https://www.faz.net/-gv6-6ni03

Medienschau : S&P senkt Japans Rating-Ausblick

  • Aktualisiert am

Software AG wächst solide, Ölpest im Golf von Mexiko trübt BP-Geschäftszahlen, Ericsson verdient überraschend viel, ABB verbucht kräftiges Gewinnplus, Credit Suisse enttäuscht, Amazon enttäuscht die Märkte, Canon mit Gewinnwarnung, LG Electronics in den schwarzen Zahlen, Renault steigert den Umsatz um 15 Prozent, Kontron wächst deutlich, STM wächst trotz Beben, Hertz senkt den Verlust, LDK Solar senkt Umsatzprognose, Johnson & Johnson kauft Synthes, S&P senkt Japans Rating-Ausblick, GfK - gedämpfte Kauflaune, Nutzfahrzeug-Nachfrage legt in Europa zu, Südkorea mit 1,4 Prozent Wachstum

          Unternehmensnachrichten

          Software AG wächst solide

          Der Darmstädter Softwarehersteller Software AG hat im ersten Quartal dank weltweit reger Nachfrage und der Kostensynergien aus dem Schulderschluss mit IDS Scheer einen Umsatz- und Gewinnsprung erzielt. Der Umsatz erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal von 250 auf 272,6 Millionen Euro, wie das im TecDax notierte Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Damit erfüllten die Darmstädter die Erwartungen der Analysten, die im Schnitt mit 269 Millionen Euro gerechnet hatten. Der operative Gewinn legte von 46,6 auf 60,2 Millionen Euro zu (Prognose: 58,4 Millionen Euro). Der Überschuss stieg von 28 auf 40 Millionen Euro (Prognose 38 Millionen Euro). Die Software AG profitiert nun vollständig von den Synergien mit IDS Scheer. Vor einem Jahr standen ihnen noch hohe Umbaukosten gegenüber. Zudem spielte den Darmstädtern der schwache Euro in die Hand. „Ein Jahr nach der Verschmelzung mit der IDS Scheer AG zeigt sich die Ergebniswirkung der neuen Unternehmensstruktur in voller Deutlichkeit. Skaleneffekte und interne Prozessoptimierungen schlagen sich in stark verbesserten Kostenquoten nieder“, sagte Finanzvorstand Arnd Zinnhardt. Für das laufende Jahr bekräftigen die Darmstädter das Ziel, den Vorjahresumsatz von 1,12 Milliarden Euro währungsbereinigt um fünf bis sieben Prozent zu übertreffen. Dank der Synergien mit IDS Scheer erwartet die Software AG 2011 eine Steigerung des Überschusses zwischen 10 und 15 Prozent. Die BPE-Sparte mit der Integrations- und Prozess-Software der Marken webMethods und Aris wuchs beim Umsatz mit Lizenzen, Wartungen und Dienstleistungen um 13 Prozent auf 123,9 Millionen Währungsbereinigt lag das Plus noch bei 10 Prozent. Der ETS-Bereich mit der Großrechnersoftware Adabas und Natural legte um neun Prozent auf 96,8 Millionen Euro zu. Währungsbereinigt waren es 5 Prozent. Das Beratungsgeschäft IDS Consulting verharrte mit 51,9 Millionen Euro Umsatz auf Vorjahresniveau. Der Ergebnisbeitrag der Sparte verbesserte sich. Derzeit werden weitere Berater eingestellt. Die Nettoverschuldung sank seit Jahreswechsel um 45,6 Millionen auf 121,6 Millionen Euro. Vor einem Jahr lag sie noch bei 247,7 Millionen Euro. (dpa-AFX)

          Ölpest im Golf von Mexiko trübt BP-Geschäftszahlen

          Die Folgekosten der verheerenden Ölpest im Golf von Mexiko belasten weiter das BP-Geschäft. Höhere Ausgaben sowie eine geringere Produktion durch die Explosion der Bohrplattform „Deepwater Horizon“ vor rund einem Jahr machten die für BP positiven Effekte der steigenden Ölpreise zunichte, teilte der britische Konzern am Mittwoch mit. Der Nettogewinn vor Bestandswertveränderungen sank im ersten Quartal um zwei Prozent auf 5,5 Milliarden Dollar. Die Ölkatastrophe hatte den Briten schon die Bilanz des vergangenen Jahres verhagelt. Nach der Plattform-Explosion im Golf von Mexiko floss 87 Tage lang ungehindert Öl ins Meer und richteten an Flora, Fauna, in der Fischwirtschaft und im Tourismus große Schäden an. (Reuters)

