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Medienschau : Moody's senkt Bonitätsnote Griechenlands um drei Stufen

  • Aktualisiert am

Kingfisher mit robustem Jahresauftakt, Sealed Air übernimmt Diversey, Nokia: Kein Verkauf an Microsoft, Marthon Oil investiert Milliarden in texanisches Schieferfeld, Amerikaner greifen bei deutschen Autos zu, Kreise - griechische Vermögenswerte als Sicherheit für Geldgeber, Japans Regierungschef Kan übersteht Misstrauensvotum, amerikanische Regierung schreibt 20 Prozent der Staatshilfen an Autokonzerne ab

          8 Min.

          Unternehmensnachrichten

          Schönes Wetter beschert Kingfisher starken Jahresauftakt

          Das schöne Frühlingswetter hat Europas größter Baumarktkette Kingfisher gute Geschäfte beschert. Im von Februar bis Ende April laufenden ersten Geschäftsquartal steigerte das britische Unternehmen nach eigenen Angaben vom Donnerstag seinen Umsatz um 3,3 Prozent auf 2,73 Milliarden Pfund (3,1 Milliarden Pfund). Bereinigt um Währungseffekte lag der Zuwachs sogar bei 4,7 Prozent. Der operative Gewinn legte um 19,1 Prozent zu, ohne Währungseffekte sogar um fast 21 Prozent. Dabei profitierte das Unternehmen auch davon, dass Ostern in diesem Jahr spät war und deshalb viele Kunden an den Feiertagen in ihren Gärten arbeiteten. Dennoch warnte Kingfisher-Chef Ian Cheshire vor Euphorie: „Wir bleiben dabei, dass dieses Jahr für alle Einzelhändler schwierig wird, vor allem in Großbritannien.“ Zudem rechnet er damit, dass viele Kunden wegen des schönen Wetters Einkäufe vorgezogen hätten. In Großbritannien und Irland legte der Umsatz im ersten Quartal um knapp 2 Prozent zu, in Frankreich bereinigt um die Effekte von Währungsschwankungen um 6,4 Prozent, in den anderen internationalen Märkten sogar um 8,4 Prozent. Kingfisher gehören die Marken B&Q, Castorama, Brci Depot und Screwfix. In Deutschland ist der Praktiker-Konkurrent an der Hornbach-Kette beteiligt. (dpa-AFX)

          Sealed Air übernimmt Diversey für 2,9 Milliarden Dollar

          Der amerikanische Verpackungsspezialist Sealed Air will den in Privatbesitz befindlichen amerikanischen Reinigungsprodukte-Hersteller Diversey Holdings für 2,9 Milliarden Dollar übernehmen. Die Transaktion solle noch in diesem Jahr abgeschlossen werden, teilte Sealed Air am Mittwoch mit. Mit dem Zukauf wolle Sealed Air in den rund 40 Milliarden Dollar schweren Markt für chemische Putzmittel und Hygieneprodukte einsteigen. Die Aktionäre von Diversey sollen 2,1 Milliarden amerikanische Dollar in bar und den Rest in Aktien von Sealed Air erhalten. Nach Abschluss der Übernahme würden die Diversey-Aktionäre voraussichtlich etwa 15 Prozent der Sealed-Air-Anteilsscheine besitzen. Diversey verbuchte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 3,1 Milliarden Dollar. Das Unternehmen konkurriert unter anderem mit dem amerikanische Konsumgüterhersteller Procter & Gamble. Per 1. April hatte Diversey einen Schuldenberg von 1,53 Milliarden Dollar. Der Luftpolsterfolien-Produzent Sealed Air setzte 2010 4,5 Milliarden Dollar um. (Reuters)

          Nokia: Kein Verkauf an Microsoft

          Der angeschlagene Handyhersteller Nokia steht nicht zum Verkauf. „Solche Gerüchte entbehren jeglicher Basis“, sagte Nokia-Chef Stephen Elop am Mittwoch (Ortszeit) auf der Technologiekonferenz „D9 - All Things Digital“ in der Nähe von Los Angeles. Der finnische Konzern hatte am vergangenen Dienstag seine Geschäftsprognosen weiter nach unten korrigieren müssen. Danach machten Spekulationen die Runde, Microsoft wolle das Hardware-Geschäft von Nokia oder das komplette Unternehmen übernehmen. Elop verteidigte auf der „D9“ seine Entscheidung, mit Microsoft eine strategische Partnerschaft im Smartphone-Segment einzugehen. Der weltgrößte Software-Konzern werde Nokia bei der Verwendung des Microsoft-Betriebssystems Windows Phone größere Freiheiten einräumen als anderen Partnern wie HTC oder Samsung, die auch das Google-Betriebssystem Android für ihre Smartphones verwenden. Die ersten Geräte mit Windows Phone 7 von Nokia seien noch in diesem Jahr zu erwarten. Trotz des strategischen Wechsels auf das Microsoft-System sieht Elop die bislang von Nokia verwendete Symbian-Plattform nicht vor dem Aus. Symbian sei besser als abgespeckte Android-Versionen, die auf Mobiltelefonen für Schwellenländer wie Indien zu finden seien, sagte Elop in einem Interview. Nokia werde Absatzprobleme in China in kurzer Zeit mit geeigneten Gegenmaßnahmen adressieren können. (dpa-AFX)

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