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Medienschau : Moody's droht mit Senkung des amerikanischen Ratings

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Nach der Euphorie ist inzwischen Ernüchterung am Rohstoffmarkt eingetreten - mit Folgen für den Börsengang der australischen Bergbaugesellschaft Resourcehouse. Die mit Verlust arbeitende Gesellschaft werde bei dem in Hongkong geplanten Börsengang wahrscheinlich nur bis zu 2,54 Milliarden Dollar statt der ursprünglichen angestrebten bis zu 3,6 Milliarden Dollar erlösen. Offenbar ist die Resonanz schwächer als erwartet. Die Gesellschaft plane aktuell mit einem Ausgabepreis von 3,45 Hongkong-Dollar, zitiert Dow Jones Newswires aus einem Dokument, in das sie am Freitag Einsicht hatte. Der Preis läge 23 Prozent unter dem unteren Ende der zuvor genannten Spanne von 4,48 bis 4,93 Hongkong-Dollar. Die Zahl der angebotenen Aktien betrage unverändert 5,716 Milliarden Stück. Das Bookbuilding für institutionelle Investoren läuft seit dem 17. Mai. Investoren sind nach dem lang anhaltenden Anstieg der Rohstoffpreise inzwischen vorsichtiger geworden. Zudem belasten die Schuldenprobleme einiger Länder sowie das nachlassende Wachstum in China die Märkte. Und auch die Finanzlage von Resourcehouse selbst gebe Anlass zur Sorge. Nach einem Verlust von 2,9 Millionen australische Dollar im ersten Halbjahr sollen es im Gesamtjahr nicht mehr als 15 Millionen australische Dollar sein, heißt es im Börsenprospekt. 2009/10 (30. Juni) belief sich der Fehlbetrag auf 15,3 Millionen australische Dollar. Unklar ist noch, ob das Unternehmen am Terminplan festhält. Ursprünglich war für den heutigen Freitag die Preisfestsetzung und für den 10. Juni die Erstnotiz vorgesehen. Es ist der vierte Versuch von Resourcehouse, an die Börse zu gehen. Den letzten Versuch hatte im März das Erdbeben in Japan vereitelt. Seinerzeit wollte die vom Milliardär Clive Palmer kontrollierte Gesellschaft rund 3 Milliarden Dollar einsammeln. (Dow Jones Newswires)

Vereinigten Staaten steigen komplett bei Chrysler aus - Fiat übernimmt Mehrheit

Der italienische Autobauer Fiat kann die verbliebene sechsprozentige Beteiligung der amerikanische Regierung an Chrysler übernehmen. Das amerikanische Finanzministerium teilte am Donnerstagabend in Washington mit, sich mit Fiat auf eine Zahlung von 500 Millionen Dollar für die mehr als 98.000 Aktien geeinigt zu haben. Fiat übernimmt auch die Option der Regierung, Aktien im Besitz eines Fonds der amerikanischen Gewerkschaft UAW zu kaufen. Das Finanzministerium erhält dafür 60 Millionen Dollar, die kanadische Regierung 15 Millionen Dollar. Sobald die Transaktion abgeschlossen ist, ist der Staat dem Ministerium zufolge vollständig bei Chrysler ausgestiegen. Fiat hatte Ende Mai angekündigt, eine Option zum Kauf der Staatsbeteiligung ausüben und damit nach der Mehrheit an Chrysler zu greifen. Mit dem Schritt steigt Fiats Anteil an Chrysler auf 52 von 46 Prozent. Chrysler war einst vor der Regierung mit Staatshilfen gerettet worden, nachdem ein Absatzeinbruch im Zuge der Weltwirtschaftskrise die amerikanische Autoindustrie an den Rand des Abgrunds brachte. Für den amerikanischen Steuerzahler ist die Rettungsaktion ein Verlustgeschäft. Die Regierung investierte 12,5 Milliarden Dollar in Chrysler - und bekommt lediglich rund 11,2 Milliarden Dollar zurück. Fiat war in der Wirtschaftskrise ebenfalls als Retter eingesprungen und hatte zudem mit den Vereinigten Staaten vereinbart, nach und nach die Mehrheit an Chrysler zu übernehmen. Fiat erwägt zudem, Chrysler wieder an die Börse zu bringen. (Reuters)

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