          Netzwerkausrüster Ericsson verdient überraschend viel

          Der schwedische Netzwerkausrüster Ericsson hat im Auftaktquartal überraschend viel umgesetzt und verdient. Der operative Gewinn ohne Einbeziehung der Joint-Ventures habe umgerechnet 6,3 Milliarden Schwedische Kronen (rund 707 Millionen Euro) betragen, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Der Umsatz belief sich demnach auf 53,0 Milliarden Kronen (5,9 Milliarden Euro). Analysten hatten den Schweden einen Betriebsgewinn von 5,0 und einen Umsatz von 49 Milliarden Kronen vorausgesagt. Ericsson erklärte weiter, der Umsatz habe im ersten Quartal nicht unter den Folgen des Japan-Bebens gelitten. Bei der Lieferung einiger Produkte werde aber mit Verzögerungen gerechnet. (Reuters)

          ABB verbucht kräftiges Gewinnplus

          Der Schweizer Elektrokonzern ABB hat im ersten Quartal dank hoher Investitionen der Industrie und Stromnetzbetreiber einen kräftigen Gewinnanstieg verbucht. Der Überschuss legte verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 41 Prozent auf 655 Millionen Dollar zu, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Der Umsatz kletterte um ein Fünftel auf 8,4 Milliarden Dollar. Während die Einnahmen die die Erwartungen der Analysten deutlich übertrafen, blieb der Erlös hinter den Schätzungen zurück. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass wir sowohl beim Wachstum als auch bei der Ertragskraft an Zugkraft gewinnen.“ sagt ABB-Chef Joe Hogan. „Auch unsere verbesserte Kostenstruktur hat sich ausgezahlt. So konnten wir in unseren wachstumsstarken Geschäftsfeldern eine erhöhte Rentabilität und in den nachfrageschwachen Bereichen stabile Margen erzielen.“ Einen konkreten Ausblick auf das Gesamtjahr wagte er weiterhin nicht. Der Vorstandschef kündigte allerdings an, weiter nach Übernahmezielen Ausschau zu halten. „Die aktuellen Ereignisse in Japan und die hohen Ölpreise werden die Nachfrage nach energieeffizienten Energie- und Automationstechnologien voraussichtlich weiter ankurbeln.“ (Reuters)

          Credit Suisse enttäuscht

          Angesichts von Einbußen Investmentbanking hat die Schweizer Großbank Credit Suisse im ersten Quartal 2011 nur etwa halb so viel Gewinn erzielt wie im Vorjahr. Fair-Value-Anpassungen auf eigene Verbindlichkeiten schlugen zusätzlich mit 467 Millionen Franken zu Buche, wie das Institut am Mittwoch mitteilte. Unter dem Strich erzielte die zweitgrößte Schweizer Bank einen Reingewinn von 1,14 Milliarden Franken. Analysten hatten den Reingewinn mit 1,35 Milliarden Franken veranschlagt. Im Private Banking ging der Vorsteuergewinn den Angaben zufolge um vier Prozent auf 855 Millionen Franken zurück. Das Nettoneugeld belief sich auf 18,0 Milliarden Franken. Im Investmentbanking sank der Gewinn gegenüber dem Auftaktquartal 2010 um 25 Prozent auf 1,34 Milliarden Franken. Er lag aber 140 Prozent höher als im Schlussquartal des letzten Jahres. (Reuters)

