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Medienschau : Microsoft überrascht überraschend

  • Aktualisiert am

Samsung nach Schwächephase optimistisch, Amazon verfehlt hohe Erwartungen, Nippon Steel senkt Jahresausblick, Fujitsu schraubt Jahresziele zurück, Verizon kauft Terremark, Deutsche Telekom zuversichtlich, Sara Lee plant Spaltung, LinkedIn kündigt Börsengang an, britisches Konsumklima bricht ein, Moody's - Vereinigte Staaten könnten Spitzenrating verlieren, Japan: Deflation - sinkende Einzelhandelsumsätze, irisches Unterhaus verabschiedet Sparhaushalt

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          Unternehmensnachrichten

          Microsoft überrascht im mit guten Gewinn- und Umsatzzahlen

          Der amerikanische Softwarehersteller Microsoft hat im zweiten Quartal seines Geschäftsjahres 2010/11 von der starken Nachfrage nach der Betriebssoftware Windows und der Bürosoftware Office profitiert. Der Gewinn fiel deutlich höher als von Analysten erwartet aus, auch beim Umsatz überraschte Microsoft positiv. Allerdings fehlten klare Aussagen, wie Microsoft im schnell wachsenden Markt für Smartphones und Tablet-PCs bestehen will. In beiden Segmenten ist der Konzern aus Redmond bislang kaum vertreten. Im Ende Dezember beendeten Quartal verdiente Microsoft unter dem Strich 6,63 Milliarden Dollar und damit etwas weniger als die 6,66 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal. Da die Zahl der Microsoft-Aktien binnen Jahresfrist gesunken ist, ergab sich daraus ein Gewinn je Aktie von 0,77 (Vorjahr 0,74) Dollar, während von Thomson Reuters befragte Analysten lediglich mit 0,68 Dollar Gewinn je Aktie gerechnet hatten. Der Umsatz kletterte um 4,9 Prozent auf 19,95 Milliarden Dollar und lag damit ebenfalls über den Erwartungen der Marktbeobachter, die mit Erlösen von 19,15 Milliarden Dollar gerechnet hatten. Profitiert hat Microsoft von starken Verkäufen des Betriebssystems Windows 7. Auch für das künftige Potential der Software zeigte sich der Konzern zuversichtlich. Nachdem Unternehmen in der Rezession ihre Ausgaben zurückgefahren hatten, macht Microsoft inzwischen eine Trendwende aus und deutet an, dass sich die Nachfrage nach der Betriebssoftware verbessern könnte. „Fast 90 Prozent der Unternehmen haben bereits mit der Einführung von Windows 7 begonnen“, sagte Microsoft-CFO Peter Klein. Auch die Bürosoftware Office kommt bei den Kunden gut an. Von der aktuellen Version wurden 50 Prozent mehr verkauft als von der Vorgängerversion zum gleichen Zeitpunkt des Lebenszyklus. Microsoft gestand während einer Telefonkonferenz ein, dass Tablet-PCs ein mögliche Gefahr für den Softwarekonzern darstellen und der Verkauf von traditionellen Computern darunter leide. Doch Microsoft nannte keine Details, wie der Konzern dieser Herausforderung begegnen will. Da Microsoft versehentlich eine Meldung zu den Quartalszahlen verfrüht auf die Webseite gestellt hatte, wurden die Ergebnisse anders als geplant schon 15 Minuten vor amerikanischem Börsenschluss veröffentlicht. Microsoft werde den Fehler untersuchen und sicherstellen, dass sich dies nicht wiederhole. (Dow Jones Newswires)

          Samsung nach Schwächephase optimistisch

          Nach einer Schwächephase steht der weltweit zweitgrößte Handyhersteller Samsung Electronics vor einem neuen Aufschwung. Zwar gab der südkoreanische Konzern am Freitag den geringsten Gewinn seit sechs Quartalen bekannt. Mit drei Billionen Won (rund zwei Milliarden Euro) lag das operative Ergebnis im vergangenen Vierteljahr zudem unter den die Erwartungen von Analysten. Aber die boomende Nachfrage nach Smartphones und Tablet-Computern gibt dem südkoreanischen Konzern mächtig Rückenwind. Hier entwickelt sich Samsung zu einem ernsthaften Konkurrenten für Apple und jagt Branchenprimus Nokia und dem Blackberry-Hersteller Research in Motion Marktanteile ab. Auch im zyklischen Speicherchip-Geschäft dürfte es Analysten zufolge in absehbarer Zeit wieder bergauf gehen, ein Ende des Preisrückgangs ist absehbar. Eine Erholung erwarten Branchenexperten auch im Bereich Flachbildschirme. Samsung ist der weltweite Branchenführer auf dem Markt für Flachbildschirme und Fernsehgeräte. Analysten sehen das Unternehmen insgesamt in einer komfortablen Position. Das schlägt sich auch an der Börse nieder. Der Samsung-Kurs stieg am Freitag auf ein Rekordhoch. Der Konzern ist an der Börse mittlerweile 145 Milliarden Dollar wert. Das ist mehr als die Marktkapitalisierungen von Sony, Nokia, Toshiba und Panasonic zusammen. (Reuters)

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