-Abschreibung wie erwartet tief ins Minus

          Die Deutsche Bank ist im dritten Quartal wegen einer Abschreibung auf den Wert ihrer Postbank-Beteiligung wie erwartet tief in die roten Zahlen gerutscht. Unter dem Strich stand wegen der rund 2,3 Milliarden Euro hohen Abschreibung auf die bereits gehaltenen Anteile an der Postbank, die bis Ende des Jahres übernommen sein soll, ein Verlust von 1,22 Milliarden Euro, wie die Bank am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Von dpa-AFX befragte Experten hatten mit einem Minus in dieser Höhe gerechnet. Die Deutsche Bank hatte im September angekündigt, die Postbank übernehmen zu wollen. Die größte deutsche Bank hielt bereits zuvor knapp 30 Prozent an der früheren Post-Tochter. (dpa-AFX)

          Krones etwas zuversichtlicher

          Der Hersteller von Getränkeabfüllanlagen Krones blickt nach einer deutlich besseren Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten zuversichtlicher auf den Rest des Jahres. Nach Angaben vom Mittwoch rechnet das in Neutraubling bei Regensburg ansässige Unternehmen für 2010 nun mit einem Umsatzplus von bis zu 15 Prozent und einer Vorsteuerrendite von rund 3 Prozent sowie einem deutlich positiven Ergebnis.

          Bislang war die Krones AG von einem Umsatzplus von 10 Prozent bis 15 Prozent ausgegangen und hatte einen „nennenswerten“ Nettogewinn in Aussicht gestellt. Für 2011 rechnet der MDax-Konzern mit einer weiteren positiven Entwicklung bei Umsatz und Gewinn. (Dow Jones)

          Kontron im dritten Quartal leicht über den Erwartungen

          Der Minicomputer-Hersteller Kontron hat im dritten Quartal mit einem kräftigen Umsatz- und Gewinnanstieg die Erwartungen übertroffen. Der Umsatz legte dank einer guten Auftragslage von 115,6 auf 133 Millionen Euro zu, wie das im TecDax notierte Unternehmen am Mittwoch in Eching mitteilte. Der Betriebsgewinn stieg von 4,8 auf 8,1 Millionen Euro. Unterm Strich verdiente Kontron 5,6 Millionen Euro nach 3,1 Millionen Euro vor einem Jahr. Das Unternehmen kündigte an, das vierte Quartal werde noch stärker sein als das dritte, ohne die bisherige Jahresprognose ausdrücklich zu bekräftigen. Dieser sah ein Umsatz zwischen 480 und 485 Millionen Euro und ein Ebit vor Sonderposten von 30 bis 35 Millionen Euro vor.

          Michelin steigert Umsatz weiter

          Der weltgrößte Reifenhersteller Michelin hat im dritten Quartal sein Umsatzwachstum beschleunigt und sich abermals optimistisch geäußert. Die Erholung des Geschäfts laufe schneller als zu Jahresbeginn erwartet, teilte das Unternehmen am Dienstagabend in Paris mit. Der Umsatz im dritten Quartal war um 23,8 Prozent im Vergleich zum schwachen Vorjahreszeitraum auf gut 4,6 Milliarden Euro gestiegen. Nach neun Monaten steht ein Erlöszuwachs von 19,4 Prozent auf knapp 13 Milliarden Euro in den Büchern. Dabei profitierte das Unternehmen auch von Preiserhöhungen. Im laufenden Jahr will Michelin eine operative Marge vor Sondereffekten von 9 Prozent erzielen. (dpa-AFX)

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