          Barclays: verdient weniger - Eigenkapitalrendite steigt

          Die britische Bank Barclays hat im ersten Quartal 2011 zwar einen Fortschritt bei ihrer Eigenkapitalrendite gemacht - sie musste aber wegen des schleppenden Geschäfts im Investmentbanking einen niedrigeren Gewinn ausweisen als im Vorjahr. Der Vorsteuergewinn ermäßigte sich um 9 Prozent auf 1,66 Milliarden Pfund und das Nettoergebnis fiel um 5 Prozent auf 1,01 Milliarden Pfund. Analysten hatten mit einem Gewinn vor Steuern von 1,8 Milliarden Pfund gerechnet. Neben Barclays hatten auch in dieser Woche die Wettbewerber UBS und Credit Suisse schwächere Gewinnkennziffern als im Auftaktquartal 2010 gemeldet. Dies liegt zum Teil daran, dass sich die Marktbedingungen 2011 nach einem vergleichsweise guten Start wegen der Erdbeben- und Atomkatastrophe in Japan und den anhaltenden Unruhen in der arabischen Welt nicht mehr so vorteilhaft entwickelt haben, wie im insgesamt sehr starken Erstquartal 2010. In der Sparte Investmentbanking bekam die Bank das schleppende Geschäft mit Anleihen, Rohstoffen und Devisen zu spüren. Die Einnahmen im Segment Barclays Capital beliefen sich im ersten Quartal auf 2,28 Milliarden Pfund nach 3,85 Milliarden Pfund im Vorjahr. Die Eigenkapitalrendite (RoE) habe sich aber auf über 10 Prozent verbessert, erklärte die Unternehmensführung. Im Februar hatte das Institut einen RoE in einer Spanne von 13 Prozent bis 15 Prozent in Aussicht gestellt. Einen konkreten Zeitraum für das Erreichen der Zielwerte nannten die Briten damals allerdings nicht. Das neue Umfeld - wie etwa strengere Anforderungen an das Kapital - bringe niedrigere Renditen mit sich als in der Zeit vor der Finanzkrise, hatte damals CEO Bob Diamond gewarnt. Vor der Krise brachte es die Londoner Bank auf eine Eigenkapitalrendite von mehr als 20 Prozent. 2010 lag der RoE dagegen bei lediglich 7,2 Prozent. Inzwischen verbesserte sich aber die harte Kernkapitalquote (Core Tier 1 Ratio) per Ende März auf 11 Prozent von 10,8 Prozent am 31. Dezember. (Dow Jones Newswires)

          Amazon enttäuscht Märkte mit Gewinneinbruch

          Der Kampf um Marktanteile hinterlässt beim weltgrößten Internet-Kaufhaus Amazon.com deutliche Blessuren. Wegen Investitionen in neue Geschäftsfelder verbuchte der amerikanische Konzern im Auftaktquartal einen Gewinneinbruch. Der Ebay-Konkurrent wies am Dienstag nach Börsenschluss in New York einen Überschuss von 201 Millionen Dollar aus. Das waren fast 33 Prozent weniger als vor einem Jahr. Der Gewinn je Aktie belief sich auf 44 Cent. Analysten hatten mit 61 Cent je Dividendenpapier deutlich mehr erwartet. Der Umsatz kletterte den Angaben nach um 38 Prozent auf 9,86 Milliarden Dollar. Amazon-Aktien brachen nachbörslich zunächst deutlich ein. Später notierten sie in etwa auf ihrem regulären Schlusskurs. Für das zweite Quartal geht Amazon von einem Umsatz von 8,85 bis 9,65 Milliarden Dollar aus. Damit würde der Online-Händler die Markterwartungen von 8,7 Milliarden Dollar übertreffen. Der Betriebsgewinn wird nach Schätzungen von Amazon zwischen 95 und 245 Millionen Dollar nach 207 Dollar im gleichen Vorjahreszeitraum liegen. In den vergangenen Jahren wurde Amazon für seine rasante Entwicklung und zweistellige Wachstumszahlen oft gelobt. Das 1994 von Jeff Bezos gegründete Unternehmen schaffte den Sprung vom einfachen Online-Buchhändler zum Marktführer bei Internethandelskonzernen. Im vergangenen Sommer wurden erstmals mehr digitale Bücher als Printausgaben verkauft. Das Lesegerät Kindle gilt bereits als erfolgreichstes Vertriebsprodukt, muss sich aber nun des immer beliebter werdenden iPads von Apple erwehren. (Reuters)

