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Medienschau : S&P senkt Japans Rating-Ausblick

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LG Electronics zurück in den schwarzen Zahlen

Der südkoreanische Elektronikkonzern LG Electronics ist nach zwei Quartalsverlusten in Folge wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Der Betriebsgewinn lag zu Jahresbeginn bei 131 Milliarden Won (82 Millionen Euro), wie der weltweit zweitgrößte TV-Hersteller und drittgrößte Handy-Konzern am Mittwoch mitteilte. Das entspricht allerdings im Vergleich zum Vorjahresquartal einem Rückgang von mehr als 70 Prozent. Den Südkoreanern macht vor allem der harte Wettbewerb mit Handy-Konkurrenten wie Apple, Nokia und Samsung Electronics sowie die nachlassende Nachfrage nach Fernsehern zu schaffen. Trotzdem gibt sich LG optimistisch. Der Konzern rechnet damit, im laufenden Quartal im Handy-Geschäft mit hochwertigen Geräten wie dem Optimus 2X und Optimus Black wieder schwarze Zahlen zu schreiben. Im ersten Quartal reduzierte sich der operative Verlust in diesem Bereich um weit mehr als die Hälfte auf 63 Millionen Euro. Die LG-Aktie legte um 1,9 Prozent zu. (Reuters)

Erdbeben-Katastrophe zwingt Canon zu Gewinnwarnung

Der japanische Kamerahersteller Canon hat wegen der Erdbeben-Katastrophe in Japan im ersten Quartal einen Gewinnrückgang verbucht und seine Erwartung für das laufende Geschäftsjahr nun deutlich zurechtgestutzt. Die Canon Inc, die traditionell vor den heimischen Wettbewerbern über den Geschäftsverlauf berichtet und als Indikator für die Entwicklung der exportorientierten japanischen Unternehmen gilt, verzeichnete im Zeitraum Januar bis März einen Rückgang des Nettogewinns auf 55,46 (56,81) Milliarden Yen. Neben dem Produktionsausfall im Zuge der Erdbeben-Katastrophe schmälerte auch der starke Yen den Gewinn. Operativ sah Canon einen stärkeren Ergebnisrückgang auf 82,5 (86,84) Milliarden Yen. Canon mit Sitz in Tokio bezeichnete den weiteren Geschäftsausblick als „extrem unsicher“ und rechnet nun mit einem Gewinn von 220 Milliarden Yen statt vorher 310 Milliarden Yen im Gesamtjahr. Dies würde einen Gewinnrückgang auf Jahressicht von 10,8 Prozent bedeuten. Canon musste den Betrieb in seinem wichtigsten Kamera-Werk teilweise ruhen lassen, weil nach dem Erdbeben wichtige Teile fehlten. Wegen der Unsicherheiten behalten sich die Japaner im Jahresverlauf weitere Prognoseanpassungen vor. (Dow Jones Newswires)

Renault steigert den Umsatz um 15 Prozent

Trotz der weitreichenden Produktionseinschränkungen nach den Naturkatastrophen in Japan hält der französische Autobauer Renault an seinen Jahresprognosen fest. Zwar könne sich die Produktion in den kommenden Monaten wegen Problemen in der Lieferkette abschwächen, teilte Renault am Dienstag mit. Trotzdem stünden die Ziele des Konzerns für 2011 derzeit nicht in Frage. Angepeilt sind ein höherer Umsatz und mehr verkaufte Autos als im Jahr 2010. Im ersten Quartal 2011 verbuchte der VW-Rivale einen Umsatz von 10,43 Milliarden Euro und damit 15 Prozent mehr als vor einem Jahr. Dies war mehr als von Analysten erwartet. Am Mittwoch will VW seine Quartalszahlen vorlegen, am Freitag folgt Daimler. Wegen der Katastrophe in Japan könnte Toyota seinen Titel als weltgrößter Autobauer in diesem Jahr verlieren. Betroffen ist auch der zweitgrößte japanische Autobauer Nissan . Seine Produktion könnte bis zu 60 Prozent geringer ausfallen als im Vorjahr. Nissan und Renault sind Partner und haben mit Carlos Ghosn denselben Vorstandschef. (Reuters)

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