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Medienschau : Moody's stuft Griechenland auf Ramschstatus herab

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BP engagiert Banken zur Verhinderung einer Übernahme, Heideldruck will das Kapital erhöhen. Die Bank of Japan weitet die Finanzierungshilfen für Banken aus, Ökonomen sehen aber keine Inflationsgefahr in Deutschland. Das EU-Parlament will Banker-Boni auf Höhe des Gehalts beschränken.

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          Unternehmen

          BP engagiert Banken zur Verhinderung von Übernahme

          Der britische Ölkonzern BP hat laut einem Medienbericht den amerikanischen Finanzinvestor Blackstone, die amerikanischen Bank Goldman Sachs sowie eine nicht näher identifizierte Investmentbank engagiert, um eine feindliche Übernahme zu verhindern. Dabei lägen alle Optionen auf den Tisch, berichtete Charles Gasparino vom amerikanischen Fernsehsender „Fox Business“ am Montag unter Berufung auf „Wall-Street-Kreise“. Zu den Möglichkeiten zählen dem Bericht zufolge der Verkauf von Vermögenswerten sowie Insolvenzantrag nach Chapter 11 in den Vereinigten Staaten. (Dow Jones)

          Moody's stuft Bonität Griechenlands auf Ramschstatus herab

          Die Ratingagentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit des hochverschuldeten Euro-Staates Griechenland auf Ramschstatus herabgestuft. Die Bonitätsnote sinke um vier Stufen von „A3“ auf „Ba1“, teilte Moody's am Montag mit. Den Ausblick schätzt die Ratingagentur als stabil ein. Dies bedeutet, dass mittelfristig keine weitere Abwertung in Erwägung gezogen wird.

          Moody's begründet die Herabstufung vor allem mit Risiken des drastischen Spar- und Restrukturierungsprogramms der griechischen Regierung. Zwar habe der gigantische Rettungsschirm jegliche Risiken in der kurzen Frist beseitigt. Allerdings seien die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen des Programms substanziell und nur mit einer geringeren Bonitätsnote zu vereinbaren. Risiken sieht die Agentur vor allem beim Wirtschaftswachstum. (dpa-AFX)

          Heidelberger Druck will Kapital um 420 Millionen Euro erhöhen

          Heidelberger Druckmaschinen will noch in diesem Jahr das Kapital erhöhen und peilt dabei einen Bruttoemissionserlös von rund 420 Millionen Euro an. Auf der Hauptversammlung am 29. Juli sollen die Aktionäre der Durchführung einer ordentlichen Barkapitalerhöhung mit Bezugsrecht der Aktionäre zustimmen, wie der Druckmaschinenhersteller am frühen Dienstagmorgen mitteilte.

          Es sei geplant, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu rund 399,6 Millionen Euro gegen Bareinlagen durch Ausgabe von bis zu rund 156,1 Millionen neuen Stückaktien zu erhöhen. Die Stückaktien sollen jeweils einen anteiligen Betrag am Grundkapital von 2,56 Euro haben.

          „Der Vorstand will mit dieser Maßnahme die Flexibilität des Unternehmens stärken, um sich nachhaltig und unabhängig an den Kapitalmärkten finanzieren zu können“, erklärte
          Vorstandsvorsitzender Bernhard Schreier. Dazu sei eine Kapitalstruktur nötig, die den Anforderungen an ein Investment Grade standhalte. Mit der Kapitalerhöhung solle dies Ziel in einem überschaubaren Zeitraum erreicht werden. Der Emissionserlös soll vor allem zur anteiligen Rückführung von drei Bankdarlehen aus dem Paket zur Finanzrestrukturierung des Konzerns vom vergangenen Jahr dienen.

          Der Druckmaschinen-Hersteller hat unterdessen seinen Jahresausblick bekräftigt. Bei stabiler Konjunkturentwicklung strebe das Unternehmen im seit April laufenden Geschäftsjahr 2010/2011 ein ausgeglichenes operatives Ergebnis an. (Dow Jones)

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