https://www.faz.net/-gv6-6ojih

Medienschau : Milliarden-Übernahme auf dem amerikanischen Mobilfunkmarkt

  • Aktualisiert am

Bild: FAZ.NET-Jan Bazing

Verizon will Alltel kaufenFuchs Petrolub ersetzt Arques im M-DaxFrance Telecom in Übernahmegesprächen mit Telia SoneraBrüssel geht gegen das neue VW-Gesetz vorLehman sucht offenbar GeldgeberTelecom Italia will 5000 Stellen streichenLufthansa denkt über höhere Ticketpreise nachCrédit Agricole will sich 5,9 Milliarden Euro besorgenYahoo und Microsoft könnten sich bald einigenÖlpreis fällt unter die Marke von 122 DollarInflationserwartungen bereiten der Fed SorgenAbsatz von Importfahrzeugen bricht in Japan einCromme gibt Vorsitz der Cromme-Kommission ab

          Unternehmen

          Verizon Wireless will Alltel übernehmen

          Der amerikanische Mobilfunkmarkt könnte bald eine neue Nummer eins bekommen. Der zweitgrößte Anbieter Verizonx Wireless verhandelt laut Medienberichten über einen Kauf des kleineren Konkurrenten Alltel. Der Kaufpreis solle bei rund 27 Milliarden Dollar (17,5 Milliarden Euro) liegen, berichteten der amerikanische Fernsehsender CNBC und das „Wall Street Journal“ am Mittwochabend.

          Verizon Wireless ist ein Gemeinschaftsunternehmen des amerikanischen Konzerns Verizon Communications und des nach Umsatz weltgrößten Mobilfunkanbieters Vodafone. Zusammen mit den 13,2 Millionen Alltel-Nutzern hätte der neue amerikanische Branchenführer mehr als 80 Millionen Kunden. Die bisherige Nummer eins AT&T kommt nach jüngsten Zahlen auf 71,4 Millionen Kunden.

          Das Brisante an einer Alltel-Übernahme wäre, dass das Unternehmen erst vor gut einem halben Jahr von dem Finanzinvestor TPG und Goldman Sachs übernommen worden war. Der Kaufpreis hatte damals bei 27,5 Milliarden Dollar gelegen. (dpa-AFX)

          Fuchs Petrolub ersetzt Arques im M-Dax

          Die Aktie des Schmierstoffherstellers Fuchs Petrolub wird die Beteiligungsgesellschaft Arques im M-Dax ersetzen. Die Herausnahme von Arques erfolge auf Basis der sogenannten Fast-Exit-Regel, da das Unternehmen bei dem Kriterium Marktkapitalisierung nur auf Rang 78 platziert sei, teilte die Deutsche Börse am Mittwochabend mit. Umgesetzt werden die Änderungen zum Montag, den 23. Juni.

          Arques steigt in den S-Dax ab und ersetzt dort Fuchs Petrolub. Zudem rückt SKW Stahl in den S-Dax auf, während der von der Insolvenz bedrohte Flugzeugmotorenbauer Thielert den Index verlässt. Die Aktie der Beteiligungsgesellschaft Gesco rückt ebenfalls in den S-Dax auf und ersetzt den Titel des Handyzulieferers Balda.

          Wie die Deutsche Börse bereits am Dienstag angekündigt hatte, werden die Aktien von Roth & Rau zum 5. Juni in den Tec-Dax aufgenommen. Der Zulieferer für die Solarindustrie rücke in einer außerplanmäßigen Änderung für Tele Atlas in den Technologiewerte-Index auf. Der Anbieter von digitalen Straßenkarten wurde vom Navigationsgeräte-Hersteller Tom Tom übernommen. Roth & Rau ist dann der zehnte von insgesamt 30 Werten im Tec-Dax, der zum Sektor Alternative Energien zählt. Die Aktie des Solarzellen-Herstellers Ersol verbleibt wie von Experten erwartet trotz des Übernahmeangebots von Bosch zunächst noch im Tec-Dax. (dpa-AFX)

          France Telecom in Übernahmegesprächen mit Telia Sonera

          Der französische Telekommunikationskonzern France Telecom hat Übernahmegespräche mit Telia Sonera aufgenommen. Dies teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Das Angebot sehe ein Verhältnis von 52/48 bei Bargeld und Aktien vor und liege 39 Prozent über dem Telia.Sonera-Schlusskurs vom 15. April. Sollte die Übernahme erfolgreich sein, werde France Telecom seine Aktie auch in Stockholm und Helsinki an die Börse bringen. (Reuters)

          Brüssel geht gegen das neue VW-Gesetz vor

          Die EU-Kommission geht rechtlich gegen die Neufassung des VW-Gesetzes vor. Die EU-Behörde werde am Donnerstag ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland einleiten, hieß es am Mittwoch in EU-Kreisen. Die EU-Kommission nahm keine Stellung. Der neu aufgeflammte Streit um das Schutzgesetz für VW dürfte nach Einschätzung von Diplomaten die Beziehungen zwischen Berlin und Brüssel belasten.

          Umstritten ist die Regelung, dass Niedersachsen mit 20 Prozent sein Vetorecht in der VW-Hauptversammlung behält. Nach dem Aktienrecht üblich sind 25 Prozent. Der Schritt der Kommission kommt nicht aus heiterem Himmel: Als das Bundeskabinett die Neufassung des fast 50 Jahre alten Gesetzes Ende Mai beschloss, kündigte EU- Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy seinen Widerstand an. (dpa-AFX)

          Lehman sucht offenbar Geldgeber

          Weitere Themen

          Bieter kämpfen um Osram

          Milliarden-Übernahme : Bieter kämpfen um Osram

          Der Chiphersteller AMS will die Finanzinvestoren Bain und Carlyle überbieten. Aktionäre des Lichttechnikspezialisten können daher zwischen zwei Übernahmeangeboten wählen, wenn die Finanzaufsicht grünes Licht gibt. Der Aktienkurs steigt.

          Topmeldungen

          Sowohl Trump als auch Johnson winken mit ihrem zerstörerischen Potential. Nur schätzen sie ihre Position falsch ein.

          Schwäche der EU? : Boris Trump

          Sowohl Trump als auch Johnson verschätzen sich: Man kann aus den Wechselbeziehungen der globalisierten Welt nicht in Trotzecken fliehen und dabei nachhaltige Gewinne machen. Europa ist da in einer stärkeren Position.

          Axel Voss auf der Gamescom : Zu Gast bei Feinden

          Der EU-Abgeordnete Axel Voss ist die Hassfigur der Youtuber und Gamer. Mit der Reform des Urheberrechts hat er die Szene gegen sich aufgebracht. Sein Besuch auf der Spielemesse Gamescom lief dann aber anders als erwartet.
          Noch baumelt der Golf an den Greifarmen im Zwickauer VW-Werk. Bald soll ihn das Elektromodell ID ablösen.

          VW-Werk : Zwickau wird elektrisch

          VW produziert im sächsischen Zwickau bald nur noch Elektroautos. Das Werk wird damit zum Modell für die ganze Branche. Was bedeutet das für die Arbeiter? Ein Besuch im Versuchslabor.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.