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Medienschau : Mittelstand bekam trotz Krise günstige Kredite

  • Aktualisiert am

MAN nimmt neuen Anlauf in Indien, EU könnte Lloyds zur Trennung von Halifax zwingen - Times, Adobe kauft Konkurrent Omniture, EZB-Chefvolkswirt warnt vor zu langer Phase niedriger Zinsen, Hatoyama neuer Ministerpräsident Japans, Frankreichs Regierung erwägt Gebühr auf Aktienoptionen - Presse, Lobbyisten: Chinas Regierung soll Reifenherstellern wegen amerikanischer Zölle helfen

          Unternehmen

          MAN nimmt neuen Anlauf in Indien

          Der Lkw-Hersteller MAN nimmt einen zweiten Anlauf in Indien und hat dafür seinen Anteil an einem Joint Venture mit der indischen Force Motors auf 50 Prozent von 30 Prozent erhöht. „Wir werden hart an der Stärkung des Vertriebs und der Kontakte zu unseren Kunden arbeiten“, sagte der CEO Hakan Samuelsson in einem Interview mit dem „Handelsblatt“ (Dienstagausgabe). Bislang hatte das Joint Venture sein Produktionsziel verfehlt. In dem Werk in Pithampur seien seit Betriebsbeginn Ende 2006 nur 2.000 Fahrzeuge gebaut worden. Ursprünglich wollen die MAN AG und ihr lokaler Partner aber allein 2008 schon 6.800 Lkws bauen und 2010 die Kapazitätsgrenze von 24.000 Stück erreichen. MAN führt den missglückten Start auf Probleme mit Zulieferern und im eigenen Werk zurück. Force Motors sieht den Grund in überladener europäischer Technik zu überhöhten Preisen. Nun seien die Lkw-Modelle aber lokalen Bedürfnissen angepasst. Im aktuellen indischen Geschäftsjahr bis März 2010 sollen laut Angaben eines MAN-Sprechers nun 2.000 Fahrzeuge produziert werden, berichtete das Handelsblatt. Dies entspreche einem Marktanteil von knapp über 1 Prozent. (Dow Jones Newswires)

          EU könnte Lloyds zur Trennung von Halifax zwingen - Times

          Die britische Lloyds Banking Group muss sich möglicherweise von einem großen Teil ihrer Assets trennen. Nachdem Lloyds Staatshilfe in Milliardenhöhe erhalten hatte, könnte die Europäische Kommission auf den Verkauf der Tochter Halifax drängen, berichtete die britische Zeitung „Times“ am Mittwoch auf ihrer Webseite unter Berufung auf Kreise. „Die Kommission hat noch keine endgültige Entscheidung getroffen, aber das, was über Lloyds geredet wird, klingt sehr nach Halifax“, zitierte die Zeitung eine mit den Verhandlungen in Brüssel vertraute Person. Die Lloyds Banking Group war nach der Übernahme der Halifax Bank of Scotland (HBOS) durch Lloyds TSB im September 2008 entstanden. Eine Trennung von Halifax werde in jedem Fall zum Rücktritt von Lloyds-CEO Eric Daniels führen, schreibt die Zeitung weiter. Außerdem sei sie peinlich für den britischen Premierminister Gordon Brown. Dieser hatte im vergangenen September eine Ministererlaubnis erteilt hatte, um die Rettung von Halifax durch die Transaktion zu ermöglichen. Lloyds lehnte eine Stellungnahme gegenüber der Times ab. (Dow Jones Newswires)

          Adobe kauft Konkurrent Omniture

          Der amerikanische Softwarehersteller Adobe will den Konkurrenten Omniture für 1,8 Milliarden Dollar kaufen. Damit erweitere Adobe seine Präsenz auf dem Markt für Geschäftssoftware, teilte der Anbieter der Acrobat- und Photoshop-Programme nachbörslich am Dienstag mit. Es würden 21,50 Dollar je Aktie in bar gezahlt. Omniture bezeichnet sich selbst als Marktführer bei Optimierungssoftware für das Online-Geschäft. Zeitgleich zum Omniture-Kauf teilte Adobe mit, dass sein Gewinn vor Sonderposten im dritten Quartal auf 35 Cent je Aktie gefallen sei. Im Vorjahreszeitraum sei noch ein Gewinn je Aktie von 50 Cent erzielt worden. Mit dem Ergebnis lag der Microsoft- und Apple-Konkurrent einen Penny über den durchschnittlichen Erwartungen von Analysten. Im nachbörslichen Handel fielen die Adobe-Aktien um 3,6 Prozent. (Reuters)


          Wirtschaft

          Mittelstand bekam trotz Krise günstige Kredite

          Die Kreditkonditionen haben sich im Krisenjahr 2009 für den Mittelstand weitaus günstiger entwickelt als häufig dargestellt. Dies ergab eine Umfrage der Verbände Die Familienunternehmer und Die Jungen Unternehmer vom August unter 490 Firmen, die der dpa vorliegt. Danach sind im März auf dem Höhepunkt der Wirtschafts- und Finanzkrise für 63 Prozent der Befragten die Kreditkosten gesunken. Für 19 Prozent seien sie gleich geblieben und für lediglich 18 Prozent seien sie gestiegen. In den Monaten Mai und Juli blieben die Konditionen für eine Mehrzahl (58,7 und 52,8 Prozent) immerhin gleich, ergab die Befragung weiter. Für gut 19 beziehungsweise für 22,5 Prozent sanken sie immer noch, für 17,4 beziehungsweise 24,7 verschlechterten sie sich. Der Präsident des Familienunternehmer-Verbandes, Patrick Adenauer, sagte dazu: „Wir Familienunternehmer können keine flächendeckende Kreditklemme feststellen. Zwar nehmen knapp 24 Prozent der Befragten veränderte Bedingungen bei der Fremdkapitalaufnahme als Investitionshemmnis wahr, jedoch hat sich dieser Wert im Vergleich zum März (36,5 Prozent) deutlich gesenkt.“ Die Mehrzahl der Unternehmen wollte im Juli den Angaben zufolge die Zahl der Arbeitsplätze halten (60,4 Prozent) oder ausbauen (16,7 Prozent). 22,2 Prozent wollten reduzieren. Im März und Mai lagen die Zahlen auf ähnlichem Niveau. Eine ähnliche Entwicklung zeigte sich bei den Ausbildungsplätzen. In etwa die Hälfte der befragten Unternehmer war den Angaben zufolge gleichwohl stark (März 28,4 Prozent, Mai 48,4 Prozent, Juli 29 Prozent) oder sehr stark (12 Prozent, 12,6 Prozent, 12,2 Prozent) von der Krise betroffen. Die andere Hälfte merkte wenig (47,2 Prozent, 27,4 Prozent, 45,7 Prozent) oder gar nichts (12,4 Prozent, 11,6 Prozent, 12,2 Prozent) davon. (dpa-AFX)

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