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Medienschau : Moody's droht mit Senkung des amerikanischen Ratings

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Der Internetgigant Google ist Sorgen von Anlegern entgegengetreten, Geld in spekulativen Projekten zu versenken. „Wir sind ein sehr vorsichtiger Verwalter von Geldern der Aktionäre“, sagte Konzernchef und Mitbegründer Larry Page am Donnerstag bei der jährlichen Versammlung der Anteilseigner. „Wir haben ja als Start-Up in einer Garage begonnen und sind sehr sorgsam bei unseren Ausgaben.“ Page eilt der Ruf voraus, ambitionierte Projekte mit ungewissem Ausgang zu fördern. So versucht sich die weltgrößte Suchmaschinenbetreiber an selbstfahrenden Autos oder der Digitalisierung von Bibliotheksbeständen. Manche Investoren sorgen sich, diese Investitionen könnten die Gewinnmargen drücken. Seit Google im Januar ankündigte, dass Page den Chefposten von Eric Schmidt übernehmen werde, hat die Aktie rund 16 Prozent an Wert eingebüßt. (Reuters)

Wirtschaftsnachrichten

Moody's droht mit Senkung von amerikanischem Rating wegen Schulden-Limit

Moody's Investors Service hat am Donnerstag damit gedroht, die Bonitätsnote der Vereinigten Staaten auf eine mögliche Herabstufung zu überprüfen. Voraussetzung dafür wäre, dass bis Mitte Juli keine Fortschritte bei den Verhandlungen über die Erhöhung der gesetzlich festgesetzten Schulden- Obergrenze des Landes erzielt werden. Zurzeit wird die Kreditwürdigkeit der weltgrößten Volkswirtschaft von der Ratingagentur noch mit der Spitzennote „Aaa“ bewertet. „Die wachsende Polarisierung über die Schuldengrenze hat es wahrscheinlicher gemacht, dass es zu einem kurzfristigen Ausfall kommt“, heißt es in der Stellungnahme von Moody's. „Wenn sich an dieser Situation in den nächsten Wochen nichts ändert, wird Moody's das Rating überprüfen.“ Standard & Poor's hatte die amerikanische Regierung bereits im April darüber informiert, dass das Land riskiere, seine Top- Einschätzung „AAA“ zu verlieren, wenn sich die Politiker nicht bis 2013 auf einen Plan zur Reduzierung des Haushaltsdefizits und der Staatsschulden einigen können. (Bloomberg)

Umfrage - Deutschlands Dienstleister verlieren an Schwung

Die Erholung der Dienstleister in Deutschland büßt weiter an Tempo ein. Das Wachstum fiel einer Umfrage zufolge im Mai so schwach aus wie seit sieben Monaten nicht mehr. Der Einkaufsmanagerindex sank um 0,7 Punkte auf 56,1 Zähler und markierte damit ein deutlich schwächeres Wachstum als noch zum Jahresauftakt, wie die Markit-Experten am Freitag zu ihrer Umfrage unter etwa 500 Firmen mitteilten. „Hauptsächlich das ins Stocken geratene Neugeschäft dämpfte das Wachstum im Mai“, schrieben die Experten. Besonders die Privatverbraucher hielten sich zurück. Dabei spielten die gestiegenen Energie- und Kraftstoffpreise eine Rolle, die Druck auf die verfügbaren Einkommen ausübten, schrieben die Forscher. Besser sehe es bei Geschäftskunden aus, und auch aus dem Ausland sei die Nachfrage besser. Dennoch signalisiert der Einkaufsmanagerindex trotz des jüngsten Rückgangs immer noch ein im historischen Vergleich hohes Wachstum. Zudem fällt der Rückgang geringer aus als in einer ersten Schätzung angenommen. In allen sechs von der Umfrage erfassten Branchen ging es im Mai aufwärts. Die stärksten Geschäftszuwächse meldeten Transport- und Lagerhaltungsfirmen, am geringsten fiel das Plus im Gastgewerbe sowie bei Finanzdienstleistern aus. Auch für die kommenden zwölf Monate zeigten sich die Firmen nicht mehr so optimistisch wie in den vergangenen Monaten. Sie rechneten mit weiteren Geschäftszuwächsen, wenngleich das Tempo spürbar nachlassen dürfte. Das entsprechende Barometer gab so stark nach wie seit Februar 2010 nicht mehr. Am zuversichtlichsten seien Transporteure und Firmen aus dem Bereich Lagerhaltung. Angesichts der immer noch guten Geschäfte wollen die Dienstleister ihre Belegschaften weiter aufstocken. Bereits seit 16 Monaten werden im Dienstleistungsbereich Stellen geschaffen, derzeit sogar überdurchschnittlich viele. Besonders viele neue Jobs entstanden im Bereich Vermietung und unternehmensnahe Dienstleistungen. Positives gab es an der Preisfront, wo sich der Kostenschub für die Unternehmen abschwächte. (Reuters)

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