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Medienschau : S&P senkt Bonitätsnoten für Portugal und Griechenland

  • Aktualisiert am

SMA erwartet 2011 eine Abschwächung, Kontron erhöht das Umsatzziel leicht. S&P gibt Heidelberger Druck ein Langfristrating von „B+“, Bertelsmann und KKR wollen Warner kaufen. EZB-Ratsmitglied Stark deutet eine baldige Zinswende an.

          Unternehmensnachrichten

          SMA erreicht Rekordergebnisse und erwartet Abschwächung 2011

          Der Solarzulieferer SMA hat im abgelaufenen Jahr wie angekündigt dank des starken Marktwachstums Rekordergebnisse erzielt. Die Aktionäre sollen davon durch eine mehr als verdoppelte Dividende profitieren. Für dieses Jahr geht das Unternehmen von einem stagnierenden Markt aus und bekräftigte am Mittwoch die Prognose maximal gleichbleibender Erlöse und einer rückläufigen Gewinnmarge.

          Der Niestetaler Hersteller von Wechselrichtern für Solaranlagen hat 2010 den Umsatz auf 1,92 Milliarden Euro mehr als verdoppelt. Über die Hälfte davon fiel in Deutschland an, das im vergangenen Jahr den weltgrößten Markt stellte. Vor Zinsen und Steuern (Ebit) verblieben 26,9 Prozent als Gewinn, was absolut 517 Millionen Euro entsprach. Im Jahr davor hatte die Marge 24,4 Prozent betragen.

          Damit wuchs auch der Konzernüberschuss auf 365 Millionen von 161 Millionen Euro. Der Dividendenvorschlag für die am 26. Mai stattfindende Hauptversammlung beläuft sich auf 3,00 Euro je Aktie. Für 2009 hatte SMA 1,30 Euro je Anteilsschein gezahlt.

          Wie schon am Vortag das Solarunternehmen Q-Cells verwies auch SMA auf die Kürzung der Solarförderung in wichtigen Märkten, wie etwa Deutschland und Italien. Man rechne mit einem vorübergehend stagnierenden Markt und könne einen Rückgang nicht ausschließen, hieß es. Das Unternehmen bekräftigte die Ziele für dieses Jahr. Die Erlöse sollen zwischen 1,5 Milliarden und 1,9 Milliarden Euro liegen, die Ebit-Marge zwischen 21 Prozent und 25 Prozent. (Dow Jones)

          Kontron erhöht Umsatzziel leicht

          Der Minicomputer-Hersteller Kontron ist gut ins neue Jahr gestartet und hat sein Umsatzziel für das Gesamtjahr leicht angehoben. Im ersten Quartal erwarte das Unternehmen eine Umsatzsteigerung von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf mehr als 120 Millionen Euro, teilte Kontron am Mittwoch mit. Im Gesamtjahr sollen Erlöse von bis zu 550 Millionen Euro erzielt werden. Zuvor hatte die im TecDax notierte Gesellschaft das Jahresziel mit mehr als 540 Millionen Euro angegeben. Kontron hat sich eine Ebit-Marge von acht bis neun Prozent vorgenommen. (dpa-AFX)

          Japan-Krise bremst Optimismus von Grammer

          Der Autozulieferer Grammer zeigt sich angesichts der unabsehbaren Folgen der Katastrophe in Japan auf die Autobranche vorsichtig. Zwar erwartet das Unternehmen für das laufende Jahr eine moderate Umsatzsteigerung und ein höheres operatives Ergebnis. Jedoch bleibe abzuwarten, welche Auswirkungen das Beben in Japan und die Atomkatastrophe sowie steigende Rohstoffpreise auf den Geschäftsverlauf hätten, sagte Finanzvorstand Alois Ponnath der Nachrichtenagentur Reuters.

          Um auf mögliche Stornierungen großer Kunden wie Volkswagen, Daimler, BMW, GM, Ford oder Chrysler schnell reagieren zu können, will Grammer notfalls auf Kurzarbeit in den Werken setzen. Noch gebe es zwar keine Stornierungen, sagte Ponnath. Dennoch müsse sich das Unternehmen darauf vorbereiten, um für den Ernstfall gerüstet zu sein. (Reuters)

          S&P gibt Heidelberger Druck Langfristrating von „B+“

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