          LG Electronics zurück in den schwarzen Zahlen

          Der südkoreanische Elektronikkonzern LG Electronics ist nach zwei Quartalsverlusten in Folge wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Der Betriebsgewinn lag zu Jahresbeginn bei 131 Milliarden Won (82 Millionen Euro), wie der weltweit zweitgrößte TV-Hersteller und drittgrößte Handy-Konzern am Mittwoch mitteilte. Das entspricht allerdings im Vergleich zum Vorjahresquartal einem Rückgang von mehr als 70 Prozent. Den Südkoreanern macht vor allem der harte Wettbewerb mit Handy-Konkurrenten wie Apple, Nokia und Samsung Electronics sowie die nachlassende Nachfrage nach Fernsehern zu schaffen. Trotzdem gibt sich LG optimistisch. Der Konzern rechnet damit, im laufenden Quartal im Handy-Geschäft mit hochwertigen Geräten wie dem Optimus 2X und Optimus Black wieder schwarze Zahlen zu schreiben. Im ersten Quartal reduzierte sich der operative Verlust in diesem Bereich um weit mehr als die Hälfte auf 63 Millionen Euro. Die LG-Aktie legte um 1,9 Prozent zu. (Reuters)

          Erdbeben-Katastrophe zwingt Canon zu Gewinnwarnung

          Der japanische Kamerahersteller Canon hat wegen der Erdbeben-Katastrophe in Japan im ersten Quartal einen Gewinnrückgang verbucht und seine Erwartung für das laufende Geschäftsjahr nun deutlich zurechtgestutzt. Die Canon Inc, die traditionell vor den heimischen Wettbewerbern über den Geschäftsverlauf berichtet und als Indikator für die Entwicklung der exportorientierten japanischen Unternehmen gilt, verzeichnete im Zeitraum Januar bis März einen Rückgang des Nettogewinns auf 55,46 (56,81) Milliarden Yen. Neben dem Produktionsausfall im Zuge der Erdbeben-Katastrophe schmälerte auch der starke Yen den Gewinn. Operativ sah Canon einen stärkeren Ergebnisrückgang auf 82,5 (86,84) Milliarden Yen. Canon mit Sitz in Tokio bezeichnete den weiteren Geschäftsausblick als „extrem unsicher“ und rechnet nun mit einem Gewinn von 220 Milliarden Yen statt vorher 310 Milliarden Yen im Gesamtjahr. Dies würde einen Gewinnrückgang auf Jahressicht von 10,8 Prozent bedeuten. Canon musste den Betrieb in seinem wichtigsten Kamera-Werk teilweise ruhen lassen, weil nach dem Erdbeben wichtige Teile fehlten. Wegen der Unsicherheiten behalten sich die Japaner im Jahresverlauf weitere Prognoseanpassungen vor. (Dow Jones Newswires)

          Renault steigert den Umsatz um 15 Prozent

          Trotz der weitreichenden Produktionseinschränkungen nach den Naturkatastrophen in Japan hält der französische Autobauer Renault an seinen Jahresprognosen fest. Zwar könne sich die Produktion in den kommenden Monaten wegen Problemen in der Lieferkette abschwächen, teilte Renault am Dienstag mit. Trotzdem stünden die Ziele des Konzerns für 2011 derzeit nicht in Frage. Angepeilt sind ein höherer Umsatz und mehr verkaufte Autos als im Jahr 2010. Im ersten Quartal 2011 verbuchte der VW-Rivale einen Umsatz von 10,43 Milliarden Euro und damit 15 Prozent mehr als vor einem Jahr. Dies war mehr als von Analysten erwartet. Am Mittwoch will VW seine Quartalszahlen vorlegen, am Freitag folgt Daimler. Wegen der Katastrophe in Japan könnte Toyota seinen Titel als weltgrößter Autobauer in diesem Jahr verlieren. Betroffen ist auch der zweitgrößte japanische Autobauer Nissan . Seine Produktion könnte bis zu 60 Prozent geringer ausfallen als im Vorjahr. Nissan und Renault sind Partner und haben mit Carlos Ghosn denselben Vorstandschef. (Reuters)

