https://www.faz.net/-gv6-6ni03

Medienschau : S&P senkt Japans Rating-Ausblick

  • Aktualisiert am

Wirtschaftsnachrichten

S&P senkt nach Erdbeben Rating-Ausblick für Japan

Die Agentur S&P hat den Ausblick für Japans Länderrating auf negativ gesenkt. Hintergrund seien die Schäden wegen des verheerenden Erdbebens und der Atomkatastrophe, teilte S&P am Mittwoch mit. Die langfristige Bewertung Japans werde mit AA- bestätigt. Die Auswirkungen der Naturkatastrophe dürften das mittelfristige Wachstumspotential des Landes nicht wesentlich beeinträchtigen. Japan befindet sich nach dem Erdbeben und Tsunami vom 11. März in einer schweren Krise. Die Schäden durch das havarierte Atomkraftwerk Fukushima sind zudem kaum abzuschätzen. (Reuters)

GfK - Steigende Preise und Japan-Katastrophe dämpfen Kauflaune

Die anziehende Inflation und die Folgen des Erdbebens in Japan trüben die Kauflaune der Verbraucher in Deutschland. Für Mai sagen die Forscher der Nürnberger GfK einen Rückgang ihres Konsumklimaindex um 0,2 auf 5,7 Punkte voraus. „Höhere Preise, die Atomkatastrophe in Japan sowie sich ausweitende politische Unruhen in Nordafrika und Nahost lassen die Rahmenbedingungen für die Konsumenten im Augenblick nicht mehr ganz so rosig erscheinen“, schrieben die Experten. Mit einem Einbruch des Konsums sei aber nicht zu rechnen: „Da die Voraussetzungen für eine gute Konsumkonjunktur im Inland selbst nach wie vor gegeben sind, dürfte der Konsum auch in den kommenden Monaten eine bedeutende Rolle spielen.“ Das GfK-Konsumklima hatte sich im April erstmals seit zehn Monaten eingetrübt. Analysten hatten nun auch für Mai mit einem leichten Rückgang auf 5,8 Punkte gerechnet, nachdem sich bereits in der vergangenen Woche die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Unternehmen etwas eingetrübt hatte. Zunehmend rückten bei den Verbrauchern die Risiken für den Aufschwung in den Mittelpunkt, sagte GfK-Experte Rolf Bürkl. Das überlagere die überaus guten Rahmenbedingungen im Inland, wie die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt. Das Barometer für die Konjunkturerwartung sank im April um 2,2 Punkte auf 47,3 Zähler. „Das Niveau ist trotz des leichten Rückgangs aber immer noch ausgesprochen hoch“, betonten die Experten. In der Einkommenserwartung hinterlässt die trübere Einschätzung der Konjunktur ihre Spuren. Vor allem die gestiegenen Preise machen den Verbrauchern zu schaffen. „Rekordstände bei Benzin und Heizöl dämpfen die Kaufkraft der Konsumenten“, schrieben die Experten. Durch die anziehende Inflation werde ein erheblicher Teil der recht ansehnlichen Zuwächse bei Löhnen und Gehältern wieder aufgezehrt. Mit 35 Punkten liegt das entsprechende Barometer für die Einkommenserwartung zwar um 5,5 Zähler tiefer als noch im März. Dennoch befinde es sich weit über dem langjährigen Durchschnitt von null Punkten. Angesichts der guten Lage am Arbeitsmarkt planen die Verbraucher weiter größere Anschaffungen; das entsprechende Barometer notierte mit 34,2 Punkten annähernd auf dem Stand des Vormonats. Die exzellente Inlandskonjunktur mit zunehmender Beschäftigung lasse die Angst vor Jobverlust schwinden. Im März waren 3,2 Millionen Menschen ohne Job, und Experten gehen davon aus, dass die Zahl der Arbeitslosen im April auf 3,1 Millionen sinkt. „Das gibt Planungssicherheit gerade im Hinblick auf größere Anschaffungen und verhindert derzeit ein Abrutschen der Konsumneigung aufgrund steigender Inflationsgefahren“, schrieben die GfK-Fachleute. Es sei aber damit zu rechnen, dass die anziehende Inflation über kurz oder lang die Bereitschaft zu größeren Käufen dämpfe. (Reuters)

Weitere Themen

Bieter kämpfen um Osram

Milliarden-Übernahme : Bieter kämpfen um Osram

Der Chiphersteller AMS will die Finanzinvestoren Bain und Carlyle überbieten. Aktionäre des Lichttechnikspezialisten können daher zwischen zwei Übernahmeangeboten wählen, wenn die Finanzaufsicht grünes Licht gibt. Der Aktienkurs steigt.

Topmeldungen

Es ist das erste Mal, dass Emmanuel Macron einen G-7-Gipfel ausrichtet.

G-7-Gipfel : Wer reden will, soll ruhig reden

In Biarritz inszeniert Emmanuel Macron einen G-7-Gipfel voller Überraschungen. Er überrumpelt Trump und lässt den iranischen Außenminister einfliegen. Ganz offensichtlich hat der französische Präsident aus seinem Anfängerfehler gelernt.

Newsletter

Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.