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Medienschau : Metro schließt 2009 mit weniger Umsatz ab

  • Aktualisiert am

Beiersdorfs Ergebnis ist 2009 deutlich zurückgegangen, Alcoa rutscht wieder in die roten Zahlen und die Autobranche erwartet ein schwieriges Jahr. Das Investmentbanking von Sal. Oppenheim erweist sich als schwer verkäuflich und das griechische Defizit könnte höher ausfallen als bisher angenommen.

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          Unternehmen

          Metro schließt Krisenjahr 2009 mit weniger Umsatz ab

          Der Handelskonzern Metro hat das Krisenjahr 2009 mit einem Umsatzrückgang abgeschlossen. Im Vergleich zu 2008 sei der Konzernumsatz um 3,6 Prozent auf 65,5 Milliarden Euro gesunken, teilte der Konzern am Dienstag bei der Vorlage vorläufiger Zahlen mit. Dabei belasteten Währungseffekte, ohne die der Umsatz stabil geblieben wäre.

          Im vierten Quartal gingen die Erlöse um 3,4 Prozent auf 19,4 Milliarden Euro zurück. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (Ebit) werde im Rahmen der Markterwartungen ausfallen, hieß es. Der vollständige Jahresbericht wird am 23. März veröffentlicht. (dpa-AFX)

          Beiersdorf-Ergebnis 2009 deutlich zurückgegangen

          Der Kosmetikkonzern Beiersdorf hat im vergangenen Jahr einen deutlichen operativen Gewinnrückgang verbucht. Bei einem auf 5,7 Milliarden Euro gesunkenen Konzernumsatz gab das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) um gut ein Viertel auf 585 Millionen Euro nach, wie der Hamburger Dax-Konzern am Dienstag mitteilte. Während die unter der Schwäche der Automobilindustrie leidende Klebstoffsparte Tesa Einbußen verzeichnet habe, habe das Kosmetikgeschäft mit einem leichten Umsatzplus abgeschlossen, hieß es. Im laufenden Jahr wolle Beiersdorf schneller wachsen als der Markt. (Reuters)

          Alcoa rutscht wieder in die roten Zahlen

          Der führende amerikanische Aluminiumkonzern Alcoa ist nach einem kurzen Luftholen wieder in die Verlustzone abgetaucht. Im vierten Quartal verlor der Konzern unterm Strich 277 Millionen Dollar, wie das Unternehmen am Montag nach Börsenschluss in New York mitteilte. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte das Unternehmen einen Verlust von knapp 1,2 Milliarden Dollar eingefahren.

          Grund für das Einknicken waren im Wesentlichen Sonderlasten. So hatte die EU-Kommission den Konzern jüngst zur Rückzahlung von italienischer Staatshilfe verpflichtet; Alcoa hatte über Jahre verbilligten Strom bezogen. Das Tagesgeschäft erholte sich dagegen. In der Krise waren Bestellungen und Preise gefallen. Durch ein Sparprogramm war im dritten Quartal kurzzeitig die Rückkehr in die Gewinnzone gelungen.

          Der Umsatz lag im Schlussquartal mit 5,4 Milliarden Dollar immer noch deutlich unter früheren Rekordwerten, gegenüber dem dritten Quartal konnten die Erlöse aber um 18 Prozent zulegen.

          Die Geschäfte habe sich auf allen Märkten verbessert. Das Niveau früherer Jahre sehen sie indes noch lange nicht erreicht. Alcoa wagte keine Prognose für die nähere Zukunft. Der Aktienkurs fiel daraufhin nachbörslich stark um fast 6 Prozent. (Dow Jones)

          Investmentbanking von Sal. Oppenheim schwer verkäuflich

          Das verbliebene Investment-Banking von Sal. Oppenheim ist laut einem Pressebericht nur schwer verkäuflich. Zur Not würde der neue Mutterkonzern Deutsche Bank einem Interessenten sogar etwas draufzahlen, berichtet das „Handelsblatt“ (Dienstag) unter Berufung auf Finanzkreise. Das größte deutsche Geldhaus könnte am Ende einen symbolischen Preis akzeptieren oder sogar noch Geld dazugeben. „Man ist derzeit bei der Deutschen Bank sehr bemüht, die Reste des Investment-Bankings von Sal. Oppenheim zu platzieren“, zitiert die Zeitung einen hochrangigen Frankfurter Banker, dem die Einheiten nach eigenen Angaben angeboten wurden.

          Dagegen hieß es im Umfeld der Deutschen Bank, man sei nicht bereit, um jeden Preis zu verkaufen. Ein Oppenheim-Sprecher sagte, man prüfe auf verschiedenen Gleisen die Optionen für eine Fortführung des Investmentbankings. Das schließe einen strukturierten Prozess zur Veräußerung mit ein.(dpa)

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