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Medienschau : S&P senkt Japans Rating-Ausblick

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Die britische Bank Barclays hat im ersten Quartal 2011 zwar einen Fortschritt bei ihrer Eigenkapitalrendite gemacht - sie musste aber wegen des schleppenden Geschäfts im Investmentbanking einen niedrigeren Gewinn ausweisen als im Vorjahr. Der Vorsteuergewinn ermäßigte sich um 9 Prozent auf 1,66 Milliarden Pfund und das Nettoergebnis fiel um 5 Prozent auf 1,01 Milliarden Pfund. Analysten hatten mit einem Gewinn vor Steuern von 1,8 Milliarden Pfund gerechnet. Neben Barclays hatten auch in dieser Woche die Wettbewerber UBS und Credit Suisse schwächere Gewinnkennziffern als im Auftaktquartal 2010 gemeldet. Dies liegt zum Teil daran, dass sich die Marktbedingungen 2011 nach einem vergleichsweise guten Start wegen der Erdbeben- und Atomkatastrophe in Japan und den anhaltenden Unruhen in der arabischen Welt nicht mehr so vorteilhaft entwickelt haben, wie im insgesamt sehr starken Erstquartal 2010. In der Sparte Investmentbanking bekam die Bank das schleppende Geschäft mit Anleihen, Rohstoffen und Devisen zu spüren. Die Einnahmen im Segment Barclays Capital beliefen sich im ersten Quartal auf 2,28 Milliarden Pfund nach 3,85 Milliarden Pfund im Vorjahr. Die Eigenkapitalrendite (RoE) habe sich aber auf über 10 Prozent verbessert, erklärte die Unternehmensführung. Im Februar hatte das Institut einen RoE in einer Spanne von 13 Prozent bis 15 Prozent in Aussicht gestellt. Einen konkreten Zeitraum für das Erreichen der Zielwerte nannten die Briten damals allerdings nicht. Das neue Umfeld - wie etwa strengere Anforderungen an das Kapital - bringe niedrigere Renditen mit sich als in der Zeit vor der Finanzkrise, hatte damals CEO Bob Diamond gewarnt. Vor der Krise brachte es die Londoner Bank auf eine Eigenkapitalrendite von mehr als 20 Prozent. 2010 lag der RoE dagegen bei lediglich 7,2 Prozent. Inzwischen verbesserte sich aber die harte Kernkapitalquote (Core Tier 1 Ratio) per Ende März auf 11 Prozent von 10,8 Prozent am 31. Dezember. (Dow Jones Newswires)

Amazon enttäuscht Märkte mit Gewinneinbruch

Der Kampf um Marktanteile hinterlässt beim weltgrößten Internet-Kaufhaus Amazon.com deutliche Blessuren. Wegen Investitionen in neue Geschäftsfelder verbuchte der amerikanische Konzern im Auftaktquartal einen Gewinneinbruch. Der Ebay-Konkurrent wies am Dienstag nach Börsenschluss in New York einen Überschuss von 201 Millionen Dollar aus. Das waren fast 33 Prozent weniger als vor einem Jahr. Der Gewinn je Aktie belief sich auf 44 Cent. Analysten hatten mit 61 Cent je Dividendenpapier deutlich mehr erwartet. Der Umsatz kletterte den Angaben nach um 38 Prozent auf 9,86 Milliarden Dollar. Amazon-Aktien brachen nachbörslich zunächst deutlich ein. Später notierten sie in etwa auf ihrem regulären Schlusskurs. Für das zweite Quartal geht Amazon von einem Umsatz von 8,85 bis 9,65 Milliarden Dollar aus. Damit würde der Online-Händler die Markterwartungen von 8,7 Milliarden Dollar übertreffen. Der Betriebsgewinn wird nach Schätzungen von Amazon zwischen 95 und 245 Millionen Dollar nach 207 Dollar im gleichen Vorjahreszeitraum liegen. In den vergangenen Jahren wurde Amazon für seine rasante Entwicklung und zweistellige Wachstumszahlen oft gelobt. Das 1994 von Jeff Bezos gegründete Unternehmen schaffte den Sprung vom einfachen Online-Buchhändler zum Marktführer bei Internethandelskonzernen. Im vergangenen Sommer wurden erstmals mehr digitale Bücher als Printausgaben verkauft. Das Lesegerät Kindle gilt bereits als erfolgreichstes Vertriebsprodukt, muss sich aber nun des immer beliebter werdenden iPads von Apple erwehren. (Reuters)

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