https://www.faz.net/-gv6-158lf

Medienschau : Salzgitter arbeitet sich aus der Krise heraus

  • Aktualisiert am

LVMH übernimmt Mehrheit an Bulgari, Zumtobel wächst profitabel, Dresden plant Millionenklage gegen Gagfah, LSE erwägt angeblich Übernahme der Nasdaq, Kuoni kauft Travelport, Saudi-Arabien verbietet Demonstrationen, Moody's senkt Griechenland-Rating - Ausblick bleibt negativ, Japans Frühindikatorenindex im Januar gestiegen

          10 Min.

          Unternehmensnachrichten

          Salzgitter arbeitet sich aus der Krise heraus

          Der zweitgrößte deutsche Stahlhersteller Salzgitter hat sich im vergangenen Jahr langsam aus der Krise gearbeitet und die Rückkehr in die Gewinnzone geschafft. Nach einem Vorsteuerverlust von fast einer halben Milliarde Euro im Krisenjahr 2009 erwirtschaftete das Unternehmen nun wieder einen Gewinn von 48,9 Millionen Euro, wie die im MDax notierte Gesellschaft am Montag in Salzgitter mitteilte. Damit traf der Konzern die Erwartungen von Analysten. Das Vorsteuerergebnis ist aber noch weit vom Vorkrisenniveau entfernt, als es bei über einer Milliarde Euro lag. Der Umsatz stieg 2010 um 6 Prozent Prozent auf 8,3 Milliarden Euro. Für dieses Jahr rechnet der Vorstand mit einer stärkeren Dynamik. Der Umsatz soll um 15 bis 20 Prozent steigen, der Vorsteuergewinn sich mehr als verdoppeln. (dpa-AFX)

          Französischer Luxusgüterkonzern LVMH übernimmt Merheit an Bulgari

          Der französische Luxusgüterkonzern LVMH übernimmt den italienischen Schmuck- und Uhrenproduzenten Bulgari. Der Hersteller von Louis-Vuitton-Taschen und Moet & Chandon-Champagner sichert sich in einem Aktiengeschäft die Mehrheit an dem italienischen Traditionsunternehmen, wie beide Konzerne am Montag mitteilten. Die Bulgari-Familie erhält für ihre 152,5 Millionen Aktien an ihrem Konzern 16,5 Millionen Anteilspapiere von LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton. Die Bulgaris avancieren damit zum zweitgrößten Familienanteilseigner an LVMH, dem Primus der internationalen Luxusgüterindustrie. Für die restlichen Bulgari-Anteile bieten die Franzosen 12,25 Euro. Bulgari-Papiere schlossen am Freitag bei 7,59 Euro. LVMH-Aktien gingen bei 111,55 Euro aus dem Handel. Damit wird das italienische Unternehmen in dem Deal mit rund 3,7 Milliarden Euro bewertet. Der 1884 gegründete Bulgari-Konzern schlüpft unter das LVMH-Dach, um nach eigenen Angaben die langfristige Entwicklung des Unternehmens zu stärken. Vor knapp einem Jahr hatte noch der Schweizer Uhrenhersteller Swatch einem Magazinbericht zufolge Interesse an Bulgari signalisiert. LVMH war unlängst beim heimischen Taschen- und Seidentuchfabrikanten Hermes eingestiegen. (Reuters)

          Zumtobel wächst profitabel

          Die sich bereits in der ersten Jahreshälfte abzeichnende Belebung des Geschäfts hat sich für den Lichtkonzern Zumtobel Group im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres fortgesetzt. Nach dem Komponentengeschäft, das bereits seit einem Jahr wieder Wachstum ausweist, kehrte nun auch das spätzyklische Leuchtengeschäft erstmals nach zweieinhalb Jahren wieder auf einen realen (währungsbereinigten) Wachstumskurs zurück. In Summe konnte die Zumtobel Gruppe den Umsatz in den ersten neun Monaten (Mai 2010 bis Januar 2011) um 10,2 Prozent auf 908,9 Millionen Euro (Vorjahr: 825,0 Millionen Euro) steigern. Bereinigt um positive Währungseffekte ergibt sich ein Wachstum von 4,6 Prozent. Damit hebt sich die Zumtobel Gruppe von der generellen Entwicklung im gewerblichen Hochbau ab, der im Kalenderjahr 2010 noch deutlich rückläufig war. Die positiven Effekte aus dem Umsatzwachstum zeichnen sich auch im Ergebnis ab. So konnte die Zumtobel Gruppe das bereinigte operative Ergebnis in den ersten drei Quartalen um knapp ein Drittel auf 64,4 Millionen Euro (VJ: 49,8 Millionen Euro) steigern. Im dritten Quartal (November bis Januar) alleine betrachtet legte das bereinigte Ebit von 2,0 Millionen Euro auf 15,9 Millionen Euro zu. Hierin ist eine einmalige Lizenzzahlung von 3 Millionen Euro enthalten. Die bereinigte Umsatzrendite für die ersten neun Monate stieg auf 7,1 Prozent (Vorjahr 6,0 Prozent). Das Periodenergebnis nach Steuern hat sich mit 52,6 Millionen Euro mehr als verdoppelt (VJ: 21,3 Millionen Euro), das Ergebnis je Aktie stieg entsprechend von 0,49 Euro auf 1,23 Euro. „Angesichts der erwarteten Unternehmensentwicklung und aufgrund positiver konjunktureller Rahmenbedingungen hebt der Vorstand seinen Ausblick für das volle Geschäftsjahr 2010/11 (Mai 2010 bis April 2011) an. Obwohl erwartet wird, dass sich die Dynamik und die Ertragssituation des Komponentengeschäfts im vierten Quartal leicht abschwächen wird, geht der Vorstand für das Gesamtjahr von einem Umsatz von rund 1,2 Milliarden Euro (Vorjahr: 1.114,6 Millionen Euro) und einer bereinigten Ebit-Marge von über sechs Prozent aus. Angesichts der starken Marktpositionierung, der anhaltenden Nachfrage nach energieeffizienten Beleuchtungssystemen sowie vermehrt positiver konjunktureller Signale ist das Unternehmen für die mittel- und langfristige Perspektive zuversichtlich, den profitablen Wachstumskurs fortsetzen zu können. (Ad-hoc)

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Abkommen steht : Unerwarteter Durchbruch beim Brexit

          Die Unterhändler der EU und Großbritannien haben sich auf einen Brexit-Vertrag geeignet. Das bestätigten Jean-Claude Juncker und Boris Johnson auf Twitter. Ein Scheitern des Abkommens ist jedoch dennoch möglich.

          Amtsenthebungsverfahren : Verfassung und Verschwörungstheorie

          Bis jetzt gab es zwei Amtsanklagen gegen Präsidenten in Amerika, beide jedoch scheiterten – aus gutem Grund. Welche Wege zur Absetzung von Donald Trump wahrscheinlicher sind.

          Bernd Lucke : Nazischweine und Gesinnungsterror

          Vom AStA kann man nicht viel erwarten. Aber die Hamburger Regierung und die Universität leisten sich in Sachen Bernd Lucke eine peinliche Vorstellung.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.