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Medienschau : Nokia-Siemens drückt Siemens tief in rote Zahlen

  • Aktualisiert am

Murdoch tauscht den Sky-Vorstandschef aus, Disney hält trotz Gewinneinbruchs die Dividende konstant, die Bank of America will Staatshilfen zurückzahlen, Peugeot und Mitsubishi verhandeln über einen Zusammenschluss und Ackermann schlägt einen Kreditfonds vor.

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          Unternehmen

          Nokia-Siemens drückt Siemens tief in rote Zahlen

          Der Mischkonzern Siemens ist zwischen Juli und September wegen hoher Abschreibungen auf Nokia Siemens Networks (NSN) tief in die roten Zahlen gerutscht. Operativ lief es dagegen deutlich besser als von Experten erwartet. Das Unternehmen will zudem für das Geschäftsjahr 2008/09 (September 2009) wie für das Vorjahr eine Dividende von 1,60 Euro je Aktie ausschütten. Im laufenden Geschäftsjahr 2009/2010 rechnet Siemens-Chef Peter Löscher mit einem Umsatzrückgang.

          Der Umsatz fiel in der Zeit zwischen Juli und September von 21,65 auf 19,71 Milliarden Euro. Unterm Strich stand ein Verlust von 1,063 Milliarden Euro nach einem Minus von 2,42 Milliarden im Vorjahr. Dabei belastete das verlustbringende Gemeinschaftsunternehmen Nokia Siemens Networks (NSN) das Ergebnis im vierten Quartal mit 1,96 Milliarden Euro. Vor einem Jahr hatten Sonderbelastungen in Höhe 4 Milliarden Euro, insbesondere aus dem Konzernumbau Siemens tief in die roten Zahlen gedrückt. (dpa-AFX)

          Murdoch tauscht Sky-Vorstandschef aus

          Medienmogul Rupert Murdoch will bei seinem kriselnden Bezahlfernsehsender Sky mit einem neuen Vorstandschef die Kurve kriegen. Der erst vor gut einem Jahr an der Konzernspitze installierte Murdoch-Vertraute Mark Williams wird Anfang April durch einen anderen Manager aus dem Medien-Imperium des Hauptaktionärs ersetzt. Sky teilte am Mittwochabend mit, Williams werde am 31. März aus persönlichen Gründen sein Amt niederlegen. Sein Nachfolger werde Brian Sullivan, der vom britischen Schwestersender BSykB kommt. Er soll bereits zum Jahresbeginn als Vize-Vorstandschef bei Sky einsteigen. Derzeit arbeitet Sullivan als Managing Director Customer Group von BSykB.

          Unter Williams hat Sky bislang nicht seine Ziele erreicht. Trotz einer Generalüberholung mit hohen Investitionen lockte das aus dem verlustträchtigen Abosender Premiere hervorgegangene Unternehmen weniger zahlende Zuschauer an als erwartet - einzig die Verluste wuchsen. (Reuters)

          Disney hält trotz Gewinneinbruchs Dividende konstant

          Der amerikanischen Unterhaltungskonzern Walt Disney hält trotz eines Gewinneinbruchs im abgelaufenen Geschäftsjahr seine Dividende konstant. Die Aktionäre sollen im Januar 35 Cent je Anteilsschein erhalten, teilte das Unternehmen am Mittwoch nach Börsenschluss im kalifornischen Burbank mit. Damit zahlt Disney zum 54. Jahr in Folge eine Dividende. Im Geschäftsjahr 2008/2009 (3. Oktober) war der Umsatz um vier Prozent auf 36,1 Milliarden Dollar gesunken. Der Gewinn brach unter dem Strich um ein Viertel auf 3,3 Milliarden Dollar ein. (dpa-AFX)

          Bank of America vor Rückzahlung von Staatshilfen

          Die Bank of America steht nach eigenen Angaben kurz vor der Rückzahlung der Staatshilfen in Höhe von 45 Milliarden Dollar. Ein entsprechender Vertrag solle in den kommenden Tagen unterzeichnet werden. Die Aktien der Bank stiegen im nachbörslichen Handel um 3,2 Prozent. Die Einigung kam inmitten der Schwierigkeiten der Bank of America zustande, einen Nachfolger für den scheidenden Konzernchef Ken Lewis zu finden. Analysten zufolge hat die schwierige Suche zum Teil mit dem Einfluss der amerikanischen Regierung auf die Bezahlung der Top-Manager und anderen Restriktionen zu tun. Lewis, der Ende des Jahres in den Ruhestand geht, hatte wiederholt erklärt, sein Ziel sei die Rückzahlung der Gelder, bevor er den Konzern verlasse. (Reuters)

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