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Medienschau : Münchener Rück kappt wegen Japan die Gewinnprognose

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          16 Min.

          Unternehmensnachrichten

          Münchener Rück kappt wegen Japan die Gewinnprognose

          Das verheerende Erdbeben in Japan und der dadurch ausgelöste Tsunami kosten die Münchener Rück voraussichtlich 1,5 Milliarden Euro und damit wesentlich mehr als die Konkurrenz. „Das Gewinnziel von rund 2,4 Milliarden Euro für das Geschäftsjahr 2011 kann daher nicht mehr aufrecht erhalten werden“, teilte der weltgrößte Rückversicherer am Dienstag mit. Damit hatten Branchenexperten unmittelbar nach der Katastrophe in Japan am 11. März ohnehin schon gerechnet. Zum Vergleich: Der Erzrivale Swiss Re rechnet mit einer Belastung von 1,2 Milliarden Dollar, umgerechnet derzeit knapp 850 Millionen Euro. Von der Hannover Rück sind noch keine Zahlen bekannt. Auch hier rechnen Analysten damit, dass das Gewinnziel von 650 Millionen Euro zurückgezogen werden muss. Die Münchener Rück betonte, es handele sich bei den 1,5 Milliarden Euro vor Steuern und nach dem Transfer von Risiken an andere Versicherer und Investoren um eine Schätzung, die allein auf Modellierungen beruhe. Es werde noch Wochen dauern, bis das genaue Ausmaß klar sei. „Das Erdbeben war nicht nur das stärkste je in Japan registrierte, es war auch das viertschwerste, das jemals weltweit gemessen wurde“, sagte Münchener-Rück-Vorstand Torsten Jeworrek. Es hatte eine Stärke von 9,0 und löste eine mehr als zehn Meter hohe Flutwelle aus. Die Münchener Rück stellt sich in erster Linie auf Schäden bei Unternehmen und in der Wirtschaft ein. Denn private Wohnungen sind in Japan, wo sich sehr häufig schwere Erdstöße ereignen, durch einen lokalen staatlichen Pool abgedeckt. Dieser darf aus aufsichtsrechtlichen Gründen keine Risiken an die großen ausländischen Rückversicherer weiterreichen. Die Unfälle im Atomkraftwerk Fukushima dürften private Versicherer ebenfalls nur bedingt treffen. Die Meiler sind in der Regel nicht gegen Erdbeben und deren Folgen versichert. Die gesamten Schäden für die Versicherer aus der Naturkatastrophe werden bislang auf zwölf bis 35 Milliarden Dollar geschätzt. Es könnte damit das teuerste Beben der vergangenen Jahrzehnte und nach dem Hurrikan „Katrina“, der 2005 die amerikanische Südstaatenmetropole New Orleans zerstörte, eine der teuersten Katastrophen insgesamt werden. Die Belastung aus Großschäden im ersten Quartal 2011 summiere sich voraussichtlich auf 2,5 Milliarden Euro und übersteige das erwartbare Ausmaß bei weitem, so die Münchener Rück weiter. Die gesamte Versicherungsbranche muss neben den Kosten für Japan noch hohe Lasten durch das Erdbeben in Neuseeland sowie Überschwemmungen und Stürme in Australien schultern. (Reuters)

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