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Medienschau : Postbank schreibt weiterhin rote Zahlen

  • Aktualisiert am

ABB verdoppelt Quartalsgewinn wegen Basiseffekt, Stagnation bei Axa, Société Générale erholt sich nur langsam von der Krise, Swiss Re: Zurück in der Gewinnzone, Schneider Electric mit Gewinneinbruch, Akzo Nobel: Schwarze Zahlen - keine schnelle Erholung, Swisscom-Gewinn steigt, HP steigert den Quartalsgewinn um 21 Prozent, Applied Materials hebt Umsatzprognose an, Comdirect bietet attraktive Dividende, Umsatz- und Gewinnrückgang bei Elmos Semiconductor, Konjunkturkrise belastet Takkt, Actelion erwartet Ergebniswachstum, Air Berlin konsolidiert Niki, Rückgang der Erwerbstätigkeit verstärkt, IWF beginnt bald mit Verkauf von Gold, Japan: Leitzins unverändert

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          Unternehmen

          Salzgitter mit hohem Vorsteuerverlust

          Der Stahlkonzern Salzgitter hat im vergangenen Jahr einen hohen Vorsteuerverlust verbucht. Nach neuester Einschätzung belaufe sich der Vorsteuerverlust auf rund 495 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Die 261 Millionen Euro Vorsteuerverlust der ersten drei Quartale enthielten bereits Abschreibungen auf das Anlagevermögen über 37 Millionen Euro. Im Zuge des Jahresabschlusses erhöhten sich diese Abschreibungen auf rund 260 Millionen Euro. Für Umstrukturierungen in den Sparten Stahl, Technologie und Röhren gab Salzgitter 75 Millionen Euro aus. Dank des Ergebnisbeitrag der Anteile an Aurubis über 60 Millionen Euro beläuft sich das operative Ergebnis vor Steuern auf etwa minus 160 Millionen Euro. Die endgültigen Zahlen werden am 5. März veröffentlicht. Das operative Vorsteuer-Ergebis habe sich im vierten Quartal verglichen mit den Vorquartalen deutlich verbessert, hieß es. Neben der sich auf niedrigem Niveau stabilisierenden Konjunktur hätten die im Frühjahr eingeleiteten Maßnahmen zur Ergebnis- und Liquiditätsstabilisierung Wirkung gezeigt. (dpa-AFX)

          Deutsche Postbank schreibt weiterhin rote Zahlen

          Die Deutsche Postbank kommt nicht aus den roten Zahlen. Im vergangenen Jahr sei ein Vorsteuerverlust von 398 Millionen Euro entstanden, teilte die Bank am Donnerstag überraschend mit. Ein Jahr zuvor hatte die Postbank nach revidierten Zahlen noch mehr als eine Milliarde Euro Verlust erwirtschaftet. Die Tochter der Post schrieb im vierten Quartal erneut 157 Millionen Euro auf ihre strukturierten Kreditpapiere ab und wertete ihre Portfolios in der Immobilienfinanzierung in Großbritannien und den Vereinigten Staaten ab. Die Risikovorsorge stieg dadurch 2009 auf 681 (2008 revidiert: 498) Millionen Euro. In den kommenden Quartalen werde der Wertberichtigungsbedarf aber sinken. Die Kernkapitalquote der Postbank sei trotz der Verluste zum Jahresende auf 7,6 von 7,2 Prozent gestiegen, teilte das Institut mit, an dem die Deutsche Bank knapp 30 Prozent hält. (Reuters)

          ABB verdoppelt Quartalsgewinn wegen Basiseffekt

          Der schweizerische Technologiekonzern ABB hat im vierten Quartal 2009 trotz Reststrukturierungskosten seinen Nettogewinn mehr als verdoppelt und die Erwartungen der Analysten übertroffen. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen 540 Millionen Dollar nach 213 Millionen Dollar im Vorjahresquartal, wie die ABB am Donnerstag mitteilte. Zwischen Oktober und Dezember erlöste ABB 8,76 Milliarden Dollar nach 9,14 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal. Allerdings hatten Rückstellungen und Restrukturierungsbelastungen das Ergebnis im Vorjahresquartal erheblich belastet. Auch im vierten Quartal 2009 fielen laut ABB Restrukturierungskosten von rund 350 Millionen Dollar an. Mit seinen Zahlen übertraf der Konzern aus Zürich die Konsensschätzung von Analysten. Diese hatten bei einem Umsatz von 8,49 Milliarden Dollar einen Nettogewinn von 447 Millionen Dollar erwartet. Um die Ebit-Marge auch 2010 im Zielkorridor von 11 Prozent bis 16 Prozent zu halten, will ABB seine Kosten weiter optimieren. Das Einsparziel für das zweijährige Kostensenkungsprogramm erhöhte ABB auf 3 Milliarden Dollar von 2 Milliarden Dollar. Erreicht werden sollen die Einsparungen vor allem durch einen optimierten Einkauf, die Senkung von Verwaltungskosten, interne Prozessoptimierungen und die Anpassung der weltweiten Fertigungs- und Engineeringbasis. Im Geschäftsjahr 2009 lagen die Einsparungen laut ABB deutlich über Planziel und beliefen sich auf über 1,5 Milliarden Dollar, davon seien im vierten Quartal mehr als 500 Millionen Dollar angefallen. Rund 50 Prozent der Einsparungen seien durch Optimierungen beim weltweiten Einkauf erzielt worden. Die Auftragseingänge stiegen im Quartal um 4 Prozent auf 7,45 Milliarden Dollar. Auch hier übertraf ABB die Erwartungen der Analysten. Diese hatten beim Auftragseingang mit 6,88 Milliarden Dollar gerechnet. „Es stimmt uns zuversichtlich, dass sich der Auftragsrückgang im vierten Quartal im Jahresvergleich abgeschwächt hat und dass die Basisaufträge gegenüber dem Vorquartal leicht angestiegen sind“, sagte ABB-Vorstandsvorsitzender Joe Hogan. Für 2009 will ABB eine Dividende von 0,51 (Vorjahr: 0,48) Franken je Aktie ausschütten. (Dow Jones Newswires)

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