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Medienschau : Neues Rettungspaket für Hypo Real Estate

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Bild: FAZ.NET-Jan Bazing

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          Unternehmen

          Neues Rettungspaket für Hypo Real Estate

          Die Bundesregierung und die Finanzbranche haben sich auf ein neues Hilfspaket für den angeschlagenen Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate verständigt. Die Hypo Real Estate sei gerettet, sagte der Sprecher des Bundesfinanzministeriums am Sonntagabend in Berlin. Den Angaben des Ministeriums zufolge gewährt der Finanzsektor der Münchner Bank einen weiteren, ebenfalls besicherten Liquiditätskredit von 15 Milliarden Euro. Das Geld kommt zu den 35 Milliarden Euro hinzu, die das vergangene Woche ausgehandelte erste Rettungspaket für die HRE vorsah. Das Ministerium teilte weiter mit, dass der vom Bund zur Verfügung gestellte Bürgschaftsrahmen von bis zu 35 Milliarden Euro unverändert bleibe. Bis zu einer Gesamthöhe von 14 Milliarden Euro trage der Finanzsektor 60 Prozent und der Bund 40 Prozent der möglichen finanziellen Belastungen, sollte die Garantie in Anspruch genommen werden. Ministeriumssprecher Torsten Albig betonte, die Vereinbarung bringe für die Steuerzahler keine zusätzlichen Lasten. Der Chef der Finanzmarktaufsicht BaFin, Jochen Sanio, sprach von einem „guten Ergebnis“. Im Bundesfinanzministerium hatten Vertreter von Regierung, Bundesbank und BaFin sowie der Banken- und Versicherungsbranche den Sonntag über fieberhaft nach einer Lösung gesucht, um einen Zusammenbruch der HRE zu verhindern. HRE-Vorstandsvorsitzender Georg Funke begrüßte die neue Vereinbarung. „Die gefundene Lösung stellt sicher, dass die Hypo Real Estate Group stabilisiert wird, auch bei andauernder Finanzkrise über ausreichende Liquidität verfügt und weiterarbeiten kann“, erklärte Funke am Montagmorgen. Politiker von Union und Grünen forderten Funke zum schnellen Rücktritt auf. Das Vertrauen zu Funke sei zerstört, sagte der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Fritz Kuhn, der „Bild“-Zeitung. Ähnlich äußerte sich der finanzpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Otto Bernhardt. (Reuters)

          UniCredit will Kapital um 3 Milliarden Euro erhöhen und senkt Prognose

          Die UniCredit will mit einer Kapitalerhöhung über 3 Milliarden Euro ihre Kapitalbasis stärken. Damit soll die Kernkapitalquote Tier 1 per Ende des Jahres 6,7 Prozent erreichen, teilte die italienische Großbank am Sonntag mit. Gleichzeitig reduzierte das Mailänder Institut wegen des schwierigen Marktumfelds ihre Gewinnprognose für 2008. So wird nun ein Gewinn je Aktie von 0,39 Euro erwartet. Vor der Kapitalerhöhung lag die Schätzung der Bank bei 0,52 Euro. Die erwartete Kernkapitalquote von 6,7 Prozent bis Ende des Jahres basiere auf einem Nettoergebnis von 5,2 Milliarden Euro. Das sich verschlechternde Umfeld an den Finanzmärkten habe einige Geschäftsbereiche und den Zeitplan für Veräußerungen betroffen, hieß es am Wochenende weiter. Die geplante Dividende 2008 will UniCredit nicht mehr in bar, sondern in eigenen Aktien an die Aktionäre ausschütten. Vergangene Woche hatte noch eine Sprecher der Bank Gerüchte über eine bevorstehende Kapitalerhöhung als falsch zurückgewiesen. Die Aktien der Bank waren in der Vorwoche von den Spekulationen deutlich belastet worden. (Dow Jones Newswires)

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