https://www.faz.net/-gv6-158ur

Medienschau : Obama kündigt drastisches Sparprogramm an

  • Aktualisiert am

Isuzu dementiert einen Bericht über den Einstieg von VW, China über ein Investment in spanischen Banken. Die GSW plaziert ihre Aktien am unteren Ende der Spanne, die Commerzbank Wandelanleihen im Wert von 4,3 Milliarden Euro. Chinas Inflation ist wohl deutlich gestiegen.

          7 Min.

          Unternehmensnachrichten

          Isuzu dementiert Bericht über Einstieg von VW

          Der japanische Nutzfahrzeughersteller Isuzu hat einen Bericht über einen möglichen Einstieg von Volkswagen dementiert. Der Bericht sei unwahr, erklärte das Unternehmen. Das „Manager Magazin“ hatte am Mittwoch gemeldet, VW erwäge eine Teil- oder Komplettübernahme des japanischen Autobauers. VW hatte erklärt, eine Beteiligung stehe derzeit nicht zur Entscheidung an. Am Tokioter Aktienmarkt hatten Papiere von Isuzu von den Spekulationen gegen den Trend kräftig profitiert. (Reuters)

          China dementiert Berichte über Investment in spanische Banken

          Der Staatsfonds China Investment will nicht in der angeschlagenen spanischen Bankenbranche investieren. „Berichte darüber haben keine Basis und stimmen nicht mit der Wahrheit überein“, sagte ein Vertreter der China Investment Corp (CIC) am Donnerstag Reuters. In spanischen Regierungskreisen hatte es nach einem Besuch von Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero in Peking geheißen, der Fonds werde zusammen mit anderen chinesischen Investoren bis zu 13 Milliarden Dollar in die spanische Bankenbranche investieren, möglicherweise auch über direkte Beteiligungen. (Reuters)

          Roches Umsatz leidet unter schwachem Tamiflu-Erlös

          Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat im ersten Quartal unter dem starken Franken und fehlenden Großaufträgen für das Grippemittel Tamiflu gelitten. Der Umsatz ging um 9 Prozent auf 11,1 Milliarden Franken zurück und damit 200 Millionen Franken stärker als von Analysten erwartet. Die Jahresprognose bekräftigte die Roche Holding AG am Donnerstag.

          Die Erlöse mit Tamiflu, im vergangenen Jahr von der Angst vor dem Schweinegrippe-Virus H5N1 beflügelt, schrumpften von Januar bis März auf 252 Millionen Franken - ein Minus von 47 Prozent gemessen in lokalen Währungen. Die wichtigsten Umsatzträger waren MabThera mit 1,56 Milliarden Franken (+7 Prozent), Avastin mit 1,42 Milliarden Franken (-6 Prozent) und Herceptin mit 1,39 Milliarden Franken (+8 Prozent).

          Die Prognose für das Gesamtjahr bestätigte der Pharmakonzern aus Basel. Demnach erwartet Roche ein einstelliges Verkaufswachstum für die Gruppe sowie für die Pharmasparte ohne die Verkäufe von Tamiflu. Damit dürfte die Pharmasparte im Rahmen des Marktwachstums zulegen, der Geschäftsbereich Diagnostik soll dagegen deutlich stärker als der Markt wachsen. (Dow Jones)

          GSW plaziert Aktien zu 19,00 Euro am unteren Ende der Spanne

          Die GSW Immobilien AG plaziert ihre Aktien im Rahmen des Börsengangs zu je 19 Euro und damit wie von Beobachtern erwartet am unteren Ende der angebotenen Preisspanne. Inklusive Mehrzuteilungsoption werden rund 24,6 Millionen Anteilsscheine verkauft, wie das Berliner Wohnimmobilienunternehmen in der Nacht zum Donnerstag mitteilte. Damit ist der Börsengang im zweiten Anlauf geglückt. Mit einem Gesamtemissionsvolumen von rund 468 Millionen Euro wird es der bisher größte deutsche Börsengang in diesem Jahr.

          Erster Handelstag der GSW-Aktie im Prime Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse und an der Berliner Börse ist Freitag. Die GSW gilt als Kandidat für den MDax. Dem Unternehmen fließen aus einer Kapitalerhöhung von gut 6 Millionen Aktien brutto rund 115
          Millionen Euro zu. (Dow Jones)

          Aareal Bank erhöht Kapital

          Der Immobilienfinanzierer Aareal Bank will über eine Kapitalerhöhung 269 Millionen Euro einnehmen. Der Erlös wird von den Banken, die das Institut bei der Kapitalerhöhung begleiten, garantiert. Mit dem Geld will das Unternehmen sein Wachstum finanzieren und einen weiteren Teil der Staatshilfen zurückzahlen. Erwogen werde, die Stillen Einlagen des Bankenrettungsfonds Soffin um rund 75 Millionen Euro abzubauen.

