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Medienschau : Moody's droht mit Senkung des amerikanischen Ratings

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Griechenland-Hilfspaket dürfte Privatsektor einbeziehen - Kreise

Bei den Beratungen innerhalb der Eurozone zur griechischen Finanzlage setzt sich Deutschland mit der Forderung nach einer Beteiligung privater Gläubiger an möglichen neuen Finanzhilfen offenbar durch. Wie am Donnerstag aus hochrangigen EU-Kreisen verlautete, gilt es als wahrscheinlich, dass griechische Investoren dazu beitragen sollen, die Finanzierungslücke des Landes in den nächsten drei Jahren zu schließen. Vertreter der Finanzministerien der Euro-Länder hatten am Mittwoch und Donnerstag in Wien über ein neues Hilfspaket für Griechenland beraten. Eine abschließende Einigung sei dabei den Kreisen zufolge noch nicht erreicht worden. Allerdings nähere man sich in wichtigen Aspekten gemeinsamen Positionen an, etwa bei der von Deutschland geforderten Beteiligung des Privatsektors. „Ohne (die privaten Gläubiger) kann man nichts machen“, erklärte eine mit den Verhandlungen vertraute Person Dow Jones Newswires. Es scheine daher wahrscheinlich, dass es am Ende zu einer Beteiligung komme. Dazu würden nun verschiedene Optionen erwogen. Eine Beteiligung des Privatsektors könnte demnach mit einem auf drei Jahre angelegten Hilfsprogramm für Griechenland verknüpft werden, sagte die Person. Aggressive Optionen, etwa die Streckung griechischer Anleihen, stießen jedoch bislang auf Widerstand bei der Europäischen Zentralbank. Unterdessen betonte Amadeu Altafaj-Tario, Sprecher von EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Olli Rehn, dass Spekulationen über eine Einigung auf ein neues Hilfspaket verfrüht seien, solange die Minister nichts unterschrieben hätten. Bei den Beratungen sei es lediglich um Szenarien und Optionen gegangen, eine abschließende Einigung könne dabei gar nicht gefasst worden sein: „Dies wäre eine große politische Entscheidung, die nur auf höchster politischer Stufe getroffen werden kann“. Die griechische Regierung dürfte in Kürze neue Maßnahmen bekanntgeben, um den angeschlagenen Staatshaushalt auf der Einnahmen- und der Ausgabenseite um Milliardenbeträge zu entlasten. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte unter Berufung auf Regierungskreise berichtet, dass in Athen eine Einigung hierzu bereits erzielt worden sei. (Dow Jones Newswires)

Medien - China will mit Steuernachlässen Kohle-Import steigern

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