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Medienschau : Porsche bringt VW-Aktien auf den Markt

  • Aktualisiert am

Bild: FAZ.NET-Jan Bazing

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          Unternehmen

          Porsche will Kursturbulenzen in VW-Aktien verhindern

          Porsche will weitere Turbulenzen des Aktienkurses von Volkswagen verhindern und deshalb Volkswagen-Aktien auf den Markt bringen. Wie das Unternehmen am Mittwoch in Stuttgart mitteilte, sollen je nach Marktlage Kurssicherungsgeschäfte in Höhe von bis zu 5 Prozent der VW-Stammaktien aufgelöst werden. Dieser Schritt erhöht den Streubesitz der Wolfsburger wieder. Die Kurskapriolen der vergangenen Tage waren auf eine zu geringe Anzahl verfügbarer Aktien zurückgeführt worden.

          Porsche weist in der Mitteilung jegliche Verantwortung für diese Marktverwerfungen und die daraus resultierenden Risiken zurück. Die Kursturbulenzen bei VW-Stammaktien seien von Leerverkäufern zu verantworten. Das Unternehmen sei während dieser Kursbewegungen nicht im Markt aktiv gewesen und habe die kapitalmarktrechtlichen Vorschriften zu jeder Zeit beachtet.

          Porsche bekräftigte das Ziel, seine Beteiligung an Volkswagen auf bis zu 75 Prozent aufzustocken. Daher sei weiter geplant, VW-Stammaktien an der Börse oder außerbörslich „zu wirtschaftlich vertretbaren Preisen“ zu erwerben. (dpa-AFX)

          Gewicht von VW im Dax auf 10 Prozent gedeckelt

          Angesichts der jüngsten Kurskapriolen bei der Volkswagen-Aktie wird der Anteil des Autobauers in wichtigen Börsenbarometern reduziert. Im Dax soll die Volkswagen-Stammaktie zu Handelsbeginn am Montag maximal ein Gewicht von 10 Prozent haben, entschied die Deutsche Börse am Dienstagabend bei einer außerordentlichen Anpassung des wichtigsten deutschen Börsenbarometers. Am Dienstag betrug der Anteil zum Handelsschluss 27 Prozent. Der Index-Anbieter Stoxx entschied, der Anteil von Volkswagen-Stammaktien in seinen Indizes wie dem Euro Stoxx 50 werde von diesem Freitag an reduziert.

          Hintergrund ist der massive Anstieg der VW-Aktie. Sie hatte ihren Wert in den vergangenen Tagen vervielfacht, nachdem Porsche mitgeteilt hatte, dass der Konzern bereits mehr als 70 Prozent der Anteile besitzt oder Optionen darauf hält. Davon wurden vor allem Hedge-Fonds überrascht, die auf sinkende Kurse gewettet hatten. Sie haben nun Schwierigkeiten, ihre von anderen Investoren ausgeliehenen und dann verkauften Aktien zurückzuerwerben. Dies trieb die Kurse unabhängig vom Wert des Konzerns in astronomische Höhen. Die VW-Aktie war am Dienstag zeitweise zu mehr als 1000 Euro gehandelt worden, der deutsche Autohersteller war damit die teuerste Aktiengesellschaft der Welt. (dpa-AFX)

          Operativer Gewinn von Bayer sinkt

          Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer hat im dritten Quartal unter anderem wegen anhaltend hoher Rohstoffkosten operativ weniger verdient. An seinem Geschäftsausblick für dieses Jahr hält der Konzern dennoch fest. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereinflüssen sei im vergangenen Quartal binnen Jahresfrist um 4,2 Prozent auf 1,49 Milliarden Euro gesunken, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Leverkusen mit. Analysten hatten im Durchschnitt mit 1,53 Milliarden gerechnet.

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