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Medienschau : Q-Cells nimmt Umsatzziel erneut zurück

  • Aktualisiert am

Bild: FAZ.NET-Jan Bazing

Solon kippt die Prognose, Drägerwerk verzeichnet einen Gewinneinbruch, Akzo Nobel einen Milliardenverlust wegen Abschreibungen auf ICI. JPMorgan streicht die Dividende fast völlig, Grammer spürt die Automobilkrise, AIG verhandelt über neue Staatshilfen und der Hapag-Lloyd-Verkauf könnte sich verzögern.Die Landesbanken erwägen eine gemeinsame Bad Bank, der Demag-Cranes-Chef geht nach Zwist mit Aufsichtsrat, Genentech sperrt sich weiter gegen die Übernahme durch Roche und Obama fordert auf einem „Etatgipfel“ strikte Haushaltsdisziplin trotz gigantischer Konjunkturprogramme.

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          Unternehmen

          Q-Cells nimmt Umsatzziel für 2009 erneut leicht zurück

          Der Solarzellenhersteller Q-Cells hat 2008 seine reduzierten Jahresziele leicht übertroffen. Wie der Konzern aus Sachsen-Anhalt am Dienstag mitteilte, stieg der Umsatz um 46 Prozent auf 1,251 Milliarden Euro. Der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) erhöhte sich auf 205,1 Millionen Euro nach 197 Millionen Euro im Jahr zuvor. Netto verdiente die Firma aus Bitterfeld im abgelaufenen Geschäftsjahr 190,5 Millionen Euro, ein Plus von 28 Prozent. Damit übertraf Q-Cells nicht nur die eigenen Erwartungen sondern auch die der Analysten leicht.

          Für das laufende Jahr ist der Vorstand skeptischer als bisher und reduzierte sein Umsatzziel auf 1,7 bis 2,1 Milliarden Euro von zuletzt 1,75 bis 2,25 Milliarden Euro.
          Im Dezember hatte Q-Cells seine Prognosen für 2008 und 2009 reduziert, da eine Reihe von Kunden die Abnahme vereinbarter Mengen verschoben hatten. (Reuters)

          Solon kippt Prognose

          Der Berliner Solarmodul-Herstellers Solon hat für das laufende Jahr seine Prognose gekippt. Vor dem Hintergrund der schwierigen konjunkturellen Lage und der noch nicht verlässlich abschätzbaren Entwicklung wichtiger Märkte wie den Vereinigten Staaten und Südeuropa sei die „Visibilität“ für das laufende Jahr weiter eingeschränkt, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Der Vorstand halte es daher für angemessen, erst im Jahresverlauf eine aktuelle Prognose für das Geschäftsjahr 2009 abzugeben. Im November hatte Solon als Marken für 2009 einen Umsatz von mehr als einer Milliarden Euro sowie eine Ebit-Marge von mehr als sechs Prozent angegeben. Das Unternehmen betonte aber, dass sich für das Jahr 2009 und die folgenden Geschäftsjahre „das Potenzial für weiteres Wachstum“ biete. (dpa-AFX)

          Akzo Nobel mit Milliardenverlust wegen ICI-Abschreibungen

          Der niederländische Chemiekonzern Akzo Nobel hat im vergangenen Jahr wegen hoher Abschreibungen auf die Übernahme von ICI einen Milliardenverlust erlitten. Wegen der Einmalbelastung von 1,2 Milliarden Euro verbuchte das Unternehmen einen Jahresverlust von 1,1 Milliarden Euro. Davon stammen zwei Drittel aus dem Farbengeschäft und das verbleibende Drittel von National Starch, teilte Akzo Nobel am Dienstag in Amsterdam mit und stellt verstärkte Sparmaßnahmen in Aussicht. Zugleich blickt das Unternehmen zurückhaltend in die Zukunft.

          Unternehmenschef Hans Wijers sagte, er wäre überrascht und enttäuscht, wenn die Kur weniger als 100 Millionen Euro im Jahr einsparen würde. „Das harte Marktumfeld hat sich im neuen Jahr fortgesetzt“, sagte Wijers. „Daher gehen wir davon aus, dass dieses Jahr sehr schwierig wird.“ Zwar werde sich Akzo Nobel trotz der Finanzkrise in diesem Jahr refinanzieren können. Der geplante Aktienrückkauf werde aber nicht vollendet. (dpa-AFX)

          Hapag-Lloyd-Verkauf könnte sich verzögern

          Der Verkauf der Containerschiffsparte Hapag-Lloyd könnte sich einem Pressebericht zufolge noch um Wochen verzögern. Der ursprünglich für Ende Februar geplante Abschluss sei „nicht mehr zu halten“, zitiert die Tageszeitung „Die Welt“ (Dienstag) einen Verhandlungspartner. Nach Informationen der „Financial Times Deutschland“ (Dienstag) steht der Verkauf dagegen kurz vor dem Abschluss und soll in den nächsten Tagen abgeschlossen werden.

          Übereinstimmend berichten beide Zeitungen, dass Tui wohl einen höheren Anteil als die zunächst vereinbarte Beteiligung von einem Drittel an Hapag-Lloyd behalten soll. Grund für die Wochen andauernden Nachverhandlungen sei die schleppende Entwicklung der weltweiten Containerschifffahrt, schreibt die „Welt“.

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