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Medienschau : Porsche schlüpft unter das Dach von Volkswagen

  • Aktualisiert am

Nach dem gescheiterten Übernahmeversuch schlüpft der hoch verschuldete Sportwagenbauer Porsche nun unter das Dach der Volkswagen AG. ThyssenKrupp ist nach hohen Verlusten skeptischer für das Gesamtjahr. Hochtief erwägt den Börsengang der Flughafen-Sparte. Führende Wirtschaftsexperten sehen noch kein Ende der Wirtschaftskrise in Deutschland.

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          Unternehmen

          ThyssenKrupp nach hohen Verlusten skeptischer für Gesamtjahr

          Der größte deutsche Stahlkonzern ThyssenKrupp hat sich nach hohen Verlusten skeptischer über den Verlauf des Geschäftsjahres geäußert. Der Konzern rechne im Geschäftsjahr 2008/09 (per Ende September) vor Steuern und wesentlichen Sondereffekten mit einem Verlust „in höherer dreistelliger Millionen-Euro-Größe“, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Zuvor hatte der Stahlriese vor Sondereffekten einen Vorsteuerverlust in „mittlerer bis höherer dreistelliger Millionen-Euro-Größe“ erwartet. Der Konzern fuhr in den ersten neun Monaten einen Vorsteuerverlust (Ebt) von 987 Millionen Euro ein. Im dritten Quartal seines Geschäftsjahres lag das Vorsteuerergebnis bei minus 772 Millionen Euro nach einem Plus 909 Millionen im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz ging um 34 Prozent auf 9,3 Milliarden Euro zurück. Von Reuters befragte Analysten hatten im dritten Quartal mit einem Umsatz von 9,4 Milliarden Euro und einem Vorsteuerverlust von 709 Millionen Euro gerechnet. (Reuters)

          Porsche schlüpft unter das Dach von Volkswagen

          Nach dem gescheiterten Übernahmeversuch schlüpft der hoch verschuldete Sportwagenbauer Porsche nun unter das Dach der Volkswagen AG. Europas größter Automobilkonzern will noch in diesem Jahr 42 Prozent an Porsche für maximal 3,3 Milliarden Euro übernehmen und beide Konzerne bis 2011 verschmelzen, erklärten die Wolfsburger nach einer Sitzung des Kontrollgremiums am Donnerstag. Der VW-Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn und sein Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch übernehmen dazu ab Mitte September auch die Leitung der Porsche-Holding, teilte Porsche mit. Ende Juli hatte Volkswagen den seit Jahren andauernden Übernahmekampf mit Porsche für sich entschieden. Daraufhin nahmen Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und sein Finanzvorstand Holger Härter ihren Hut. Die Wolfsburger wollen den mit 12,4 Milliarden Euro bewerteten Sportwagenbauer nun schrittweise übernehmen und bis 2011 als eigenständige zehnte Konzernmarke neben Audi, Skoda, SEAT, Lamborghini und Co eingliedern. Durch die Übernahme von Porsche erhofft sich Volkswagen langfristig Ergebnisverbesserungen von jährlich 700 Millionen Euro. Welchen Anteil die Porsche-Eigentümer an dem künftigen gemeinsamen Konzern halten sollen, stehe noch nicht fest, erklärte Volkswagen. Derzeit gehört ihnen etwas mehr als die Hälfte an dem Wolfsburger Autobauer. Die Porsche-Familien blieben jedoch größter VW-Aktionär vor dem Land Niedersachsen mit aktuell gut einem Viertel, versicherte der Dax-Konzern. Zudem sollen das Emirat Katar und die Mitarbeiter von Volkswagen und Porsche Anteile an dem Autogiganten erhalten. (DowJones)

          Hochtief erwägt Börsengang von Flughafen-Sparte

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