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Medienschau : Porsche muss Umsatzrückgang verkraften

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Der hoch verschuldete Sportwagen-Hersteller Porsche hat in den ersten neun Monaten seines Geschäftsjahres ohne seine VW-Beteiligung einen Rückgang bei Umsatz, Absatz und dem operativen Ergebnis verzeichnet. Bayern will die insolvente Arcandor-Tochter Quelle finanziell unterstützen. Im amerikanischen Senat ist das von Präsident Obama vorgestellte Reformpaket des Finanzsystems auf heftige Kritik gestoßen

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          Unternehmen

          Porsche muss Umsatzrückgang verkraften

          Der hoch verschuldete Sportwagen-Hersteller Porsche hat in den ersten neun Monaten seines Geschäftsjahres (per Ende Juli) ohne seine VW-Beteiligung einen Rückgang bei Umsatz, Absatz und dem operativen Ergebnis verzeichnet. Der Umsatz sank im Vergleich zur Vorjahresperiode von August bis April um 15 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Freitag in Stuttgart mitteilte. Das operative Ergebnis lag unter dem Vorjahr. Dagegen sei das Ergebnis auf VW-Aktienoptionsgeschäfte durch den hohen Kurs der VW-Stammaktie „deutlich angestiegen“. Bereits in den Vorjahren hatte Porsche keine genauen Zahlen bekannt gegeben, sondern nur eine Tendenz. Der Absatz der Baureihen 911, Boxster/Cayman und Cayenne ging im Zuge der allgemeinen Branchenkrise um 27,6 Prozent auf 53.635 Sport- und Geländewagen zurück. Besonders stark fiel wegen des Modellwechsels im Februar der Rückgang der Nachfrage bei der Mittelmotor-Baureihe Boxster/Cayman aus. Für das gesamte Geschäftsjahr rechnet der Konzern im Vergleich zum Vorjahr mit einem geringeren Absatz und Umsatz. Nach der Mehrheitsübernahme von Volkswagen im Januar wird Europas größter Autobauer auch im Abschluss der Porsche SE konsolidiert. Durch die Aufstockung der VW-Beteiligung auf knapp 51 Prozent hatte der Sportwagen-Hersteller massiv Schulden aufgehäuft. Mittlerweile hat sich Porsche Kredite in Höhe von 10,75 Milliarden Euro gesichert. Weitere 1,75 Milliarden Euro sollen von der staatlichen Förderbank KfW kommen. Zudem führen die Stuttgarter derzeit Gespräche über einen Einstieg des finanzstarken Emirats Katar. (dpa-AFX)

          Bayern stimmt Staatshilfe für Arcandor-Tochter Quelle zu

          Das Land Bayern will die insolvente Arcandor-Tochter Quelle finanziell unterstützen. Nach einer Sondersitzung des bayerischen Kabinetts habe man sich darauf geeinigt, sich an einer Bürgschaft über 50 Millionen Euro zu beteiligen, teilte die bayerische Staatskanzlei am Donnerstag mit. Bis Freitagvormittag sollen die Banken nun eine Lösung erarbeiten, um die Finanzierung des Quelle-Geschäfts sicherzustellen. Sollten die Gespräche mit den Banken erfolgreich verlaufen, werde der Insolvenzverwalter Freitagmittag den Druckauftrag für den neuen Quelle-Katalog freigeben. Die Tochter des Arcandor-Konzerns hatte Schwierigkeiten bekommen, nachdem eine Bank ihre Zwischenfinanzierung eingestellt hatte. Der vorläufige Insolvenzverwalter von Arcandor, Klaus Hubert Görg, hatte daraufhin in Berlin und München um Unterstützung geworben. Der Quelle-Hauptsitz befindet sich im fränkischen Fürth. (Reuters)

          BlackBerry-Hersteller RIM enttäuscht mit Ausblick

          Der BlackBerry-Hersteller Research in Motion (RIM) hat im ersten Quartal mehr verdient erwartet. Ein zurückhaltender Ausblick auf das kommende Vierteljahr schickte die Aktie nachbörslich jedoch auf Talfahrt. Bei einem Umsatz von 3,42 (Vorjahreszeitraum: 2,24) Milliarden Dollar stieg das Ergebnis auf 643 (483) Millionen Dollar, wie das kanadische Unternehmen am Donnerstag nach Börsenschluss mitteilte. Analyst Peter Misek von Canaccord Adams zufolge enttäuschte das Unternehmen mit dem Ausblick auf das zweite Quartal, für das RIM einen Umsatz zwischen 3,45 und 3,7 Milliarden Dollar und ein Ergebnis zwischen 0,94 und 1,03 Dollar je Aktie prognostizierte. Im nachbörslichen Geschäft sackte die Aktie, die den regulären Handel an der Nasdaq mit einem Minus von knapp einem Prozent verlassen hatte, um über fünf Prozent ab. (Reuters)

          Pfleiderer möchte Staatshilfe - Vorstandschef verneint Existenzproblem

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