          Zudem kündigte die Bank an, eine vom Soffin garantierte Anleihe in Höhe von 2 Milliarden Euro vorzeitig zurückzugeben. Dadurch könne das Institut pro Jahr 19 Millionen Euro zu zahlende Garantieprovisionen sparen. Die dreijährige Anleihe war im Juni 2010 vorsorglich zur Erhöhung der Flexibilität in der Refinanzierung emittiert, aber dann nicht im Markt plaziert worden. (dpa)

          Wirecard hebt Dividende leicht an

          Der Zahlungsverkehrsabwickler Wirecard hebt nach einem Gewinnsprung im vergangenen Jahr die Dividende leicht an. Je Aktie sollen zehn Cent ausgeschüttet werden, hieß es im am Donnerstag veröffentlichten Geschäftsbericht des bayerischen Unternehmens. Das ist ein Cent mehr als im Jahr zuvor. Der Überschuss kletterte 2010 auf knapp 54 (Vorjahr: 45,5) Millionen Euro.

          Wirecard profitiert seit Jahren vom Trend zum Einkauf im Internet. Das Management bekräftigte, 2011 mit einem operativen Gewinn (Ebitda) von 81 bis 89 Millionen Euro zu rechnen. 2010 waren es gut 73 Millionen Euro. Darin sind die Kosten für den
          Umzug des Firmensitzes im Großraum München und die Ausgaben für neue Computertechnik von insgesamt rund fünf Millionen Euro bereits mit veranschlagt. Im zweiten Halbjahr 2011 erwartet der Vorstand positive Effekte aus dem Geschäft mit Prepaid-Karten sowie der weiteren Expansion in Asien. (Reuters)

          Commerzbank erhält von Investoren innerhalb einer Woche 4,3 Milliarden Euro

          Die Commerzbank hat mit ihrer Aktienplazierung innerhalb einer Woche 4,3 Milliarden Euro vereinnahmt. Das ist mehr als die Hälfte des Gesamtvolumens, das die Commerzbank bis Juni am Kapitalmarkt platzieren will. Damit reicht ihr Ende Mai schon eine Kapitalerhöhung im Volumen von 3,95 Milliarden Euro, um fast 90 Prozent der Stillen Einlagen tilgen zu können, die sie in der Finanzkrise vom deutschen Staat erhalten hatte. Von 16,2 Milliarden Euro sollen davon Ende Juni noch 1,9 Milliarden übrig sein. (Reuters)

          Nyse und Deutsche Börse wollen mit Sonderdividende Eigner für Fusion gewinnen

          Die Nyse Euronext erwägt Kreisen zufolge eine Reihe von Optionen, um die Unterstützung der Aktionäre für ihre Fusionspläne mit der Deutsche Börse zu erhalten. Dazu zähle die Zahlung einer Sonderdividende bei Abschluss der Transaktion, sagten mit den Diskussionen vertraute Personen am Mittwoch. Nyse Euronext und die Deutsche Börse dächten zudem darüber nach, gemeinsam eine Dividende auszuschütten oder Aktien zurückzukaufen, sobald der Zusammenschluss unter Dach und Fach sei, sagte ein Insider. Die zwei Börsenbetreiber hätten außerdem weitere Kosteneinsparungen durch die geplante Zusammenlegung ihrer Geschäfte ausgemacht. (Reuters)

          Danone bestätigt trotz steigender Kosten Ziele

          Der französische Getränke- und Lebensmittelkonzern Danone hat trotz steigender Kosten seine Ziele für das Gesamtjahr bestätigt. Der Hersteller von Marken wie Actimel und Activia steigerte seinen flächenbereinigten Umsatz in den ersten drei Monaten des Jahres um 8,5 Prozent. Analysten hatten ein geringeres Wachstum erwartet, auch wegen steigender Rohstoffkosten. Unterstützend wirkte das Gemeinschaftsunternehmen Danone-Unimilk in Russland.

          Für das Gesamtjahr stehe das Ziel eines Umsatzanstiegs von 6 bis 8 Prozent auf bereinigter Ladenfläche, hieß es. Die Profitabilität, gemessen am operativen Ergebnis, soll um 0,2 Prozentpunkte ansteigen. Danone sieht sich vor allem bei der Milch steigenden Kosten gegenüber. Daher werde die Profitabilität im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum etwas nachgeben, im zweiten Halbjahr aber wieder anziehen. (dpa-AFX)

          Amerikanischen Banken drohen Strafen wegen Fehlern bei Hauspfändungen

          Die fehlerhaften Zwangsvollstreckungen bei Tausenden von Eigenheimen in den Vereinigten Staaten haben ein Nachspiel: Die amerikanischen Bankenregulierer erwägen Strafen für insgesamt 16 Kreditinstitute und von ihnen beauftragte Dienstleister, darunter die Wall-Street-Größen JP Morgan, Citigroup, Bank of America und Wells Fargo. Sie sollen die geprellten Hausbesitzer entschädigen und dafür sorgen, dass Pfändungen bei säumigen Schuldnern künftig sauber ablaufen.