          Kontron erzielt im ersten Quartal Umsatz- und Gewinnsprung

          Der Kleinstcomputerhersteller Kontron hat seinen Umsatz im ersten Quartal kräftig gesteigert und auch deutlich mehr verdient. Wie das TecDax-Unternehmen am Mittwoch mitteilte, kletterte das Nettoergebnis auf 5,2 Millionen Euro nach 1,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das Ebit stieg auf 7,4 (Vorjahr: 2,7) Millionen Euro. Wegen guter Nachfrage verzeichnete die Kontron AG einen Umsatzsprung um ein Drittel auf 130 Millionen Euro. Das sind 5 Millionen Euro mehr als die von Dow Jones Newswires befragten Analysten im Mittel erwartet hatten. Beim Ebit blieb Kontron allerdings hinter den Erwartungen zurück. Wegen der wachsenden Nachfrage und eines hohen Auftragsbestandes von 464 (314) Millionen Euro rechnet das Unternehmen aus Eching bei München auch in den nächsten Monaten mit einer „dynamischen“ Geschäftsentwicklung. Für 2011 rechnet Kontron weiter mit einem Umsatz von rund 550 Millionen Euro bei einer Ebit-Marge von 8 Prozent bis 9 Prozent. (Dow Jones Newswires)

          Krones nach Gewinnerholung zuversichtlich

          Der Getränkeabfüllanlagenbauer Krones ist mit einem Ergebnissprung ins Jahr gestartet. Bei einem um knapp 14 Prozent höheren Umsatz von 606,7 Millionen Euro habe sich der Gewinn auf 24,8 Millionen Euro belaufen, teilte Krones am Mittwoch auf der Bilanzpressekonferenz mit. Im Vorjahreszeitraum hatte der Gewinn 9,1 Millionen Euro betragen. Damit verdiente die Firma auch deutlich mehr als die von Analysten im Schnitt prognostizierten 20,7 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr geht Krones nun von einem Umsatzwachstum zwischen sieben und zehn Prozent und einer Vorsteuerrendite von mehr als fünf Prozent aus. Im ersten Quartal lag sie mit 5,8 Prozent bereits über diesem Wert. Die Vorzeichen für das Jahr stehen gut: Der Auftragseingang wuchs im ersten Quartal um gut 14 Prozent auf 628,6 Millionen Euro. „Krones profitiert von der gegenwärtigen positiven globalen Wirtschaftsentwicklung“ hieß es in der Mitteilung. Etwa 90 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet das Unternehmen bereits außerhalb von Europa. 2012 peilt die Firma aus Neutraubling, die Maschinen und Technik zum Abfüllen von Wasser, Milch, Alkohol, Sojasauce, Shampoo oder Spülmittel herstellt, eine Vorsteuerrendite von sieben Prozent an. (Reuters)

          STMicroelectronics steigert Umsatz trotz Beben in Japan

          Der europäische Chiphersteller STMicroelectronics hat trotz der Tsunami-Katastrophe in Japan seinen Umsatz im ersten Quartal steigern können. Er legte um neun Prozent auf 2,53 Milliarden Dollar zu, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. STMicro zerstreute damit Sorgen über Engpässe bei Chip-Bauteilen aus Japan. Der Nettogewinn verdreifachte sich auf 170 Millionen Dollar oder 19 Cent je Aktie. Analysten hatten im Durchschnitt mit 21 Cent gerechnet. (Reuters)

          Erholung der Reisebranche hilft Autovermieter Hertz

          Der Autovermieter Hertz Global Holdings hat dank der Erholung der Reisebranche im ersten Quartal weniger Verlust geschrieben. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank der Fehlbetrag um knapp zwölf Prozent auf 132,6 Millionen Dollar, wie das Unternehmen am Dienstag nach Börsenschluss in den Vereinigten Staaten mitteilte. Der Umsatz stieg auf 1,78 Milliarden Dollar von zuvor 1,66 Milliarden Dollar. (Reuters)

