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Medienschau : Q-Cells-Chef: Wachstumsrückgang in Solarbranche gilt nur für Konkurrenz

  • Aktualisiert am

Bild: FAZ.NET-Jan Bazing

Der in Bedrängnis geratene Unternehmer Merckle sucht nach Scheitern weiter Lösungen mit Banken, Ryanair beißt mit seinem neuen Übernahmeversuch bei Aer Lingus auf Granit. Die Deutsche Börse verbucht im November einen Umsatzeinbruch auf Xetra, der Taschencomputer-Hersteller Palm kämpft mit einer sinkenden Nachfrage, IDS Scheer will eigene Aktien im Wert von 5 Millionen Euro zurückkaufen.Japans Zentralbank akzeptiert nun auch geringwertige Sicherheiten, die amerikanische drängt auf Konjunkturhilfen, die australische senkt den Leitzinsen um 100 Basispunkte. Die CDU will angeblich den Rettungsschirm für die Banken nachbessern und die EU-Kommission zeigt sich zufrieden mit dem deutschen Krisen-Management.

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          Unternehmen

          Merckle sucht nach Scheitern weiter Lösungen mit Banken

          Die zur Merckle-Gruppe gehörende VEM Vermögensverwaltung sucht wegen ihren Liquiditätsengpässen mit Banken weiter nach Lösungen. In den vergangenen Wochen hätten Verhandlungen mit 30 Banken stattgefunden, die bislang nicht zu einem erfolgreichen Abschluss gekommen seien, teilte die Muttergesellschaft des Pharmaunternehmens Ratiopharm am Montagabend in Ulm mit. Die Vermögensverwaltung kämpfe mit den Auswirkungen der allgemeinen Finanzkrise und dem Verfall der Börsen. Der Liquiditätsengpass könne kurzfristig aber nur durch die Mitwirkung der Banken ausgeglichen werden.

          Die Familie des Ulmers Milliardärs Adolf Merckle habe erhebliche Sicherheiten und Vermögenswerte aus ihrem privaten Vermögen angeboten. „Wir sind weiterhin bereit, gemeinsam mit den Banken in diesen schwierige Zeiten eine Lösung für diese Finanzsituation zu erarbeiten“, sagte dessen Sohn Ludwig Merckle, der die Geschäfte von VEM führt.

          Adolf Merckle hatte bei Wetten mit VW-Aktien nach offiziellen Angaben einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag verloren. Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) hatte bereits finanzielle Hilfe zugesagt. An diesem Dienstag um Mitternacht läuft ein Stillhalteabkommen der Gläubigerbanken mit VEM ab.

          Seit Wochen gibt es auch Spekulationen über einen möglichen Verkauf des Ulmer Generika-Herstellers Ratiopharm. Die Merckle-Gruppe mit etwa 100.000 Mitarbeitern macht jährlich insgesamt rund 30 Milliarden Euro Umsatz. In Bankenkreisen wird der Finanzierungsbedarf von Merckle auf 700 Millionen bis 1 Milliarde Euro geschätzt.

          Erst am Montag war bekannt geworden, dass eine weitere Beteiligungsgesellschaft der Merckle-Gruppe, die Kötitzer Ledertuch- und Wachstuch-Werke AG aus Norderfriedrichskoog, Verluste von 216 Millionen Euro aus Optionsgeschäften und dem Verkauf von Wertpapieren einfuhr. Einem Bericht des „Handelsblatt“ zufolge ist VEM über eine weitere Zwischenholding zu knapp 30 Prozent an Kötitzer beteiligt. (dpa-AFX)

          Ryanair beißt mit neuem Übernahmeversuch bei Aer Lingus auf Granit

          Europas größter Billigflieger Ryanair beißt mit seinem erneuten Übernahmeversuch bei seinem irischen Konkurrenten Aer Lingus erneut auf Granit. Die Offerte von Ryanair bewerte die Gesellschaft deutlich zu niedrig, teilte Aer Lingus am Montagabend in Dublin mit. Die Aktionäre sollten daher nicht darauf reagieren. Ryanair hatte am Morgen 1,40 Euro je Aer-Lingus-Aktie geboten. Dies entspricht einem Gesamtwert von 748 Millionen Euro. Zwei Jahre zuvor wollte Ryanair noch etwa doppelt so viel für Aer Lingus ausgeben.

          Ryanair hatte am Morgen angekündigt, die beiden irischen Fluglinien zu „einer starken irischen Gruppe“ zu fusionieren, um Europas Fluggesellschaften Lufthansa, Air France-KLM und British Airways Konkurrenz zu machen. Beide Marken sollten erhalten bleiben, die Unternehmen weiterhin eigenständig operieren. Aktien von Air Lingus schossen um 13,62 Prozent auf 1,2725 Euro in Richtung des gebotenen Preises nach oben, während Ryanair-Titel um 2,76 Prozent auf 2,849 Euro nachgaben.

          Ryanair forderte ein Treffen mit Regierungsvertretern in Irland und mit dem Management von Aer Lingus. Die Kurzstrecken-Flotte der ehemaligen Staatslinie soll nach den Ryanair-Plänen in den kommenden fünf Jahren auf 66 Maschinen verdoppelt werden. Es würden bis zu 1.000 neue Jobs entstehen, hieß es. (dpa-AFX)

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