          „Die Fed ist der Ansicht, dass Geldstrafen in diesen Fällen angemessen sind und beabsichtigt auch, Geldstrafen zu verhängen“, teilte die Notenbank am Mittwoch in Washington mit. Zudem ermitteln die Generalstaatsanwälte der 50 amerikanischen Bundesstaaten hinsichtlich der Praktiken der Finanzfirmen. (dpa-AFX)

          Wirtschaftsnachrichten

          Weber kritisiert abermals Anleihenkäufe der EZB

          Bundesbankpräsident Axel Weber hat den Kauf von Staatsanleihen aus Euroländern durch die Europäische Zentralbank (EZB) abermals heftig kritisiert. Dadurch steige das Risiko, die Grenzen zwischen der Fiskal- und Geldpolitik zu verwischen, sagte Weber am Mittwoch in St. Louis laut Redemanuskript. Dadurch könne die Glaubwürdigkeit der Geldpolitik leiden.

          Weber kritisierte zudem die Geldversorgung der Geschäftsbanken. Eine Rundum-Versorgung durch die EZB für Banken ohne nachhaltiges Geschäftsmodell könne keine langfristige Lösung sein. Geldpolitik könne es nicht ersetzen, die Bilanzen wieder ins Lot zu bringen. (Reuters)

          Obama kündigt drastisches Sparprogramm an

          Die Sparpläne von Amerikas Präsident Obama stoßen auf harte Kritik der Opposition. Die Vorschläge seien ein Schritt in Richtung „Klassenkampf“, die angekündigte Steuererhöhung für Reiche eine Gefahr für den Wirtschaftsaufschwung, hieß es in ersten Stellungnahmen der Republikaner. Die von Obama angekündigten Kürzungen dagegen gingen nicht weit genug.

          Obama hatte drastische Etatkürzungen von vier Billionen Dollar (2,76 Billionen Euro) in den kommenden 12 Jahren angekündigt Auch bei den Verteidigungsausgaben solle die Axt angesetzt werden. Obama warnte vor weitergehenden Sparplänen der Republikaner, die radikale Einschnitte bei den Sozialausgaben vorsehen.

          Auch vor Einschnitten bei den Gesundheitsprogrammen für Ältere und Bedürftige macht Obama nicht halt. Hier sollen 500 Milliarden Dollar weniger ausgegeben werden, allerdings ohne dass Leistungen gekürzt werden sollen. Auch das Rentensystem dürfe nicht angetastet werden. (dpa-AFX)

          Inflationsrate in China wohl deutlich gestiegen

          Chinas Inflation hat einem Bericht zufolge deutlich angezogen. Die Jahresteuerung dürfte im März zwischen 5,3 Prozent und 5,4 Prozent gelegen haben und damit deutlich höher als im Februar (4,9 Prozent), berichtete der in Hongkong ansässige Fernsehsender Phoenix TV am Donnerstag auf seiner Webseite.

          Die Erzeugerpreise dürften im März um 7,4 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen haben, teilte der Sender ohne Angaben von Quellen weiter mit. Chinas Statistikbehörde wird die offiziellen Zahlen zur Preisentwicklung am Freitag veröffentlichen. Im Januar hatte der Sender vor der offiziellen Veröffentlichung der Daten die Jahresteuerung für Dezember korrekt berichtet. (Dow Jones)

          Amerikas Notenbank sieht weiter zunehmende Wirtschaftsaktivität

          Die amerikanische Wirtschaft ist nach Einschätzung der Notenbank (Fed) weiter auf Erholungskurs. In vielen Distrikten der Fed sei das Wachstum im Zeitraum von Februar bis März aber weiter nur moderat gewesen, hieß es in dem am Mittwoch in Washington veröffentlichten Konjunkturbericht der Federal Reserve (Beige Book). Von den insgesamt 12 Distrikten der Notenbank habe immerhin der Distrikt von Kansas City das Wachstum als solide bezeichnet. Allerdings hätten einige Regionen gemeldet, dass der Grad der Unsicherheit nach wie vor hoch sei.

          Zudem hätten alle Distrikte ein weiteres Wachstum der Industrieproduktion gemeldet. In zehn Distrikten sei abermals eine Erholung der Produktion festgestellt worden, hieß es in dem Bericht. In den meisten Berichten sei von generell besseren Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt die Rede gewesen, der Lohndruck größtenteils verhalten gewesen. (dpa-AFX)

          Islands Regierung übersteht Misstrauensvotum knapp

          Islands Regierung hat ein Misstrauensvotum im Parlament wegen der Schuldenkrise knapp überstanden. Bei der Abstimmung im Parlament in Reykjavik in der Nacht zum Donnerstag stimmten 32 Abgeordnete gegen und 30 für den Misstrauensantrag gegen Ministerpräsidentin Jóhanna Sigurdardóttir. Ein Abgeordneter enthielt sich der Stimme.

          Vorausgegangen war am Wochenende ein Referendum, bei dem fast 60 Prozent die von Sigurdardóttir empfohlene Tilgung von Schulden der Internetbank Icesave aus Steuermitteln abgelehnt hatten. Islands Bankwesen war während der Finanzkrise 2008 praktisch komplett zusammengebrochen und hatte dem Land gigantische Schulden bei ausländischen Gläubigern hinterlassen. (dpa-AFX)

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.