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Medienschau : Regierung will in Dividendenpolitik der AGs eingreifen

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Die Banken bleiben auf einem Teil der Aktien aus der Thyssen-Plazierung sitzen, Vossloh senkt die Prognosen und RWE erwägt zur Rating-Sicherung eine. Kapitalerhöhung. Die Bankenrettung kostete den Steuerzahler bisher nichts.

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          Unternehmensnachrichten

          Vossloh senkt Prognosen

          Der Verkehrstechnikkonzern Vossloh hat wegen Problemen im Auslandsgeschäft seine Prognosen für das laufenden Geschäftsjahr deutlich gesenkt. Nun rechnet das Unternehmen mit Rückgängen bei Umsatz und Gewinn. Im Späthandel verlor die Aktie rund 6 Prozent an Wert.

          Die Erlöse dürften nun in diesem Jahr auf rund 1,25 Milliarden Euro sinken, teilte das Unternehmen mit. Bislang hatte der Vorstand einen Rekordwert von rund 1,4 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Im vergangenen Jahr hatte Vossloh 1,35 Milliarden Euro erlöst. Der Betriebsgewinn soll nur noch 120 bis 130 Millionen Euro erreichen. Bislang lag die Prognose bei mehr als 160 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen vor Steuern und Zinsen 152 Millionen Euro verdient.

          Das Unternehmen machte für die Prognosesenkung vor allem verzögerte Auslieferungen in China verantwortlich, wohin Vossloh Teile für Hochgeschwindigkeitsstrecken liefert. Darüber hinaus verzögerten sich auch in Russland die Bestellungen von Schienenbefestigungen. (dpa-AFX)

          Banken bleiben auf Aktien aus Thyssen-Plazierung sitzen

          Die Plazierung von fast 50 Millionen Aktien des Stahlkonzerns Thyssen-Krupp am Donnerstag ist laut einem Zeitungsbericht teilweise gescheitert. Wie das „Handelsblatt“ (HB - Freitagausgabe) unter Berufung auf einen Frankfurter Investmentbanker berichtet, wurden nur rund 70 Prozent der Aktien zum Preis von je 32,95 Euro an Investoren weiterverkauft.

          Auf den restlichen 30 Prozent der Anteilsscheine, deren Wert der Banker mit 700 Millionen Euro beziffert, blieben die Banken zunächst sitzen, schreibt das Handelsblatt weiter. Sie müssen damit die Kursverluste tragen, solange sie die Papiere auf ihren Büchern haben.

          Als Grund für die unter den Erwartungen ausgefallene Emission gibt das Handelsblatt unter Berufung auf Branchenkreise ein zu aggressives Veralten der Banken an. Sie hätten die Preisspanne von 32,95 Euro bis 33,95 Euro zu hoch angesetzt. Thyssen-Krupp könne das egal sein, denn die Abnahme der Aktien zum Preis von 32,95 Euro hätten die Banken vorab garantiert.

          Weder die drei beteiligten Investmentbanken Deutsche Bank, Commerzbank und HSBC Trinkaus & Burkhardt noch ThyssenKrupp wollten den Bericht kommentieren. (Dow Jones)

          RWE erwägt zur Rating-Sicherung Kapitalerhöhung

          Der Energieversorger RWE erwägt einem Zeitungsbericht zufolge zur Sicherung seines Kredit-Ratings eine Kapitalerhöhung. Bei einer für Anfang August geplanten außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats stehe dieser Punkt auf der Tagesordnung. Dies habe Konzernchef Jürgen Großmann am Donnerstag bei einer Sitzung des Konzernbeirats durchblicken lassen, hieß es in dem Bericht ohne genaue Bezeichnung der Quelle. Ein Konzernsprecher wollte die Angaben der Zeitung gegenüber nicht kommentieren. (Reuters)

          JP Morgan zahlt 211 Millionen Dollar wegen Manipulation von Derivaten

          Die amerikanische Großbank JP Morgan Chase legt einen Streit über Manipulationen beim Verkauf von Derivaten mit der Zahlung von 211 Millionen Dollar bei. Das Institut räumte am Donnerstag ein, dass die beschuldigten Mitarbeiter gegen die Verhaltens-Richtlinien der Bank verstoßen hätten. Behörden hatten Angestellten der Bank vorgeworfen, zwischen 1999 und 2005 beim Verkauf der Derivate an Städte und Vereine falsche Gebote abgegeben zu haben, um die Preise der Papiere zu manipulieren. Mindestens acht Angeklagte von verschiedenen Banken - darunter JP Morgan - hatten sich in dem Fall schuldig bekannt. (Reuters)

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