          UPS peilt trotz höherer Treibstoffkosten Rekordgewinn an

          Der weltgrößte Paketdienst UPS ist trotz höherer Treibstoffkosten unerwartet gut ins Jahr gestartet. Nach einem Gewinnsprung im ersten Quartal hob der amerikanische Rivale der Deutschen Post am Dienstag seine Prognose für das Gesamtjahr auf einen Rekordwert an. Obwohl der Konzern wegen der gestiegenen Kosten die Preise anhob, blieben die Kunden nicht aus. Allerdings äußerte sich UPS besorgt, dass der Ölpreis noch weiter steigen und die UPS-Geschäfte damit abwürgen könnte. Neben höheren Preisen trugen laut UPS auch Einsparungen zu dem guten Ergebnis bei. So habe man Pakete bei wetterbedingten Störungen umleiten können und die gefahrenen Kilometer minimiert. Dadurch seien weniger Treibstoffe verbraucht worden, erklärte Finanzvorstand Kurt Kuehn. In den ersten drei Monaten des Jahres stieg der Gewinn überraschend deutlich um 66 Prozent auf 885 Millionen Dollar. Der Umsatz kletterte um sieben Prozent auf 12,6 Milliarden Dollar. Für das Gesamtjahr 2011 erwartet UPS nun einen Gewinn je Aktie zwischen 4,15 und 4,40 Dollar. Zuletzt war der Konzern, der als Barometer der amerikanische Konjunktur gilt, von 4,12 bis 4,35 Dollar ausgegangen. Schon damit hätte UPS sein Rekordergebnis von 2007 - dem Jahr vor dem Beginn der Finanzkrise - übertroffen. An der Börse kam die Zwischenbilanz gut an. Die Aktie legte um 1,2 Prozent zu. „Das war ein sehr solider Bericht“, sagte Analyst Peter Nesvold von Jefferies & Co. (Reuters)

          LDK Solar senkt die Umsatzprognose

          Solarwerte wie Solarworld, Q-Cells oder Phoenix Solar könnten am Mittwoch nach einer Senkung der Umsatzprognose des amerikanische Konkurrenten LDK Solary unter Druck geraten. Der amerikanische Konzern begründete den Schritt mit geringer als erwartet ausgefallenen Auslieferungen von Modulen. Die Papiere des amerikanische Konzerns waren daraufhin am Vortag nachbörslich deutlich gesunken. Ein Börsianer betonte, dass die Prognosesenkung bei LDK für das erste Quartal mit dem italienischen Markt zusammenhänge. Dennoch sollte sich die Nachricht negativ auf die Titel der deutschen Konkurrenten auswirken. (dpa-AFX)

          Johnson & Johnson kauft Synthes

          Der amerikanische Gesundheitskonzern Johnson & Johnson übernimmt das Schweizer Medizintechnik-Unternehmen Synthes. Die Amerikaner legen dafür 21,3 Milliarden Dollar oder 159 Franken je Synthes-Aktie auf den Tisch, wie Synthes am Mittwoch mitteilte. Gegenüber dem Dienstag-Schlusskurs entspricht das einem Aufschlag von 8,5 Prozent. (Reuters)

          Sony - Daten von 77 Millionen PlayStation-Spielern gestohlen

          Bei einem Hackerangriff sind nach Angaben des Elektronikkonzerns Sony die persönlichen Daten von etwa 77 Millionen Nutzern der Spielkonsole PlayStation gestohlen worden. Betroffen seien Kunden der Plattform PlayStation Network, mit der man Spiele im Internet kaufen kann. Die Täter verschafften sich wahrscheinlich Zugriff zu Namen, Anschriften, E-Mail-Adressen, Geburtsdaten und anderen Informationen, wie Sony am Dienstag in seinem amerikanischen PlayStation-Blog mitteilte. Zwar gebe es keine Hinweise, dass auch Kreditkartendaten gestohlen worden seien. Man könne dies aber nicht ausschließen. Der Onlineservice für PlayStation-Nutzer ist seit einer Woche nicht mehr verfügbar. Der Angriff auf die Systeme fand laut Sony zwischen dem 17. und 19. April statt. (Reuters)

          Wirtschaftsnachrichten

          S&P senkt nach Erdbeben Rating-Ausblick für Japan

          Die Agentur S&P hat den Ausblick für Japans Länderrating auf negativ gesenkt. Hintergrund seien die Schäden wegen des verheerenden Erdbebens und der Atomkatastrophe, teilte S&P am Mittwoch mit. Die langfristige Bewertung Japans werde mit AA- bestätigt. Die Auswirkungen der Naturkatastrophe dürften das mittelfristige Wachstumspotential des Landes nicht wesentlich beeinträchtigen. Japan befindet sich nach dem Erdbeben und Tsunami vom 11. März in einer schweren Krise. Die Schäden durch das havarierte Atomkraftwerk Fukushima sind zudem kaum abzuschätzen. (Reuters)

