https://www.faz.net/-gv6-6njbu

Medienschau : Microsoft mit Gewinnrückgang

  • Aktualisiert am

Der Softwarekonzern Microsoft Corp hat in seinem dritten Geschäftsquartal erstmals in seiner 23-jährigen Geschichte einen Umsatzrückgang verbucht. Auch der Gewinn fiel. Derweil trotzt der weltgrößte Online-Händler Amazon der Krise. Die gesamtwirtschaftliche Aktivität in Japan ist deutlich zurückgegangen. Die kanadische Volkswirtschaft erlebt den größten Einbruch seit Beginn der Statistik im Jahr 1961.

          8 Min.

          Unternehmen

          Microsoft verbucht ersten Umsatzrückgang seit 23 Jahren

          Der amerikanischen Softwarekonzern Microsoft Corp hat in seinem dritten Geschäftsquartal erstmals in seiner 23-jährigen Geschichte einen Umsatzrückgang verbucht. Angesichts der weltweiten Rezession fielen die Einnahmen auf 13,65 (14,45) Milliarden Dollar, das Nettoergebnis ging im Zeitraum Januar bis März um 32 Prozent auf 4 Milliarden Dollar zurück, wie Microsoft am Donnerstag nach amerikanischen Börsenschluss mitteilte. Je Aktie verdiente der Konzern 0,33 (0,47) Dollar. Im Ergebnis enthalten waren Sonderaufwendungen je Aktie von 0,06 Dollar. Die Reduzierung der Belegschaft kostete Microsoft 290 Millionen Dollar, zudem musste der Anbieter des Betriebssystems Windows und des Bürosoftwarepakets Office 420 Millionen Dollar seiner Investitionen abschreiben. (Dow Jones)

          American Express mit weniger Umsatz und Gewinn

          Die amerikanischen Kreditkartenfirma American Express hat einen Gewinn- und Umsatzeinbruch hinnehmen müssen. Der operative Gewinn fiel auf 443 Millionen Dollar nach 1,04 Milliarden Dollar vor einem Jahr, wie das Unternehmen am Donnerstag nach Börsenschluss mitteilte. American Express hat in der Wirtschaftskrise verstärkt mit Kreditausfällen zu kämpfen und stellt dafür Mittel zurück. Der Umsatz sank im ersten Quartal um 18 Prozent auf 5,9 Milliarden Dollar. Die Ausgaben gingen nach einer Neuorganisation um 22 Prozent zurück. American-Express-Aktien legten nachbörslich zu. (Reuters)

          Amgen mit weniger Gewinn - Umsatzprognose gesenkt

          Der Quartalsgewinn des weltgrößten Biotech-Konzerns Amgen ist deutlicher als erwartet gesunken. Zudem senkte das amerikanischen Unternehmen am Donnerstag nach Börsenschluss seine Prognose für die Umsatzerwartungen 2009. Die Geschäftsentwicklung bei nahezu allen wichtigen Medikamenten blieb hinter den Erwartungen der Experten zurück. Amgen-Aktien fielen nachbörslich um 2,6 Prozent.
          Der Konzern wies einen Reingewinn von 1,02 Milliarden Dollar nach 1,12 Milliarden vor Jahresfrist aus. Ohne Sonderposten verdiente das Unternehmen mit 1,08 Dollar pro Aktie sechs Cent weniger als von Analysten im Schnitt erwartet. Für das Gesamtjahr sagte Amgen nun einen Umsatz zwischen 14,4 und 14,8 Milliarden Dollar voraus, nach bislang 14,8 bis 15,2 Milliarden. Zur Begründung wurde auf den Abschwung der weltweiten Wirtschaft verwiesen. (Reuters)

          Opel-Mutter GM fährt Produktion drastisch zurück

          Die schwer angeschlagene Opel-Mutter General Motors will ihre Produktion in den kommenden drei Monaten drastisch herunterfahren. Grund seien hohe Pkw- und Lkw-Lagerbestände, teilte der Konzern am Donnerstag mit. In 13 Werke in den Vereinigten Staaten und Kanada würden die Bänder vorübergehend stillstehen. Dadurch sollten im zweiten und dritten Quartal etwa 190.000 Fahrzeuge weniger gebaut werden. Das entspricht einem der größten Produktionseinschnitte unter den großen amerikanischen Autobauern in der seit längerem andauernden Flaute, die die Branche an den Rand des Zusammenbruchs gebracht hat. GM wird mit Milliardenhilfen der Regierung über Wasser gehalten, die Zukunft ist ungewiss. Die Werke werden zwischen zwei und neun Wochen geschlossen, wie GM weiter mitteilte. In den Fabriken von Michigan bis Mexiko arbeiten laut GM insgesamt 21.000 Menschen, die damit vorübergehend arbeitslos werden. Mit der Maßnahme könnten die Bestände bei den GM-Autohäusern in den Vereinigten Staaten bis Ende Juli um knapp 32 Prozent auf 525.000 Fahrzeuge reduziert werden, so der Konzern weiter. Analysten warnten, dass unter der Produktionskürzung aber auch der GM-Umsatz leide und die finanzielle Situation noch verschärfe. GM hat seit Anfang des Jahres 13,4 Milliarden Dollar staatliche Nothilfen erhalten. Jetzt hat der Konzern noch eine Gnadenfrist bis zum 1. Juni, in der er sich weitreichende Zugeständnisse von Kreditgebern und der Gewerkschaft sichern muss. Sonst droht ein Insolvenzverfahren. (Reuters)

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Christian Sewing und Martin Zielke (rechts)

          Nach Zielkes Rückzug : Sewing, übernehmen Sie!

          Es darf bezweifelt werden, dass die Commerzbank den Weg aus ihrer schwersten Krise alleine findet. Und so dürfte es mit Blick auf den Chef der Deutschen Bank bald heißen: Herr Sewing, übernehmen Sie.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.