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Medienschau : Postbank erwartet für 2008 hohe Verluste

  • Aktualisiert am

Bild: FAZ.NET-Jan Bazing

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          8 Min.

          Unternehmen

          Postbank erwartet für 2008 hohe Verluste

          Die Postbank erwartet wegen der Finanzkrise hohe Verluste im Gesamtjahr 2008. Neben dem stark negativen Kapitalmarktumfeld habe auch der bewusste Abbau von Risikopositionen zu neuen Belastungen im Schlussquartal geführt, teilte die Post-Tochter am Freitag mit. So seien die schwankungsanfälligen Aktienbestände bis Ende Dezember komplett abgebaut worden. Das Institut hatte bereits angekündigt, dass diese Maßnahmen zu erheblichen Lasten führen. Auch einen Verlust für das Gesamtjahr hatte die Bank bei Vorlage ihres letzten Quartalsberichts im November nicht ausgeschlossen, nachdem bereits für die ersten neun Monate rote Zahlen in den Büchern standen. Postbank-Aktien verloren fast vier Prozent und damit stärker als der Dax. Die größte deutsche Filialbank will ihr Finanzanlagegeschäft als Konsequenz aus der Krise drastisch zurückfahren, um sich den Schwankungen der Märkte besser entziehen zu können. Damit stärkt sie zugleich ihre als zu niedrig kritisierte Kernkapitalquote. Zudem bereitet sie sich so auf den für das erste Quartal geplanten Einstieg der Deutschen Bank vor, die insbesondere an dem Kundengeschäft des Instituts interessiert ist. In diesem Kerngeschäft habe sich der positive Trend der Vorquartale fortgesetzt, erklärte die Postbank. Die Post äußerte sich nicht dazu, welche Folgen der Verlust der Tochter auf das Netto-Ergebnis 2008 haben werde. Sie bekräftigte aber ihr Ziel eines Vorsteuergewinns vor Einmaleffekten von 2,4 Milliarden Euro. (Reuters)

          Chevron erwartet Gewinneinbruch im 4. Quartal

          Der zweitgrößte amerikanische Ölkonzern Chevron erwartet für das vierte Quartal einen Gewinneinbruch. Das Ergebnis werde deutlich unter dem des dritten Quartals liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstagabend mit. Verantwortlich dafür seien die niedrigen Öl- und Gaspreise. Zahlen nannte der Konzern zunächst nicht. Die Aktien von Chevron gaben nachbörslich rund ein Prozent nach. Analysten rechnen mit einem Gewinn je Aktie von 1,84 Dollar und einem Umsatz von 59,2 Milliarden Dollar. (Reuters)

          Daimler schickt ab Montag Zehntausende wegen Absatzkrise in Kurzarbeit

          Autobauer Daimler schickt wegen der Absatzkrise von Montag (12. Januar) an Zehntausende Mitarbeiter für mehrere Wochen in Kurzarbeit. Betroffen sind neben dem Stammwerk in Stuttgart-Untertürkheim auch das größte Werk des Konzerns in Sindelfingen (Kreis Böblingen) sowie mehrere andere Pkw-Standorte in Deutschland. Insgesamt hat Daimler das Jahr 2008 mit Schrammen überstanden. Der Absatz der Automarken Mercedes-Benz, AMG, smart und Maybach sank um 2,3 Prozent auf 1,256 Millionen ausgelieferte Wagen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. 2007 hatten die Stuttgarter noch 1,286 Millionen Autos gezählt. Im vierten Quartal war der Absatz jedoch massiv eingebrochen. Auf eine Prognose für 2009 verzichtet der Autoriese vorerst. In Hamburg gilt bereits seit 2. Januar Kurzarbeit für 1.700 der 2.600 Beschäftigten. Unternehmensleitung und Betriebsrat hatten im Dezember für die einzelnen Standorte jeweils individuelle Lösungen vereinbart. In den Nutzfahrzeug-Werken soll es dagegen zunächst keine Kurzarbeit geben. Hier sind nach Angaben einer Daimler-Sprecherin an einigen Standorten allerdings Verkürzungen der Arbeitszeit von 35 auf 30 Stunden geplant. Dies soll aber zunächst noch über die Arbeitszeitkonten geregelt werden. (dpa-AFX)

          Weiterer Kursabsturz bei Satyam, Indiens Enron

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