          GfK - Steigende Preise und Japan-Katastrophe dämpfen Kauflaune

          Die anziehende Inflation und die Folgen des Erdbebens in Japan trüben die Kauflaune der Verbraucher in Deutschland. Für Mai sagen die Forscher der Nürnberger GfK einen Rückgang ihres Konsumklimaindex um 0,2 auf 5,7 Punkte voraus. „Höhere Preise, die Atomkatastrophe in Japan sowie sich ausweitende politische Unruhen in Nordafrika und Nahost lassen die Rahmenbedingungen für die Konsumenten im Augenblick nicht mehr ganz so rosig erscheinen“, schrieben die Experten. Mit einem Einbruch des Konsums sei aber nicht zu rechnen: „Da die Voraussetzungen für eine gute Konsumkonjunktur im Inland selbst nach wie vor gegeben sind, dürfte der Konsum auch in den kommenden Monaten eine bedeutende Rolle spielen.“ Das GfK-Konsumklima hatte sich im April erstmals seit zehn Monaten eingetrübt. Analysten hatten nun auch für Mai mit einem leichten Rückgang auf 5,8 Punkte gerechnet, nachdem sich bereits in der vergangenen Woche die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Unternehmen etwas eingetrübt hatte. Zunehmend rückten bei den Verbrauchern die Risiken für den Aufschwung in den Mittelpunkt, sagte GfK-Experte Rolf Bürkl. Das überlagere die überaus guten Rahmenbedingungen im Inland, wie die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt. Das Barometer für die Konjunkturerwartung sank im April um 2,2 Punkte auf 47,3 Zähler. „Das Niveau ist trotz des leichten Rückgangs aber immer noch ausgesprochen hoch“, betonten die Experten. In der Einkommenserwartung hinterlässt die trübere Einschätzung der Konjunktur ihre Spuren. Vor allem die gestiegenen Preise machen den Verbrauchern zu schaffen. „Rekordstände bei Benzin und Heizöl dämpfen die Kaufkraft der Konsumenten“, schrieben die Experten. Durch die anziehende Inflation werde ein erheblicher Teil der recht ansehnlichen Zuwächse bei Löhnen und Gehältern wieder aufgezehrt. Mit 35 Punkten liegt das entsprechende Barometer für die Einkommenserwartung zwar um 5,5 Zähler tiefer als noch im März. Dennoch befinde es sich weit über dem langjährigen Durchschnitt von null Punkten. Angesichts der guten Lage am Arbeitsmarkt planen die Verbraucher weiter größere Anschaffungen; das entsprechende Barometer notierte mit 34,2 Punkten annähernd auf dem Stand des Vormonats. Die exzellente Inlandskonjunktur mit zunehmender Beschäftigung lasse die Angst vor Jobverlust schwinden. Im März waren 3,2 Millionen Menschen ohne Job, und Experten gehen davon aus, dass die Zahl der Arbeitslosen im April auf 3,1 Millionen sinkt. „Das gibt Planungssicherheit gerade im Hinblick auf größere Anschaffungen und verhindert derzeit ein Abrutschen der Konsumneigung aufgrund steigender Inflationsgefahren“, schrieben die GfK-Fachleute. Es sei aber damit zu rechnen, dass die anziehende Inflation über kurz oder lang die Bereitschaft zu größeren Käufen dämpfe. (Reuters)

          Nutzfahrzeug-Nachfrage legt in Europa auch im März zu

          Die Nachfrage nach Nutzfahrzeugen ist in Europa auch im März weiter gestiegen. Die Neuzulassungen legten in der Europäischen Union (EU) im Vergleich zum Vorjahr um 9,7 Prozent auf 208.889 Stück zu, wie der europäische Branchenverband ACEA am Mittwoch mitteilte. Im Vergleich zu den ersten beiden Monaten des Jahres hat sich damit die Wachstumsdynamik jedoch verlangsamt. Im ersten Quartal wurden insgesamt 499.456 neue Transporter, Lastwagen und Busse in den Verkehr gebracht. Dies entspricht einem Plus von 14,7 Prozent zum Vorjahr. Im März war das Wachstum von den Märkten Großbritannien (+24,6 Prozent), Frankreich (+8,0 Prozent) und Deutschland (+19,4 Prozent) getragen. Wegen der hohen Nachfrage nach Transportern blieb Frankreich der größte europäische Markt, gefolgt von Großbritannien und Deutschland. In der schweren Klasse, in der unter anderem die deutschen Hersteller MAN und Daimler Fahrzeuge anbieten, kletterten die Neuzulassungen im März um 58,6 Prozent auf 22.712 Fahrzeuge. Von Januar bis März betrug der Zuwachs bei den schweren Lastwagen 65 Prozent auf 57.828 Stück. In der schweren Klasse ab 16 Tonnen war Deutschland mit 14.577 Neuzulassungen in den ersten drei Monaten 2011 der größte Markt. (dpa-AFX)

