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Medienschau : SAP-Chef Apotheker tritt überraschend zurück

  • Aktualisiert am

MAN muss angeblich seinen Scania-Anteil wertberichtigen, Toyota den Prius wegen der Bremsen zurückrufen. Dexia verkleinert sich um 35 Prozent, Finanzinvestoren rechnen 2010 mit einer Markterholung und der DIHK sieht weiter Kreditschwierigkeiten .

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          Unternehmen

          SAP-Chef Apotheker tritt überraschend zurück

          Der Chef von SAP ist weniger als ein Jahr nach seinem Aufstieg an die Unternehmensspitze mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Der Aufsichtsrat habe sich mit Leo Apotheker einvernehmlich darauf verständigt, seinen Vertrag als Vorstandsmitglied nicht zu verlängern, teilte der Walldorfer Softwarekonzern am Sonntagabend überraschend mit. Apotheker habe sein Vorstandsmandat mit sofortiger Wirkung niedergelegt.

          An seiner Stelle werden nun die beiden Vorstandsmitglieder Bill McDermott, verantwortlich für Vertrieb, und Jim Hagemann Snabe, verantwortlich für Produktentwicklung, den Konzern führen, wie SAP nun mitteilte. Beide Manager wurden zu gleichberechtigten Vorstandssprechern ernannt. Hasso Plattner, Mitgründer der SAP und Aufsichtsratsvorsitzender, soll ihnen zur Seite stehen und sie „in Fragen der Technologie und der Produktentwicklung beraten“. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens sowie der Fokus auf profitables Wachstum soll aber beibehalten und weiter vorangetrieben sowie die führende Position im Markt weiter ausgebaut werden, wie Plattner sagte. (Reuters)

          Jenoptik will 2010 in Gewinnzone zurückkehren

          Nach dem defizitären Krisenjahr 2009 rechnet der Optoelektronikkonzern Jenoptik für 2010 wieder mit einer deutlichen Geschäftsbelebung. Sollte sich die Erholung in der Halbleiterindustrie fortsetzen, sei für das angelaufene Jahr mit einem Jahresüberschuss zu rechnen, teilte das im TecDax notierte Unternehmen am Montag mit.

          Bei einem Umsatz von 475 Millionen bis 500 Millionen Euro will die Jenoptik AG 2010 ein operatives Ergebnis (Ebit) von 15 Millionen bis 25 Millionen Euro erwirtschaften. Ergebnisstützend soll das im vergangenen Jahr eingeleitete Sparprogramm wirken, mit dem Jenoptik die Kosten auch 2010 um deutlich mehr als 10 Millionen Euro senken will.

          Der Konzern hatte wegen erneuter Einmalkosten im Schlussviertel auch im Gesamtjahr 2009 operativ rote Zahlen geschrieben. Der Verlust vor Zinsen und Steuern habe nach vorläufigen Zahlen etwa 19 Millionen Euro betragen. Analysten hatten im Schnitt mit einem Minus beim Ebit von 13,3 Millionen Euro gerechnet. Bereits im zweiten Quartal ist der Jenaer Konzern nach einem negativen Nettoergebnis im Auftaktquartal auch operativ in die Verlustzone gerutscht. Im Vorjahreszeitraum hatte Jenoptik noch ein Ebit von 37,1 Millionen Euro ausgewiesen.

          Der Umsatz sank vor allem wegen einer Nachfrageflaute in der Halbleiter- und Automobilindustrie im abgelaufenen Geschäftsjahr um 14 Prozent auf etwa 470 Millionen Euro. Für das laufende Geschäftsjahr peilt Jenoptik wieder einen positiven Jahresüberschuss an. (Dow Jones, dpa-AFX)

          MAN muss Scania-Anteil wertberichtigen

          Der Nutzfahrzeughersteller MAN wird einem Pressebericht zufolge in seinem Abschluss für 2009 eine signifikante Buchwertabschreibung auf seinen Anteil an der schwedischen Volkswagen-Tochter Scania vornehmen. Es gehe um einen Betrag von ungefähr 350 Millionen Euro, berichtet die „Börsen-Zeitung“ (Samstagausgabe) und beruft sich auf Finanzkreise.

          MAN bilanziere den Anteil von 20 Prozent der Stimmrechte at-Equity und hatte im 2008er-Abschluss einen Buchwert von knapp 1,4 Milliarden Euro ausgewiesen. Es sei absehbar, dass die Abschreibung das Jahresergebnis leicht in die Verlustzone drücken könnte, berichtet die Zeitung. Da der Konzern operativ weiter Geld verdient und mehr als 500 Millionen Euro Cash auf der Bilanz hat, dürfte die Fähigkeit zur Auszahlung zumindest einer symbolischen Dividende erhalten bleiben. MAN will sein Zahlenwerk auf der Bilanzpressekonferenz am 15. Februar präsentieren. (dpa-AFX)

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