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Medienschau : Nike will 1700 Stellen abbauen

  • Aktualisiert am

Der weltgrößte amerikanische Sportartikel-Hersteller Nike will sich angesichts der weltweiten Konsumflaute verschlanken und rund 1700 Stellen streichen. Derweil ist die deutsche Wirtschaft zu Jahresbeginn so stark eingebrochen wie noch nie.

          7 Min.

          Unternehmen

          Zeitung: General Motors vor Einigung mit Gewerkschaft

          Die Opel-Mutter General Motors steht in ihrem Überlebenskampf einem Zeitungsbericht zufolge vor einem wichtigen Etappensieg. Der schwer angeschlagene amerikanischen Autobauer werde sich vermutlich in Kürze mit der Gewerkschaft UAW auf umfassende Einschnitte zur Kostensenkung einigen, berichtete das „Wall Street Journal“ am Freitag unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen. Der Zeitung zufolge sollen die Arbeitskosten um mehr als ein eine Milliarden pro Jahr gesenkt werden. Außerdem sollten die Barzahlungen von GM in einen Gesundheitsfonds für Ruheständler auf zehn Milliarden Dollar halbiert werden. Bisher handle es sich noch um einen vorläufigen Plan, schrieb die Zeitung. Jedoch könnten die Verhandlungen zwischen GM und der Gewerkschaft, die unter Leitung des amerikanischen Finanzministeriums stattfinden, bereits nächste Woche abgeschlossen werden. Die amerikanischen Regierung hat GM eine Frist bis zum 1. Juni gesetzt, um seine Sanierung voranzutreiben und weitere Staatshilfen zu bekommen. Neben einer Einigung mit den Gewerkschaften muss sich GM dafür mit seinen Gläubigern auf eine deutliche Reduzierung der Schulden verständigen. Gelingt dies nicht, müsste GM wie Rivale Chrysler Gläubigerschutz beantragen. Dieses Szenario wird laut GM-Chef Fritz Henderson immer wahrscheinlicher. Eine Insolvenz von GM hätte massive Auswirkungen auf die deutsche Tochter Opel, die in diesem Fall mit einem staatlich abgesicherten Treuhand-Modell gerettet werden soll. (Reuters)

          Nike will 1700 Stellen abbauen

          Der weltgrößte amerikanischen Sportartikel-Hersteller Nike will sich angesichts der weltweiten Konsumflaute verschlanken und rund 1700 Stellen streichen. Wie der Adidas-Konkurrent am Donnerstag mitteilte, sollen etwa fünf Prozent der weltweit 35.000 Arbeitsplätze abgebaut werden - 500 Jobs allein in der Zentrale. Auch Adidas hat bereits Sparmaßnahmen eingeleitet: Dieses Jahr wollen die Herzogenauracher gut 1000 der weltweit 39.000 Stellen streichen. (Reuters)

          Hamburger Hafenkonzern HHLA erleidet Gewinneinbruch

          Der Absturz des Welthandels hat Umsatz und Gewinn des Hamburger Hafenlogistikkonzerns HHLA im Auftaktquartal einbrechen lassen. Der Konzernumsatz sackte von Januar bis März um ein Fünftel auf 256,5 Millionen Euro ab, der Betriebsgewinn (Ebit) gab sogar um 45 Prozent auf 51 Millionen Euro nach, wie der Rivale des europäischen Marktführers Eurogate am Freitag in Hamburg berichtete. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Umsatz von 256 Millionen Euro und einem Gewinn vor Steuern und Zinsen von 44 Millionen Euro gerechnet. Der Rückgang in den ersten drei Monaten habe dank des Sparprogramms in Grenzen gehalten werden können, teilte HHLA-Chef Klaus-Dieter Peters mit. Im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres hätten sich aber noch keine Hinweise auf eine Trendwende der wirtschaftlichen Situation gezeigt. Daher rechne die HHLA unverändert mit einem deutlich zweistelligen Rückgang der Umschlag- und Transportmengen sowie signifikanten Rückgängen bei Umsatz und Ergebnis. Der Konzern gehe weiter von einem deutlich positivem operativen Ergebnis für das Geschäftsjahr aus. (Reuters)

          SMA Solar erleidet Umsatz- und Gewinneinbruch

          Der Solartechnik-Hersteller SMA Solar ist zu Jahresbeginn voll von der Branchenkrise erfasst worden. Der operative Gewinn (Ebit) brach von 24,3 Millionen Euro im ersten Quartal 2008 auf 6 Millionen Euro in den ersten drei Monaten dieses Jahres ein, wie die TecDax-Gesellschaft aus Niestetal bei Kassel am Freitag mitteilte. Damit lag das Unternehmen noch unter den Schätzungen der sechs von dpa-AFX befragten Analysten, die 6,6 Millionen Euro erwartet hatten. Der Überschuss verringerte sich von 17,3 auf 5,5 Millionen Euro. Die Erwartungen lagen bei 5,9 Millionen Euro. Der Umsatz verschlechterte sich von 115,1 auf 87 Millionen Euro. Analysten hatten mit 79,2 Millionen Euro gerechnet. (dpa-AFX)

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