          Südkorea mit 1,4 Prozent Wachstum im ersten Quartal

          Die südkoreanische Wirtschaft hat ihr Wachstum zum Jahresauftakt angesichts robuster Exporte und einer steigenden Binnennachfrage beschleunigt. Im ersten Vierteljahr 2011 wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorquartal um 1,4 Prozent, wie die Zentralbank in Seoul auf der Grundlage vorläufiger Berechnungen am Mittwoch mitteilte. Im Schlussquartal 2010 hatte Südkorea ein Wachstum von 0,5 Prozent verzeichnet. Im Jahresvergleich legte das BIP in den Monaten Januar bis März um 4,2 Prozent zu. Die viertgrößte Volkswirtschaft Asiens verzeichnete zum neunten Mal in Folge ein Quartalswachstum. Nach den Angaben der Bank wurde das Wachstum im ersten Quartal vor allem von den Exporten getragen, während bei den Ausrüstungsinvestitionen und im Bauwesen ein Rückgang verzeichnet wurde. Südkoreas Exporte legten - angetrieben durch die Ausfuhr von Halbleitern, elektronischen Komponenten und Autos - im Quartalsvergleich um 3,3 Prozent zu. Der Privatverbrauch stieg um 0,5 Prozent. Dabei hätten die Ausgaben für dauerhafte Güter wie beispielsweise Autos die schleppenden Ausgaben für Nahrungsmittel ausgeglichen, hieß es. Für das Gesamtjahr sagt die Bank of Korea ein Wachstum von 4,5 Prozent voraus. Im vergangenen Jahr hatte das BIP des ostasiatischen Landes um 6,2 Prozent zugelegt. (dpa-AFX)

          Weitere Themen

          Bieter kämpfen um Osram

          Milliarden-Übernahme : Bieter kämpfen um Osram

          Der Chiphersteller AMS will die Finanzinvestoren Bain und Carlyle überbieten. Aktionäre des Lichttechnikspezialisten können daher zwischen zwei Übernahmeangeboten wählen, wenn die Finanzaufsicht grünes Licht gibt. Der Aktienkurs steigt.

          Topmeldungen

          Fed-Präsident Jerome Powell : Donald Trump und sein Buhmann

          Jerome Powell lenkt die mächtigste Zentralbank der Welt. Der Fed-Chef schlägt eine fast aussichtslose Schlacht – auch gegen seinen eigenen Präsidenten. Nun warten Anleger und Politiker in der ganzen Welt auf eine Rede von ihm.
          Der ehemalige Daimler-Chef Dieter Zetsche wird Aufsichtsrat bei Aldi Süd. Das liegt auch an seiner Freundschaft zum ehemaligen BASF-Chef Jürgen Hambrecht.

          Ehemaliger Daimler-Chef : Zetsche geht zu Aldi Süd

          Nach dem Ende seiner Karriere bei Daimler hat Zetsche einen Posten bei Aldi Süd übernommen. Wie die F.A.Z. erfahren hat, ist er schon seit Juni im Beirat des Discounters. Das hängt mit einer Männerfreundschaft zusammen.
          Sie kann für ihre Wikingerfahrt keine Mannschaft gebrauchen, der die einfachsten geographischen Grundbegriffe fehlen: Greta Thunberg.

          Klimadebatte : Gretas kindische Kritiker

          Das Kindische an der Klimadebatte ist die gespielte Naivität der Kritiker Greta Thunbergs. Der Kulturhistoriker Johan Huizinga hatte einen Begriff für solches Verhalten, mit dem eine Gesellschaft hinter ihren Möglichkeiten zurückbleibt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.